Zeitungsleser in Äthiopien. Foto: tristam sparks, creative commons, by/nc

Aktuelles

Spendenaufruf: Katastrophenhilfe für Japan

18.04.2011 – Erdbeben, Tsunami  und eine drohende Atomkatastrophe – die christlichen Gemeinden in Japan bitten dringend um Ihre Hilfe.

+++ AKTUELL +++ Bericht aus Iwate von Pfarrerin Hübler-Umemoto vom 05.05.11 (PDF hier) +++ Bilder aus dem Erdbebengebiet (PowerPoint-Datei) +++ Der Kyodan richtet ein Hauptquartier zur Planung von Hilfsmaßnahmen ein (PDF hier) +++ Bericht der Kyodan-Kommission für Katastrophenhilfe über eine Fahrt in das Tsunamigebiet vom 17.03.11 (PDF hier) +++ Blog des Kyodan zum Erdbeben mit englischen Texten (Link) +++ Der Tod eines Mitglieds der Ishinomaki-Eiko-Kirche wurde bestätigt +++ Sieben Mitglieder der Sendai-Kita-3-bancho-Kirche werden noch vermisst +++ Ein Team der NGO "Crash Japan" hat die Verüwstungen im Innerem der Shinsei-Kamaishi-Kirche beseitigt +++ Eine Mitarbeiterin der Kinderkrippe der Iwaki-Kirche starb durch den Tsunami, während sie besorgte Eltern kontaktierte +++ Die Sendai-Itsutsubashi-Kirche vermisst noch fünf Mitglieder +++ Die Miyagino-Aisen-Kirche bietet Obdachlosen Zuflucht, ihr sind jedoch die Nahrungsmittel ausgegangen +++ AKTUELL +++


Der 11. März 2011 brachte Verwüstung und unbeschreibliches Leid über weite Teile der japanischen Ostküste. Tausende Menschen verloren durch das Erdbeben und den dadurch ausgelösten Tsunami ihr Leben, Hunderttausende sind ohne Obdach, Millionen sind von einer Atomkatastrophe bedroht. Eine Zerstörung solchen Ausmaßes ist für ein Industrieland wie Japan bisher kaum vorstellbar gewesen. Die deutsche Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Tokio-Yokohama, Elisabeth Hübler-Umemoto, hat deshalb um Hilfe aus Deutschland gebeten.

Was wird benötigt?
Viele Gemeindeglieder unserer Partnerkirche, der Vereinigten Kirche Christi in Japan (Kyodan), haben alles verloren und sind in Notunterkünften untergebracht. Für sie werden dringend Lebensmittel, Decken und Medikamente gebraucht. Ziel ist es außerdem, eine kurzfristige Besserung ihrer Lage zu verschaffen, indem sie zum Beispiel zu Verwandten reisen können. Die Pfarrerin bittet um Spenden für „unbürokratische Hilfsmaßnahmen“, das heißt, dass mit dem Geld dringend benötigte Sachspenden besorgt werden können. Zahlreiche Kirchen wurden vom Erdbeben zerstört und sollen langfristig wieder aufgebaut werden. Sämtliche Spendengelder werden an den Kyodan weitergeleitet.

In welcher Lage befinden sich die christlichen Gemeinden?
Das Berliner Missionswerk steht in direktem Kontakt mit Pfarrerin Hübler-Umemote und mit Pfarrerin Akiba-Krämer der Berliner japanischen Gemeinde, die sich zurzeit in Japan befindet. Von unserer Partnerkirche wissen wir, dass in den vom Erdbeben besonders betroffenen Gebieten rund 35 ihrer Gemeinden liegen.

Leider gibt es von zahlreichen Gemeindemitgliedern entlang der Küste keine Nachrichten. In der Ofunado-Gemeinde werden Mitglieder vermisst. Die Pfarrerinnen und Pfarrer scheinen überlebt zu haben, aber es gelingt uns nicht, Kontakt zu einigen Gemeinden im Regierungsbezirk von Iwate zu bekommen.

Im Hokkai-Bezirk im Regierungsbezirk Hokaido wurde die Horoizumi-Kirche vollkommen überflutet. Gemeindemitglieder aus Urakawa sind erkrankt. Von ungefähr einem Drittel der Kirchen und Gemeinden in diesem Bezirk konnten wir keine Nachrichten bekommen. Schwere Schäden gibt es im Kirchenbezirk Tohoku an acht Kirchengebäuden und einem Kindergarten in den Regierungsbezirken Miyagi, Fukushima und Yamagata. Im Kirchenbezirk Kanto Kyoku wurden zehn Kirchen zum Teil schwer durch das Erdbeben und die Flut getroffen, sowie zwei Kindergärten.

Die Geschichte der deutsch-japanischen Partnerschaft
Erste Beziehungen unserer Landeskirche nach Japan gehen zurück in die 1960er Jahre. Seitdem gibt es persönliche Besuche und Kontakte. Die Deutsche Ostasien Mission (DOAM) ist Mitträger des Berliner Missionswerkes. Ihre protestantische Mission begann vor über 150 Jahren im Jahre 1859. Heute hat die Vereinigte Kirche Christi in Japan (Kyodan) etwa 200.000 Mitglieder.

Spenden und Gebete
Pfarrerin Akiba-Krämer und Pfarrerin Hübler-Umemoto berichten uns, dass die weltweiten Fürbitten, Andachten und Gottesdienste den Menschen viel Trost und Kraft gegeben haben. Wir bitten auch Sie um Ihre Gebete und Ihre Unterstützung der christlichen Gemeinden in Japan. Vielen Dank!

Hier online spenden

Spendenkonto
Berliner Missionswerk
Bank: Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel
Konto-Nummer: 71 617
Bankleitzahl: 210 602 37
Projektnummer: 5311 (Bitte bei Überweisungen angeben.)
Stichwort: "Katastrophenhilfe Japan"

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die zerstörte Shinsei Kamaishi Kirche in der Präfektur Iwate, die bis auf Höhe des ersten Stockwerks vom Tsunami verwüstet wurde. Angeschwemmtes Schweröl hat das Gebäude unwiederbringlich zerstört. (eingestellt: 22.03.2011)

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Die schwer beschädigte Kirche im Hintergrund, links davon das Pfarramt. (eingestellt: 22.03.2011)

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Der Tsunami hat im Umkreis der Kirche große Zerstörung angerichtet. (eingestellt: 22.03.2011)

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Die Stadt Kamaishi liegt direkt am Pazifischen Ozean, von wo aus die zerstörerische Welle die Stadt verwüstete. (eingestellt: 22.03.2011)

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Mitglieder der Organisation "Christian Relief, Assistance, Support and Hope" (CRASH Japan) haben inzwischen das Innere der Shinsei-Kamaishi-Kirche von angeschwemmtem Schutt befreit. (eingestellt: 24.03.2011)

Fotos von Pfarrer Ohara aus dem Distrikt Ou: Die...

Ein Überlebender (rechts) musste bei Schneefall eine Nacht lang auf dem Dach eines dreigeschossigen Hauses ausharren. Er wurde von Pastoren des Kyodan (links) gefunden und nach Sendai City gefahren, wo er von Arbeitskollegen emotional begrüßt wurde. Niemand hatte bis zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass der Mann überlebt hatte. (eingestellt: 24.03.2011)

 

Spendenaufruf als Flyer herunterladen (810 kB)

Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Newsletter

Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden

Das Berliner Missionswerk verschickt mindestens einmal im Monat einen Newsletter mit aktuellen Informationen über unsere Veranstaltungen, Partnerkirchen und Projekte.
Anmeldung zum Newsletter

Spendenprojekte

Projekte

Menschen stark machen

Hier gelangen Sie direkt zu unseren Projekten:


Kampagne

mission.de

mission.de

"Was bedeutet Mission heute?" - Antworten gibt die Kampagne "mission.de", zu deren Trägern das Berliner Missionswerk gehört.
zur Kampagnen-Website