Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 

Mittwoch, 18. Oktober, 19 Uhr

„Abgrenzen! Ausgrenzen!“ – Reformation und Islam
Ort: Petruskirche, Oberhoferplatz, 12207 Berlin (Nähe S-Lichterfelde-Ost)

Was dachte Martin Luther über Muslime, den Islam? Und was sagten die anderen Reformatoren? Den Koran fand Martin Luther nützlich zu übersetzen, damit die Irrlehren erkennbar werden. Seine Haltung zu den anderen Religionen war wie die vieler Menschen in seiner Zeit: Abgrenzen und Ausgrenzen: Gleichzeitig hat Luther die Gewissensfreiheit neu in das Zentrum des Glaubens gerückt – und war mutig,  gegen Kaiser und Kirche vor dem Reichstag in Worms aufzustehen. Die Liebe und Vergebung, ja sogar die „Toleranz Gottes“ hat er betont – und doch hat er abgewertet und gedroht. Wie lassen sich diese Widersprüche verstehen? Muss man Luther gegen Luther lesen? Und welche Bilder prägen unsere Sicht auf Andere, die anders glauben, insbesondere auf den Islam bis heute? Einführend wird die Zeit um 1500 angesprochen, die gesellschaftlichen, politischen und religiösen Umbrüche thematisiert und eingeladen zum Gespräch über die Möglichkeiten, Chancen und Schwierigkeiten im christlich-islamischen Dialog.

Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf, Berlin-Lichterfelde

Sonntag, 12. November, 10 Uhr (Gottesdienst)

„…nun gehe hin und lerne“
(5. Mose 5,1 – Psalm 119,105 – Matth. 11,29 – 1. Thess. 1,9)

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Mitglieder des Jazz-Ensembles Berlin, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe


Wir wissen so viel. Aber was lernen wir (daraus)? Hillel, der große jüdische Denker, schrieb: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem nächsten nicht. Das ist die ganze Tora. Alles andere ist Kommentar. Nun gehe hin und lerne“. Wir leben in unübersichtlichen Zeiten. einfache Lösungen im Schwarz-Weiß-Denken haben Konjunktur. Wie kann ich lernen, die Geister zu unterscheiden; zu erkennen, was wirklich tragfähig ist, was nur Lug und Trug?

Veranstalter: Evang. Johanneskirchengemeinde, Berlin-Lichterfelde-West

 

Dienstag, 14. November, 19.30 Uhr

„Weiblich, migrantisch, muslimisch – Aus dem Leben einer Muslimin“
Referentin: Dipl.-Ing. Berrin Ileri, Informatikerin und Vorstandsvorsitzende des Forum Dialog


Die muslimische Frau gehört zum Zerrbild des Islam. Oft wird sie als unterdrückte, ihrer eigenen Mündigkeit beraubte Hausfrau wahrgenommen. Doch wie sieht es tatsächlich mit der Rolle der migrantischen, muslimischen Frau aus? Welche Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen erlebt sie im Alltag und sollte die Erwähnung ihrer Person sich nur darauf beschränken? Unterscheiden sich die Herausforderungen denen sich eine Frau heutzutage stellen muss von denen einer muslimischen Frau? Wie steht es um das Zugehörigkeitsgefühl in Deutschland? Existiert eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis? Welche Vorzüge bringt das weiblich, „migrantisch“, muslimisch sein mit sich? Der Abend ist eine persönliche Reflexion und möchte Ihnen einen Einblick in die Lebenswelten von Musliminnen geben.

Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8.- Euro, für Studierende 3.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50 Euro.

Donnerstag, 16. November, 19.30 Uhr

„Abgrenzen! Ausgrenzen!“ – Luther und die anderen Religionen
Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin


Die Juden als Brüder – aber nur, wenn sie sich bekehren! Sonst droht Vertreibung und Schlimmeres. Den Koran fand Martin Luther nützlich zu übersetzen, damit die Irrlehren erkennbar werden. Seine Haltung zu den anderen Religionen war wie die vieler Menschen in seiner Zeit: Abgrenzen und Ausgrenzen: Gleichzeitig hat Luther die Gewissensfreiheit neu in das Zentrum des Glaubens gerückt – und war mutig,  gegen Kaiser und Kirche vor dem Reichstag in Worms aufzustehen. Die Liebe und Vergebung, ja sogar die „Toleranz Gottes“ hat er betont – und doch hat er abgewertet und gedroht.
Wie lassen sich diese Widerspräche verstehen? Muss man Luther gegen Luther lesen? Und welche Bilder prägen unsere Sicht auf die anderen bis heute? Eine Spurensuche.

Referent: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

Veranstalter: Evang. Johanneskirchengemeinde, Berlin-Lichterfelde-West


Sonntag, 19. November, 11 Uhr (Gottesdienst am Friedenssonntag)

„Schalom – Salam – Friede sei mit Euch!“

  • Ort: Philipp-Melanchthon-Kapelle, Orchideenweg 77, 12357 Berlin-Buckow (Nähe Bus 172)
  • Gestaltung: Pfarrer Dr. Andreas Goetze und Pfarrerin Karin Singha-Gnauck


Wer nach Israel-Palästina kommt, ist mit einer komplexen Situation konfrontiert. Auf einer Studien- und Begegnungsreise im August unter der Leitung von Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog, und Karin Singha-Gnauck, Pfarrerin der Dreieinigkeitsgemeinde und stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Neukölln, traf die Gruppe Juden, Muslime und Christen. Mit der Partnerkirche der EKBO, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL) feierten die Teilnehmenden in Beit Sahour den Sonntagsgottesdienst mit. Sie besuchten Nes Ammim, die christliche Siedlung nördlich von Akko, die nach der Shoa beim Aufbau des Landes Versöhnungsarbeit leistete und heute noch ein Studienzentrum für den jüdisch-christlichen Dialog in Israel ist. Weitere Begegnungen brachten die verschiedenen Narrative (jüdisch-israelische und palästinensische) nahe im durch eine z. T. acht Meter hohe Mauer getrennte Völker.

Wie können wir auf Frieden hoffen – mit den Menschen, die auf beiden Seiten um ihre Existenzgrundlage ringen? Wie mag es uns gelingen, weder zu resignieren noch sich auf eine Seite zu schlagen – auf Kosten der anderen?

In diesem Gottesdienst am Friedenssonntag (Volkstrauertag) wollen wir für die Christinnen und Christen im Nahen und Mittleren Osten und für alle bedrängten und unter Krieg leidenden Menschen beten. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Gottesdienst mitzufeiern.

Veranstalter: Dreieinigkeitsgemeinde, Berlin-Buckow





Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de