Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Gnesener Kongress: Primas lädt Nachbarn ein

Erzbischof Wojciech Polak, Metropolit von Gnesen und Primas Polens, lädt zum 11. Gnesener Kongress ein, einem gesamtpolnischen, ökumenischen und interreligiösen Treffen. Motto der Tagung, zu der die angrenzenden Nachbarn aus Ost- und Westeuropa willkommen sind, ist „Ein Europa der freien Bürger. Von der inspirierenden Kraft des Christentums.“ Der Kongress findet von 21. bis 23. September 2018 statt; Schirmherr ist der polnische Staatspräsident Andrzej Duda. Interessenten aus Deutschland können sich bei Dr. Justus Werdin, Osteuropa-Referent des Berliner Missionswerks, zur Teilnahme anmelden.

Im 100. Jubiläumsjahr der „Unabhängigkeit Polens“, die am Nationalfeiertag, dem 11. November, begangen werden wird, ist mit dem großen Treffen in Gnesen/Gniezno eine thematische Beschäftigung über Freiheit und Verantwortung bewusst vorgeschaltet. Hier wird ein öffentlicher Dialog fortgesetzt, mit dem die polnische Gesellschaft sich über Generationen hinweg in Europa und der ganzen Welt immer wieder bekannt gemacht hat.

Zukunftsweisende Impulse dürfen nicht nur erwartet, sondern miteinander errungen und formuliert werden. Namhafte Persönlichkeiten aus Kirche und Theologie, Wissenschaft und Gesellschaft bieten Vorträge und Diskussionen an, z. B. die französische Philosophin Chantal Delsol („Liebe und tu was willst. Christliche Freiheit in einer Welt, in der alles erlaubt ist“) oder Kardinal Peter Turkson aus Ghana, Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen („Der Schmerz der Welt ist der Schmerz der Kirche. Christen für eine bessere Welt“). Während der insgesamt 22 thematischen Workshops werden aktuelle Themen diskutiert, darunter

  • „Wie kann man polnischer Patriot und gleichzeitig solidarischer Europäer sein?“
  • „Ich war ein Fremdling…“ „Christen und Flüchtlinge, ganz praktisch“
  • „Neue Technologien – Chance oder Hindernis für Evangelisation?“
  • „Wie gestaltet sich eine für Frauen und Männer gleichberechtigte Kirche?“
  • „Hassmedien? Freiheit und Hass in den gesellschaftlichen Medien“


Am Abend des ersten Tages wird es einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Markt geben, der dann in der Kathedrale endet. Erzbischof Grzegorz Rys, Lodz, derzeit der namhafteste katholische Prediger in Polen, wird über die Ermahnung des Paulus: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ (Gal. 5,1) predigten. Die weiteren ökumenischen Gottesdienste am den nächsten Tagen finden in den Kirchen der Stadt mit Vertretern der Ökumene als „Zeugen der Freiheit“ statt. Alle Veranstaltungen werden simultan gedolmetscht.

Interessenten an der Teilnahme melden sich bitte bis zum 31. August bei Pfarrer Dr. Justus Werdin, Referent im Berliner Missionswerk für grenzüberschreitende Ökumene, Osteuropa und Pfarrer am Ökumenische Europa-Centrum Frankfurt/O. e. V. per Mail: j.werdin @ bmw.ekbo.de.  Abfahrt am Freitag, 21. September, um 9 Uhr an der Friedenskirche in Frankfurt/Oder. Kosten: 85 Euro für Fahrt und Unterkunft im „Medyk“, einem früheren Studentenwohnheim (Bitte beachten: In diesem Betrag sind die Teilnehmerbeiträge samt Essensversorgung und Eintrittskarten noch nicht enthalten). Mit der Bestätigung der Anmeldung werden weitere Informationen mitgeteilt.



Primas Wojciech Polak. (Foto: Andrzejewski Jerzy)

Primas Wojciech Polak. (Foto: Andrzejewski Jerzy)

 

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