Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Zertifikat an Talitha Kumi verliehen

Nun ist es offiziell: Talitha Kumi trägt das Zertifikat „Exzellente Deutsche Auslandsschule". In einem bewegenden Festakt dankte Roland Herpich, Direktor des Schulträgers Berliner Missionswerk, allen, die in vielen Monaten dazu beigetragen hatten, dieses Gütesiegel zu erringen. Peter Beerwerth, der deutsche Gesandte in Palästina, betonte bei der Übergabe der Urkunde: „Talitha Kumi ist an einem besonderen Ort eine ganz besondere Schule!"

„Seit 166 Jahren sind wir über Talitha Kumi mit dem Heiligen Land verbunden und sind somit ein Teil des Heiligen Landes", betonte Roland Herpich in seiner Dankesrede. Zugleich verwies er auf die unglaubliche Leistung des ganzen Schulteams, die die Auszeichnung erst möglich gemacht habe. „Hier in Palästina unter den schwierigen Rahmenbedingungen die Standards für das Zertifikat zu erfüllen, das war nur möglich dank gemeinsamer großer Anstrengungen."

Dies bestätigte Peter Beerwerth, der darauf verwies, dass Talitha Kumi nun zu einem weltweiten Netz von exzellenten deutschen Auslandsschulen gehört, die sich freiwillig strengen Qualitätsanforderungen unterwerfen. Talitha Kumi - vor 166 Jahren als Mädcheninternat gegründet - sei in den letzten Jahrzehnten stetig im Wandel begriffen gewesen: mit der Übersiedlung von Jerusalem nach Beit Jala, mit dem Wechsel der Schulträgerschaft, der Öffnung der Schule auch für Jungen und mit der Möglichkeit, das Deutsche Internationale Abitur abzulegen. „Welch große Tradition, welch beeindruckender Weg!"
Bei allem Wandel aber habe Talitha Kumi seinen Charakter bewahrt: Bis heute überzeuge die Einrichtung als eine Schule, die sich die Förderung von Frieden und Verständigung zur Aufgabe gemacht habe und die vor allem auch junge Frauen fördere. „Sie können stolz auf Ihre Schule sein!", so Beerwerth.

Zu der Feier, die von musikalischen Darbietungen der Pfadfinder und Schulchöre umrahmt wurde, hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden, u. a. Bischof Dr. Markus Dröge und Kirchenpräsident Joachim Liebig als Vorsitzende des Missionsrates, der neue Bischof in Jerusalem, Sani Ibrahim Azar, Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit als Vorsitzender des Jerusalemsvereins und Generalsuperintendentin Heilgard Asmus. Neben weiteren Vorstandsmitgliedern des Jerusalemsvereins waren Repräsentanten von Kirche und Politik gekommen - und natürlich Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen.
„Wir haben alle Hand in Hand zusammengearbeitet, um diese Auszeichnung zu erringen", fand Schülervertreterin Yara Nazer beeindruckende Worte zum Schluss. „Die Schule hat sich  deutlich weiterentwickelt. Wir sind alle stolz, hier lernen zu dürfen."

Seit 2008 gehört Talitha Kumi zu den deutschen Auslandsschulen. Neben dem palästinensischen bietet es auch den international anerkannten Abschluss „Deutsche Internationale Abiturprüfung“ (DIAP) an. Eine Bund-Länder-Inspektion hatte nach umfangreicher Prüfung der Schule im September 2017 das Gütesiegel „Exzellenzschule" zuerkannt. 

Peter Beerwerth, deutscher Gesandter in Palästina...

Peter Beerwerth, deutscher Gesandter in Palästina (re.), überreicht das Zertifikat an Schuldirektor Peter Lindemann und Jens Nieper, den Vorsitzenden des Schulverwaltungsrates (Fotos: Jutta Klimmt)

Peter Beerwerth, deutscher Gesandter in Palästina...

Direktor Roland Herpich kann neben vielen weiteren Gästen auch den neuen Bischof Sani Ibrahim Azar begrüßen.

Peter Beerwerth, deutscher Gesandter in Palästina...

Auf dem Weg zum Deutschen Internationalen Abitur: Yara Nazer, die Schülervertreterin. Die junge Muslimin kommt täglich aus Hebron zum Unterricht in Talitha Kumi.

 

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