Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 

Freitag, 12. Oktober, 19.30 Uhr

Im Rahmen des „theologischen Salons“ in Rädigke: "Religionen – Anstiftung zum Frieden oder zur Gewalt?"

  • Referent: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog der EKBO, zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität.
  • Ort:14823 Rabenstein/Fläming, OT Rädigke, Hauptstr. 40 (Fläming-Bibliothekssaal im Gasthof Moritz)


Die Welt ist voll Gewalt. Und oft wird zur Rechtfertigung der eigenen Gewalttätigkeit die eigene Religion oder Weltanschauung herangezogen. Menschliche Allmachtsphantasien legitimieren Gewalt und Krieg mit „einem höheren Zweck“, „der Rettung der Menschheit“, „dem Willen Gottes“. Nun sind die Konflikte dieser Welt mehrheitlich keine religiösen Konflikte, sondern politische und soziale. Religion kann allerdings solche Konflikte verstärken. Und religiöse Symbolik wird eingesetzt, um die eigene Handlung mit höchsten Weihen zu legitimieren. Wie kann die Spirale der alltäglichen Gewalt durchbrochen werden? Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialog für die Zivilgesellschaft? Und welche Haltung hilft, sich auch persönlich nicht von Aggression und Gewalt bestimmen zu lassen?

Veranstalter: Kirchenkreis Rädigke-Belzig

 

Dienstag, 16. Oktober, 18 Uhr

Herausforderung christlich-islamischer Dialog, Referent und Gesprächspartner bei der Einführung in die „Islamischen Welten“ und zum christlich-islamischen Dialog: Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog in der EKBO.

Ort: Martin-Niemöller-Haus, Pacelliallee 61, 14195 Berlin-Dahlem (über U3, X83,M11 (Dahlem Dorf), Bus 110 (Domäne Dahlem)

Das Verhältnis zu ihrer Religion ist bei Menschen mit muslimischen Wurzeln genauso bunt und vielfältig wie das in anderen Religionen und Weltanschauungen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern. Sie sind geprägt von Stadt oder Land, gehören unterschiedlichen Bildungsschichten an. Der Islam ist darüber hinaus konfessionell so vielfältig wie Judentum und Christentum.
Das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft ist komplex. So ist es verführerisch, sich an einfache Antworten zu hängen. Eine differenzierte Sicht auf die so genannte „islamische Welt“ ist aber notwendig, eil tief sitzende Vorurteile und Angst empfänglich machen für mediale Vereinfachungen und Stereotype.

Veranstalter: Evang. Kirchengemeinde Dahlem, Martin-Niemöller -Haus

 

Dienstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr

Vortrag: „Als Jude in Neukölln“

  • Referent: Armin Langer, Autor, M.A. jüdische Theologie, Mitbegründer der Initiative „Salaam-Schalom“
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog der EKBO
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


„Neukölln ist eine No-go-Area für Juden“, heißt es immer und immer wieder in Presseberichten. Gegenden mit einer höheren Anzahl an Muslimen, wie der Berliner Bezirk Neukölln, sind seien gefährlich für Juden. Natürlich gibt es Antisemitismus unter Muslimen – die überspitzte Darstellung der Muslime als die alleinigen Träger des Antisemitismus löst aber das Problem der Judenfeindlichkeit nicht und fördert lediglich die antimuslimische Panikmache der Neuen Rechten. Armin Langer engagiert sich als Aktivist der Salaam-Schalom Initiative seit Jahren gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in seinem Neuköllner Kiez, 2016 veröffentlichte er das Buch „Ein Jude in Neukölln – Mein Weg zum Miteinander der Religionen“ und 2018 den Sammelband „Fremdgemacht und Reorientiert – Jüdisch-muslimische Verflechtungen"

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro

 

Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr

Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938: „'Das wird man doch noch ´mal sagen dürfen!' Antisemitismus heute – von was reden wir eigentlich, wenn wir reden von…"

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Antisemitismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Nicht nur im Nahen Osten, im spannungsreichen Konfliktfeld zwischen Israel und manchen arabischen Staaten, sondern auch in Europa und in Deutschland. Antisemitische Äußerungen sind an Berliner Schulen zu hören, sie sind aber auch in den deutschen Medien, in Zeitungen, den Radio- und Fernsehsendungen zu vernehmen. Doch was verstehen wir eigentlich unter Antisemitismus? Die häufige Verwendung macht einen Begriff unscharf. Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Antisemitismus oder Antijudaismus reden? Nimmt der Antisemitismus durch arabische Flüchtlinge zu? Und was können wir, 80 Jahre nach der Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938 und der ihr folgenden Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Deutschen während des "Dritten Reichs", heute tun? Wie kann Verständnis und Toleranz gefördert werden?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West



Sonntag, 18. November 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West

 

Dienstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr

Vortrag: "Religion auf hoher See"

  • Referentin: Katharina Plehn-Martins, Studium der Theologie und Judaistik in Berlin und Jerusalem, arbeitete 21 Jahre als Pfarrerin einer Berliner Innenstadtgemeinde. Inzwischen ist sie als Dozentin, Berufs- und Persönlichkeits-Coach tätig und als Bordgeistliche auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


Das Thema verblüfft. Wo gibt es „Religion auf hoher See“? Auf Kreuzfahrtschiffen! Reisen zur See hat Hochkonjunktur mit steigender Tendenz. Neben der Crew, den Gästen und Künstlern begleiten auch Bordgeistliche die Reisenden. Durchgängig auf manchen Schiffen, auf anderen nur an hohen christlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Einige Reedereien sind sich des kulturell-religiösen Reichtums kirchlicher Feiertage und der Bedeutung von Festzeiten bewusst, von den Gästen werden die spirituellen Angebote gerne angenommen. Die Bordgeistliche Katharina Plehn-Martins berichtet auf tiefgründig-unterhaltsame Weise in ihrem Buch „Segen auf See“ davon. Wir laden ein zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch über Religion, Gesellschaftstrends und die spirituelle Bedeutung von Festzeiten und Lebens-Rhythmen in und außerhalb des Alltäglichen.


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro.




 

 

 

Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de