Aktuelles
Bischof Mdegella aus Tansania auf der Frühjahrssynode
20.04.2012 – „Mission heißt heute Partnerschaft“, sagte Dr. Owdenburg Mdegella, Bischof der Diözese Iringa der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, in seinem Grußwort. Er besucht in diesem Jahr die Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Zugleich erinnerte Bischof Mdegella die Synodalen, dass auch die Missionare in früheren Zeiten die Menschen zunächst Lesen, Schreiben und Rechnen lehrten – und erst danach über Taufe sprachen. Er selbst sei ein gutes Beispiel für diese Bildungsarbeit: Nur dank des Berliner Missionswerks habe er zur Schule gehen und studieren können, so Bischof Mdegella weiter.
Die Beziehungen der EKBO zur Diözese Iringa sind vielfältig und lebendig. Das Berliner Missionswerk ist mit Mitarbeitenden sowie mit Ökumenischen Freiwilligen präsent, die jeweils für ein Jahr im Waisenkinderzentrum Huruma arbeiten. Begleitet durch das Missionswerk pflegen der Kirchenkreis Wilmersdorf und – ganz neu – der Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen Partnerschaften mit Kirchenkreisen der Diözese Iringa. „Gerade mit Blick auf die Reformbestrebungen unserer Kirche halte ich es für wichtig, den Blick auf die Geschwister weltweit zu schärfen“, so Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerkes.
Die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), seit 1975 offizielle Partnerkirche der EKBO, ist mit 5,4 Millionen Gliedern die zweitgrößte lutherische Kirche Afrikas und mit einem jährlichen Zuwachs von etwa 8 Prozent eine der am stärksten wachsenden Kirchen in unserer Zeit. Sie ist aus der Mission deutscher, schwedischer und amerikanischer Missionsgesellschaften hervorgegangen; die Berliner Mission ist seit 1891 im Süden Tansanias aktiv. Neben vielen diakonischen Einrichtungen und Schulen der ELCT gehen auch tansanische Städte auf die Gründung durch Berliner Missionare zurück.
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