Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 

Sonntag, 26. August, 18 Uhr (Gottesdienst)

Im Rahmen der Predigtreihe „Wahrheiten im Konflikt: "Leben mit Unterschieden und interkulturelle Konflikte" (Römer 15,1-7)

  • Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz 1, 10789 Berlin
  • Predigt: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Unterschiede und Andersartigkeit werden heute mehr denn je betont. Wir stehen vor der Herausforderung, in einer pluralen Welt zusammenzuleben. Inwieweit können die Religionen mit ihren spirituellen Schätzen dafür Impulse geben? Im Anschluss an die Gottesdienste besteht jeweils die Möglichkeit, über die Predigt ins Gespräch zu kommen.

Ein Gottesdienst in der Reihe „Wahrheiten im Konflikt“. Im Johannesevangelium wird Jesus von Pilatus gefragt: „Was ist Wahrheit?" (18,38). Klugerweise wird Jesu Antwort darauf nicht berichtet. Denn das Ringen um eine einzige und unfehlbare Wahrheit stiftet seit Menschengedenken Zwietracht und Konflikte. Auch um die Frage: „Wer hat Recht?" wird regelmäßig gestritten - in der Politik, in Familien oder in Kommentarfunktionen im Internet. Mit solchen Konflikten beschäftigt sich die Predigtreihe.

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin

 

Sonntag, 9. September 2018, 18 Uhr (Psalm-Ton-Gottesdienst)

Thema: Psalm 77 - „Sachor! – Ich will mich erinnern, dass ich nicht vergessen will“

  • Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz 1, 10789 Berlin
  • Predigt: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble (Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe)


„Erinnern“ ist ein Grundwort und Grundakt im Judentum wie auch im Christentum und Islam. So auch im Psalm 77. Wir erinnern uns an die Geschichte und Geschichten Gottes mit den Menschen, die in der Heiligen Schrift erzählt werden. Würde die Erinnerung aussetzen, wäre die Religion ihrer Grundlage beraubt. Und der Mensch der Orientierung. „Sachor“ ist hebräisch und bedeutet übersetzt: „gedenke, erinnere dich!“. 169 Mal wird das Wort „sachor“ in der hebräischen Bibel erwähnt. Ohne die Fähigkeit der Erinnerung gäbe es das jüdische Volk wohl heute nicht mehr. Der christliche Glaube lebt davon, dass er sich seiner jüdischen Wurzeln erinnert. Und der Islam erinnert sich immer wieder an die Zeit des Propheten Muhammad als Richtschnur zum Leben und Glauben. Für wen also erinnern? Und was? Ein Gottesdienst, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet, um für die Zukunft eine Perspektive zu gewinnen.

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin

Mittwoch, 12. September, 19 Uhr

Vortrag im Rahmen der Gubener Gespräche „Kirche findet Stadt“: "Religionsfreiheit - ein Grundrecht?!"

  • Referent: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Volkshaus Guben, Bahnhofstraße 6, 03172 Guben


Lass mich bloß in Ruh´ mit Religion - wäre die Welt nicht besser, wenn es gar keine Religion gäbe? Wieso leisten wir uns in Deutschland eigentlich die Religionsfreiheit als Grundrecht (übernommen aus der Weimarer Verfassung)? Ist Religion, wenn überhaupt, nicht nur Privatsache? Wie ist von unserer Verfassung her Verständnis des weltanschaulich neutralen Staat und damit das Verhältnis von Staat und Religion gefasst? Dabei kommt die Entwicklung der Religiosität in Deutschland ebenso zur Sprache wie die aktuellen Herausforderungen zur Religionsfreiheit (Kopftuch, Kreuz, Kippa, Turban) in der Praxis.

Veranstalter: Stadtökumene christlicher Kirchen in Guben

 

Mittwoch, 18. September 2018, 19.30 Uhr

„Der Holocaust und der Staat Israel - Wahrnehmung, Genese und Gestaltung der Erinnerung“


Wie hat die Erfahrung des Holocaust die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit in Israel geprägt? Welche entscheidenden Stationen in der Wahrnehmung des Holocaust und der Auseinandersetzung mit ihm sind in der Geschichte des Staates Israel zu verzeichnen? Welche Formen der Erinnerung haben sich in einem säkularen Staat entwickelt, in dem ein Volk lebt, dessen Geschichte und Identität wesentlich von religiösen Mustern bestimmt wird?

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro.

Weitere Termine:

  • Dienstag, 23. Oktober 2018
  • Dienstag, 20. November 2018
  • Dienstag, 4. Dezember 2018



Dienstag, 25. September 2018, 18 Uhr

„Dem Rad in die Speichen fallen“: Dietrich Bonhoeffer, der Theologe des Widerstandes– ein besonderer Stadtrundgang. Mit

  • Ralf Herold, Diplom-Theologe, MA in Erwachsenenbildung, Berlin
  • Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Treffpunkt: Eingang Neue Nationalgalerie, Kulturforum. Endpunkt S-Bahn Anhalter Bahnhof.


Mit diesem Rundgang durch Berlins Mitte bewegen wir uns auf den Spuren Dietrich Bonhoeffers, des Theologen zur Zeit des Dritten Reiches, der vielleicht wie kein anderer Leben und Theologie miteinander verknüpfte. Bonhoeffers Glaube hatte Konsequenzen für sein Leben und Handeln. Er beteiligte sich am Widerstand, befürwortete und unterstütze Attentatspläne auf Hitler und bezahlte letztendlich seinen Widerstand gegen das Regime noch im April 1945 mit seinem Leben.
Dieser gut zweistündige Rundgang führt uns u.a. zur Ordinationskirche Bonhoeffers, zum Ort des ehemaligen Volksgerichtshofs und dem damaligen Gestapo-Hauptquartier, einer von Bonhoeffers Haftorten. Bonhoeffers Rolle im Widerstand, seine Entwicklung und wesentliche Ereignisse seiner letzten Lebensjahre werden deutlich.

Kostenbeitrag: 5 Euro, Studierende 2 Euro
Veranstalter: Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum in Zusammenarbeit mit theoarts, Theologie an Ort & Stelle.


Sonntag, 30. September 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Auge um Auge - Zahn um Zahn“ - Rechtsfrieden und soziale Gerechtigkeit heute (2. Mose 21, 22-25)

  • Ort: Bethlehemkirche, Berlin-Neukölln (Rixdorf am Richardplatz)
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Wenn es darum geht, harte Vergeltung oder grausame Gewaltanwendung auf eine griffige Kurzformel zu bringen, muss zumeist das Bibelwort „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ herhalten. Gleiches mit Gleichem vergelten, jemandem mit gleicher Münze heimzahlen: Das Wort wird meist benutzt, um sich selbst abzugrenzen von einer Reaktionsweise, die damit als unreflektiert und rücksichtslos hingestellt werden soll. „Auge um Auge" stehe für unbedingte Vergeltung ohne menschliches Maß. Ein Gott, der solches Recht setze, wird dann ein „rachsüchtiger“ Gott genannt, seine Weisung „alttestamentarisch“ und damit überholt, antiquiert, einer modernen demokratischen und sozialen Gesellschaft unwürdig. Ein Gottesdienst, der auf Spurensuche geht, inwiefern die sprichwörtlich gewordene moderne Verwendung des Zitates dem biblischen Befund überhaupt gerecht wird. Wie kann heute Frieden und Gerechtigkeit ins Recht gesetzt werden?

Veranstalter: Evang. Gemeinde Rixdorf

 

 

Freitag, 12. Oktober, 19.30 Uhr

Im Rahmen des „theologischen Salons“ in Rädigke: "Religionen – Anstiftung zum Frieden oder zur Gewalt?"

  • Referent: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität.
  • Ort:14823 Rabenstein/Fläming, OT Rädigke, Hauptstr. 40 (Fläming-Bibliothekssaal im Gasthof Moritz)


Die Welt ist voll Gewalt. Und oft wird zur Rechtfertigung der eigenen Gewalttätigkeit die eigene Religion oder Weltanschauung herangezogen. Menschliche Allmachtsphantasien legitimieren Gewalt und Krieg mit „einem höheren Zweck“, „der Rettung der Menschheit“, „dem Willen Gottes“. Nun sind die Konflikte dieser Welt mehrheitlich keine religiösen Konflikte, sondern politische und soziale. Religion kann allerdings solche Konflikte verstärken. Und religiöse Symbolik wird eingesetzt, um die eigene Handlung mit höchsten Weihen zu legitimieren. Wie kann die Spirale der alltäglichen Gewalt durchbrochen werden? Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialog für die Zivilgesellschaft? Und welche Haltung hilft, sich auch persönlich nicht von Aggression und Gewalt bestimmen zu lassen?

Veranstalter: Kirchenkreis Rädigke-Belzig

 

Dienstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr

Vortrag: „Als Jude in Neukölln“

  • Referent: Armin Langer, Autor, M.A. jüdische Theologie, Mitbegründer der Initiative „Salaam-Schalom“
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


„Neukölln ist eine No-go-Area für Juden“, heißt es immer und immer wieder in Presseberichten. Gegenden mit einer höheren Anzahl an Muslimen, wie der Berliner Bezirk Neukölln, sind seien gefährlich für Juden. Natürlich gibt es Antisemitismus unter Muslimen – die überspitzte Darstellung der Muslime als die alleinigen Träger des Antisemitismus löst aber das Problem der Judenfeindlichkeit nicht und fördert lediglich die antimuslimische Panikmache der Neuen Rechten. Armin Langer engagiert sich als Aktivist der Salaam-Schalom Initiative seit Jahren gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in seinem Neuköllner Kiez, 2016 veröffentlichte er das Buch „Ein Jude in Neukölln – Mein Weg zum Miteinander der Religionen“ und 2018 den Sammelband „Fremdgemacht und Reorientiert – Jüdisch-muslimische Verflechtungen"

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro

 

Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr

Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938: „'Das wird man doch noch ´mal sagen dürfen!' Antisemitismus heute – von was reden wir eigentlich, wenn wir reden von…"

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Antisemitismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Nicht nur im Nahen Osten, im spannungsreichen Konfliktfeld zwischen Israel und manchen arabischen Staaten, sondern auch in Europa und in Deutschland. Antisemitische Äußerungen sind an Berliner Schulen zu hören, sie sind aber auch in den deutschen Medien, in Zeitungen, den Radio- und Fernsehsendungen zu vernehmen. Doch was verstehen wir eigentlich unter Antisemitismus? Die häufige Verwendung macht einen Begriff unscharf. Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Antisemitismus oder Antijudaismus reden? Nimmt der Antisemitismus durch arabische Flüchtlinge zu? Und was können wir, 80 Jahre nach der Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938 und der ihr folgenden Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Deutschen während des "Dritten Reichs", heute tun? Wie kann Verständnis und Toleranz gefördert werden?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West



Sonntag, 18. November 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West

 

Dienstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr

Vortrag: "Religion auf hoher See"

  • Referentin: Katharina Plehn-Martins, Studium der Theologie und Judaistik in Berlin und Jerusalem, arbeitete 21 Jahre als Pfarrerin einer Berliner Innenstadtgemeinde. Inzwischen ist sie als Dozentin, Berufs- und Persönlichkeits-Coach tätig und als Bordgeistliche auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


Das Thema verblüfft. Wo gibt es „Religion auf hoher See“? Auf Kreuzfahrtschiffen! Reisen zur See hat Hochkonjunktur mit steigender Tendenz. Neben der Crew, den Gästen und Künstlern begleiten auch Bordgeistliche die Reisenden. Durchgängig auf manchen Schiffen, auf anderen nur an hohen christlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Einige Reedereien sind sich des kulturell-religiösen Reichtums kirchlicher Feiertage und der Bedeutung von Festzeiten bewusst, von den Gästen werden die spirituellen Angebote gerne angenommen. Die Bordgeistliche Katharina Plehn-Martins berichtet auf tiefgründig-unterhaltsame Weise in ihrem Buch „Segen auf See“ davon. Wir laden ein zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch über Religion, Gesellschaftstrends und die spirituelle Bedeutung von Festzeiten und Lebens-Rhythmen in und außerhalb des Alltäglichen.


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro.




 

 

 

Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de