Flüchtlingsrat Berlin | Deutschland

„Abgefertigt!? – Abschiebungen verhindern!“

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Berlin-Mitte, Ende Mai 2007: Etwa 100 Jugendliche, darunter viele Flüchtlinge, sitzen auf dem Platz des 18. März, vor dem Brandenburger Tor – symbolisch in Taschen, die Hände verbunden, abgefertigt für die Abschiebung. Sie haben sich symmetrisch aufgereiht, dem deutschen Ordnungssinn entsprechend. Mit dieser aussagestarken Aktion protestieren sie gegen die Abschiebung von Flüchtlingen.

Den Anlass für diese Aktion bildete die Innenministerkonferenz, die zur gleichen Zeit in einem Hotel am Berliner Müggelsee tagte. Die Innenminister sind verantwortlich für Beschlüsse, die u. a. auch die Abschiebung von Menschen regeln, die bei uns um Zuflucht nachgesucht haben. Nach jahrelangem Aufenthalt in Deutschland sollen diese in ein Land wie Afghanistan oder Irak zurückkehren, in dem ihr Leben ernsthaft bedroht wäre. Deshalb setzt sich der Flüchtlingsrat gegen Abschiebungen von Flüchtlingen in Kriegs- und Krisengebiete sowie für die Gewährung eines Bleiberechts ein. Mit symbolischen Aktionen wie die vor dem Brandenburger Tor soll eine breite Öffentlichkeit vom Schicksal der betroffenen Flüchtlinge erfahren. Bei der Kunstaktion wurde der Flüchtlingsrat Berlin vom Künstler Kurt Fleckenstein unterstützt.

Der Flüchtlingsrat, der 1981 u. a. vom Berliner Missionswerk gegründet wurde und dessen Büro sich im Missionshaus befindet, wird sich auch künftig für ein Bleiberecht und die Verhinderung von Abschiebungen von Flüchtlingen engagieren. Dabei ist jede Hilfe und Spende willkommen. Jeder Einzelfall zählt und benötigt unsere Unterstützung.

 

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Berliner Missionswerk

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Ihr Ansprechpartner

Jens-Uwe Thomas
Tel +49 (0)30 · 2 43 44 - 57 62
buero @fluechtlingsrat-berlin.de

Weltweite Partner

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