Traumatisierte Kinder | Israel/Palästina

Sozialarbeiterinnen helfen Opfern von Gewalt

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Marwan steht unter Schock. Seit einer Woche schleppt er sich jeden Morgen mit seinem vergipsten Arm in die Schule und kann sich kaum auf den Unterrichtstoff konzentrieren.

Marwan wohnt in Husam einem kleine Dorf bei Beit Jala jenseits der großen Siedlerstraße. Jeden Morgen muss er auf dem Weg zur Schule an Militärposten vorbei. Manchmal ist der Kontrollpunkt auch geschlossen. Dann muss Marwan wie all die anderen Kinder, Männer und Frauen auf dem Weg zur Arbeit, zum Arzt oder in die Schule über riesige Geröllhügel steigen oder die hochgefährliche Schnellstraße von Jerusalem nach Hebron überqueren. Vor einigen Tagen geriet er in eine Schlägerei zwischen Steine werfenden Jugendlichen und israelischen Soldaten. Dabei wurde ihm der Arm gebrochen. Völlig verstört kam er in die Schule.

Kinder wie Marwan gibt es zur Zeit in den palästinensischen Gebieten viele. Sie zeigen alle Anzeichen einer psychischen Störung, sei es panische Angst, Aggressivität bis hin zu Suizidversuch. Psychologen sehen darin die Folge eines nunmehr seit vier Jahren anhaltenden Ausnahmezustandes, in dem die palästinensische Bevölkerung lebt. Dazu gehört das Gefühl des Eingeschlossenseins, die hohe Arbeitslosigkeit und die permanente Angst vor militärische Gewalt, sei es gezielte Tötungen oder israelische Militärinvasionen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdete Opfer. Unter dem Eindruck der israelischen Trennungszaunes beschleicht viele Menschen das Gefühl des Eingeschlossenseins in einem Gefängnis. Noch sind die wirtschaftlichen, psychosozialen und politischen Folgen dieses Separationsvorhabens nicht absehbar. Kinder und Jugendliche brauchen aber eine Zukunft. Sie benötigen Hilfe, um ihren Alltag zu bewältigen und um den Traum von einer friedvollen Zukunft nicht zu verlieren.

 

In allen Schule der lutherischen arabischen Kirche in Palästina arbeiten seit zwei Jahren Sozialarbeiterinnen unter Anleitung von Psychologen, die eine Arte erste Hilfe für traumatisierte Kinder darstellen. Sie bilden gleichzeitig auch eine Brücke zwischen der Schule, dem Elternhaus und dem behandelndem Arzt. Der tägliche Aufenthalt in der Schule stellt für diese Kinder schon einen therapeutischen Wert an sich dar. Wie die Sozialarbeiterin Nida Sharia in Talitha Kumi feststellt, erleben hier die Kinder ein Stückchen Normalität und Fröhlichkeit, haben Freunde und vertraute Menschen um sich. Hier tritt die Beratung und Begleitung durch die Sozialarbeiterin begleitend und ergänzend hinzu. Das Gehalt der Sozialarbeiterin kann jedoch nicht vom Schulgeld bezahlt werden, denn das können die Eltern ohnehin nur noch mit größter Mühe schaffen. Darum sind wir auf zusätzliche Spenden für diese wichtige Arbeit angewiesen. Wir bitten um Ihre freundliche Unterstützung.

 

Spenden für Traumatisierte Kinder

Projektnummer 4301 (Bitte bei Überweisungen angeben.)

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Berliner Missionswerk

Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Almut Nothnagle
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Weltweite Partner

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