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4. interreligiöser Studientag: „Wie erfahre ich Gott gnädig und gerecht?“ (Berliner Missionswerk, Berlin-Friedrichshain)

4. interreligiöser Studientag: „Wie erfahre ich Gott gnädig und gerecht?“ - Jüdische, christliche und muslimische Perspektiven, Donnerstag, 30. März, 9.30-17 Uhr, Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstr. 70, Wangemannsaal (2. Ebene).

„Gott ist barmherzig und gnädig“ – doch so einfach das auf den ersten Blick klingen mag, alle haben ein gewisses Problem: Keiner mag von einem Gott reden, dem alles egal ist noch von einem Gott als „Rechnungsprüfer“ der nur nach Himmel und Hölle einteilt. Wie lassen sich Gnade und Gerechtigkeit, Glaube und Heilsgewissheit mit dem Gedanken an Gottes Freiheit und Gottes Gericht zusammenbringen? Intellektuell und existentiell eine Herausforderung, der wir uns bei diesem Studientag im interreligiösen Gespräch auf der Grundlage der jeweiligen Heiligen Texte und Traditionen stellen wollen.

Im Judentum steht Gottes Treue über aller menschlichen Untreue. Und im Islam beginnen die meisten Suren mit dem Anruf von Gott, dem Barmherzigen. Die Reformation stellt das „sola gratia“ in den Mittelpunkt. Doch allein mit der Beobachtung, dass die Rede vom barmherzigen Gott eine wichtige theologische und spirituelle Grundlage für Judentum, Christentum und Islam darstellt, ist es nicht getan.

Gerade aus protestantisch-lutherischer Perspektive ist die Rede von „Gesetz und Evangelium“ ambivalent  und wurde oft in abwertender Weise gegenüber „Juden, Türken und Papisten“ benutzt. Es ist die Frage, ob und inwieweit diese Gegenüberstellung von "Gesetz" und "Evangelium" überhaupt im Dialog mit Judentum und Islam angemessene Kategorien sein können. Spitz gefragt: Trennt uns der gnädige Gott von den anderen Religionen?

Programm:

9.30 Uhr    Ankommen mit Tee/ Kaffee
10.00 Uhr    Begrüßung: Dr. Andreas Goetze; Einführende Gedanken durch Propst Dr. Christian Stäblein
   
10.30 Uhr    „Wie erfahre ich Gott gnädig und gerecht?“: Drei Statements von drei Vertreter*innen der drei Religionen (Je 30 Minuten und dann Diskussion im Plenum)

  •     Jüdische Perspektive: Dr. Ulrike Offenberg, Berlin
  •     Christliche Perspektive: Dr. Matthias Loerbroks, Berlin
  •     Muslimische Perspektive: Jun.-Prof. Dr. Muna Tatari, Padderborn (angefragt)


13.00 Uhr    Mittagessen

14.00 Uhr    Arbeitsgruppen, jeweils jüdisch-muslimisch-christlich besetzt: Je ein Text aus einer Tradition steht im Mittelpunkt. Einführung aus der entsprechenden Tradition (15 Minuten). Zwei Kommentare durch die Vertreter*innen aus beiden anderen Religionsgemeinschaften (je 5-8 Minuten) Diskussion in der Gruppe

15.30 Uhr    Schlussplenum mit den Impulsgeber*innen vom Vormittag; Moderation: Dr. Andreas Goetze
17.00 Uhr    Abschluss des Tages

Ein Raum für das muslimische Mittagsgebet ist vorgesehen.

Zielgruppe: Religionslehrerinnen und -lehrer, Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen und -pädagogen Ökumenebeauftragte, Beauftragte für das interreligiöse Gespräch, Studierende der Theologie und Religionswissenschaften und Interessierte am jüdisch-christlich-muslimischen Gespräch.

Kosten: 15 Euro (inkl. Verpflegung); Studierende: 5 Euro; Anmeldungen erbeten bis Dienstag, den 28. März 2017, an Dr. Andreas Goetze, a.goetze @ bmw.ekbo.de.

Veranstalter: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum

 

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