Mosaik aus der Hagia Sophia in Konstantinopel/Istanbul

Fortbildungen/Studienreisen


Interreligiöse Kompetenzen entwickeln und stärken – hier finden Sie einige Angebote, Themen und Module für Ihre Fortbildung oder Ihre Gemeindeveranstaltung


Aktuelle Angebote

 

2. November, 16–18.30 Uhr


Fortbildungs-Veranstaltung zur Ausstellung „Überall Luthers Worte ...” – Martin Luther im Nationalsozialismus; anschließend fakultatives Abendforum: Kirchen im Umgang mit ihrer Geschichte nach 1945, Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstr. 8, 10963 Berlin-Mitte

• Wie standen die Nationalsozialisten zu Religion und Kirche – und
speziell zu Martin Luther?
• Wie verhielten sich Christen in Deutschland zum Reformator und
seinem „Erbe” in der NS-Zeit?
• Wie wurde der „deutsche Luther“ in Theologie und Kirche aufgenommen
und verherrlicht?

Mit diesen Fragestellungen laden wir Sie ein zu einem Fortbildungsnachmittag, der sich mit der Verwendung von Luther und Luthers Texten in der Zeit des Nationalsozialismus befasst. Die völkische Glaubensbewegung „Deutsche Christen“ innerhalb der evangelischen Landeskirchen sah mit dem NS-Regime „die Vollendung der deutschen Reformation im Geiste Martin Luthers“ gekommen. In das Jahr 1933 fielen die Feierlichkeiten zu Luthers 450. Geburtstag, aber auch die Konflikte zwischen „Bekennender Kirche” und „Deutschen Christen”. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Luther von verschiedenen Akteuren „vereinnahmt”: zur Legitimation des Krieges – aber auch, um ein  „Widerstandsrecht” gegen das Unrechtsregime herzuleiten.

Dietrich Bonhoeffer stellte schon 1937 fest: „Überall Luthers Worte und doch aus der Wahrheit in Selbstbetrug verkehrt“. Wenige Jahre später fragte er sich, „warum aus Luthers Tat Folgen entstehen mussten, die genau das Gegenteil von dem waren, was er wollte“.

Interessante Texte, aufschlussreiches Bildmaterial z. B. zu dem unter den Nazis florierenden Kirchenbau, zur sakralen Kunst im Nationalsozialismus geben einen spannenden Einblick in die Instrumentalisierung von Religion für politische und rassistische Zwecke.

Wir fragen danach, wie man heute im schulischen und gemeindlichen Kontext angemessen pädagogisch und theologisch antisemitischen Tendenzen sowie rassistischen und deutschnationalen Tönen in der Gesellschaft begegnen kann.

Führung durch die Ausstellung: Dr. Ulrich Prehn, Kurator der Ausstellung
und Mitarbeiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Programm

  • 15.30 Uhr Ankommen – erster Eindruck der Ausstellung
  • 16.00 Uhr Beginn in einem Raum in der Topographie
  • Kurze Vorstellung
  • Einführung in das Thema: Dr. Andreas Goetze
  • Einführung in die Ausstellung: Dr. Ulrich Prehn
  • 16.30 Uhr Führung durch die Ausstellung (Ulrich Prehn/Marion Gardei)
  • 17.15 Uhr eigene Zeit in der Ausstellung
  • 17.45 Uhr Reflexion im Plenum – Rückfragen – Thematische Vertiefung
  • 18.30 Uhr Abendimbiss für alle, die bei der Abschlussveranstaltung dabei sind
  • 19.00 Uhr: Kirchen im Umgang mit ihrer Geschichte nach 1945


Podiumsgespräch
mit

  • Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster
  • Dr. Stephan Linck, Hamburg
  • Prof. Dr. Peter Steinbach, Berlin


Moderation:
Pfarrerin Marion Gardei, Berlin

Ort: Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstr. 8, 10963 Berlin-Mitte

Um Anmeldung bis zum 31. Oktober wird gebeten bei Dr. Andreas Goetze, a.goetze @ bmw.ekbo.de. Teilen Sie uns bitte mit, ob Sie am Abendimbiss teilnehmen möchten.

Teilnahmebeitrag: 5 Euro, mit Abendimbiss: 10 Euro

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt; die Anmeldungen finden nach Reihenfolge des Eingangs Berücksichtigung.


Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de