Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 Dienstag, 5. Dezember, 20 Uhr


Im Rahmen der „Kapellengespräche“: „Der Koran: Buch der Offenbarung –  Quelle muslimischer Frömmigkeit". Annäherungen an die Spiritualität des Koran.
Ort: Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, Berlin-Charlottenburg.


Der Islam ist in aller Munde. Und es fragen sich viele: Ist der Koran ein Buch, dass Gewalt rechtfertigt, wie es in der Auslegung der Extremisten geschieht? Klar ist: Den Islam gibt es nicht, sondern die islamischen Welten sind vielfältig. Und so auch die Zugänge zum Koran und zu den vielfältigen islamischen Traditionen. In der klassischen Gelehrsamkeit hat niemand den Koran wortwörtlich gelesen. Vielmehr wurden verschiedene Regeln entwickelt, den Koran zu verstehen.

Der Koran gilt unter Muslimen als die verbindliche Urkunde des Glaubens, spirituelle und politische Lesarten sind dabei erkennbar. Für Millionen Muslime in Deutschland ist der Koran das Buch ihres persönlichen Glaubens.
Sie hören durch den Koran Gott zu sich sprechen, sie finden dort Trost und Weisung für ihr Leben.
Wir fragen, welche Bedeutung der Koran im  Alltag gläubiger Muslime hat. Auf welche Weise spielt der Koran im alltäglichen Leben von Muslimen heute eine Rolle? Der Abend bietet eine Annäherung an islamische Zugänge zum Koran.

Referenten und Gesprächspartner:


  • Dr. Andreas Goetze, Landepfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO), Studium der Evangelischen Theologie, Nebenfächer Philosophie und Judaistik, islamwissenschaftliche Studien und Studien zum orientalischen Christentum in Jerusalem und Beirut, Vikar in Jerusalem, spiritueller Reiseleiter für das Heilige Land,
  • Mohamad Matar, Imam und Student der Koranwissenschaft, Coach in der muslimischen Jugendarbeit.


Veranstalter: Evang. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin


Dienstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr


„Jüdische Lebenswelten – Zwischen Reformen im Judentum und neuem Antisemitismus“
Referent: Rabbiner Dr. Gábor Lengyel, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover und Lehrbeauftragter am Institut für Theologie und Religionswissenschaft, Hannover. Ort: Urania Berlin, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg.


Jüdisches Leben hat sich in Deutschland nach der Katastrophe der Shoa wie ein Wunder wieder entwickelt. Die jüdischen Lebenswelten sind vielfältig, das Judentum ist selbst eine dynamische Religion. Wie hat sich jüdisches Leben in Deutschland verändert und welche Auswirkungen haben die spürbaren antisemitische Tendenzen? Was macht heute jüdisches Selbstverständnis aus? Wie werden noch die Feste wie jetzt im Dezember Chanukka gefeiert und welche Bedeutung haben sie? Gábor Lengyel, geboren in Budapest, zunächst nach Israel ausgewandert, später nach Deutschland gekommen engagiert er sich seit Jahrzehnten im jüdisch-christlichen Dialog.

Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)
Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin

Eintritt: 8.- Euro, für Studierende 3.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50 Euro.

Sonntag, 17. Dezember, 10 Uhr


Gottesdienst mit jüdisch-christlichem Predigtgespräch: „Lichtblicke in der Dunkelheit - Chanukka und Advent“. Dialog-Predigt: Rabbiner Nils Ederberg, Universität Potsdam u. Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer interreligiöser Dialog, Berlin

Ort: Evang. St. Thomaskirche, Bethaniendamm 29 (Mariannenplatz), Berlin-Kreuzberg.


Die Welt ist voller Schatten. Lichtblicke tun not und gut. Der neunarmige Leuchter des jüdischen Chanukkafestes ist ein Licht gegen dunkle Machenschaften von Mächten und Gewalten, die diejenigen an Leib und Leben bedrohen, die anders glauben, anders beten, anders essen und leben als der Mainstream es tut. Die christliche Adventszeit erinnert an die Hoffnung, dass das Licht des Friedens und der Gerechtigkeit hell erstrahlen wird, wenn Weihnachten wird. Eine jüdisch-christliche Spurensuche nach dem, was durchträgt, was unserer Sehnsucht Nahrung gibt und das Leben zu feiern vermag. Lichterfeste in Zeiten zunehmender Düsternis, Atempausen der Hoffnung.

Musik: Shalom-Chor Berlin; Svetlana Stepovaja (Piano)
Leitung: Kantor Assaf Levitin.

Der Chor besteht aus ca. 40 Sängerinnen und Sängern, die überwiegend in verschiedenen Kirchengemeinden und der Jüdischen Gemeinde zu Hause sind. Neben regelmäßigen Konzerten in Berlin und zahlreichen anderen deutschen Städten gehörten Auftritte in Israel und beim European Jewish Choir Festival 2013 in Wien zu den musikalischen Höhepunkten. Außer der jüdischen Synagogalmusik des 19. Jahrhunderts umfasst das Repertoire des Chores sowohl traditionelle liturgische und chassidische Weisen als auch zeitgenössische Lieder aus Israel.

Veranstalter: Evang. St. Thomas-Kirche, Berlin-Kreuzberg

 

Mittwoch, 21. Februar, 19.30 Uhr

Der schiitische Islam im Iran - mehr als eine Regionalmacht. Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg.

Der Iran, der sich als Islamische Republik versteht, bezieht sein Selbstverständnis aus dem schiitischen Islam. Gleichzeitig sieht er sich als Schutzmacht aller Schiiten in der Auseinandersetzung mit den sunnitischen arabischen Staaten, insbesondere gegen Saudi Arabien. Der Streit zwischen Sunniten und Schiiten begleitet von Anbeginn an die Geschichte des Islam und scheint derzeit einem neuen Höhepunkt zuzustreben. Was glauben Schiiten und welche seiner Strömungen bestimmen die Politik des Iran? Wie ist sein Verhältnis zum Christentum? Und vor allem: Persien ist eine eigenständige Hochkultur, die Religion Zarathustras hat über Jahrhunderte geprägt. Alles ist so ganz anders als der arabische Nahe und Mittlere Osten. Eine Spurensuche.

Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog in der Evang. Kirche, seit fast 30 Jahren im Nahen und Mittleren Osten unterwegs, u.a. Studienaufenthalte in Beirut und Jerusalem, zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin

Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de