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Berliner Missionswerk

Unsere Trägerkirchen

Unsere Trägerkirchen sind:
die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,
die Evangelische Landeskirche Anhalts.

Die Evangelische Landeskirche Anhalts

Zwischen Fläming und Harz gelegen, von Elbe, Mulde und Saale durchzogen, ist das Gebiet der Evangelischen Landeskirche Anhalts nahezu identisch mit dem einstigen Fürstentum, späteren Herzogtum und dem nach 1918 entstandenen Freistaat Anhalt. Die Evangelische Landeskirche Anhalts umfasst heute Gemeinden in rund 154 Dörfern und Städten.

Etwa 50.400 Gemeindeglieder leben in Anhalt in rund 150 selbständigen Kirchengemeinden. Sie sind in den fünf Kirchenkreisen Ballenstedt, Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst zusammengefasst. Zurzeit sind in den Gemeinden 54 Pfarrerinnen und Pfarrer sowie 39 hauptamtliche Mitarbeiter im Verkündigungsdienst, d. h. Katecheten und Kirchenmusiker, beschäftigt. Die Landessynode besteht aus 33 von den Ältesten der Kirchenkreise gewählten und sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen. Gemeindekirchenräte, Kreis- und Landessynodale werden, wie die Mitglieder des Landeskirchenrates, für sechs Jahre gewählt. Der Landeskirchenrat (Mitglieder: der Kirchenpräsident und die drei Oberkirchenräte) bildet zusammen mit dem Präsidium der Landessynode sowie zwei weiteren Synodalen die Kirchenleitung. Vorsitzender ist der Kirchenpräsident.

Geschichte: Die Nähe Wittenbergs bewirkt, dass Martin Luther und Philipp Melanchthon oftmals in Anhalt sind. 1522 predigt Martin Luther in Zerbst. Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen unterschreibt die Protestation zu Speyer (1529) und die Confessio Augustana (1530). 1534 wird schließlich auch in Anhalt-Dessau unter Fürst Georg III. (der Gottselige) das Abendmahl in beiderlei Gestalt gereicht. 1541 werden alle in Anhalt amtierenden Pfarrer auf die Lutherbibel verpflichtet. Ab 1578 werden die anhaltischen Kandidaten nicht mehr in Wittenberg, sondern in Zerbst ordiniert. Von diesem Zeitpunkt an kann man von einer selbständigen Landeskirche reden.

Anhalt ist im Jahrhundert der Reformation eindeutig lutherisch geprägt. 1606 tritt das gesamte Fürstentum Anhalt zur reformierten Konfession über. Das Fürstentum Anhalt-Zerbst kehrt jedoch 1644 zum lutherischen Bekenntnis zurück. Damit existieren in Anhalt beide Konfessionen. Die Superintendenten Krummacher (Bernburg 1820) und de Marées (Dessau 1827) sind die Wegbereiter der Union in Anhalt. Ab 1865 unterstützen ein einheitliches Konsistorium, ab l875 eine Kirchengemeindeordnung und ab 1878 eine Synodalordnung das erneute Zusammenwachsen zu einer Landeskirche. 1920 nennt die erste Verfassung der Evangelischen Landeskirche Anhalts keine Bekenntnisschrift mehr namentlich, um konfessionelle Gegensätze nicht wieder aufbrechen zu lassen.

1960 wird die Evangelische Landeskirche Anhalts Gliedkirche der Evangelischen Kirche der Union (EKU, seit 2003 Union Evangelischer Kirchen, UEK). Die Evangelische Landeskirche Anhalts ist Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).


Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) verbindet wie keine andere Landeskirche Ost und West sowie Stadt und Land. Sie ist die einzige Kirche, die sich aus einer ehemaligen Ost-Region und einer ehemaligen West-Region zusammengeschlossen hat. In ihrer Mitte liegt Berlin als größte deutsche Stadt. Kaum mehr als hundert Kilometer nördlich der Bundeshauptstadt in der Uckermark leben so wenige Menschen wie in keiner anderen Region Deutschlands.

Geleitet wird die Kirche von Bischof Dr. Markus Dröge. Die Landeskirche umfasst 1.500 Gemeinden. 1,2 Millionen Christen haben in ihr geistliche Heimat. In Berlin gehören rund 22 Prozent, in Brandenburg rund 19 Prozent und in der schlesischen Oberlausitz rund 20 Prozent der Bevölkerung zur evangelischen Kirche.

Unübersehbar stehen die Kirchen in der Mitte von Dörfern und Städten. Die großen Kirchen und Dome in Berlin und Brandenburg, in Fürstenwalde und Frankfurt ebenso wie in Cottbus und Görlitz haben eine lange Tradition. Sie sind ein deutliches Zeichen für den Glauben der Menschen über Generationen hinweg.

In der evangelischen Kirche werden Menschen an den Wendepunkten ihres Lebens begleitet, bei der Taufe ebenso wie bei der Konfirmation, bei der Hochzeit wie bei der Beerdigung. In der Taufe wird die Zusage auf ein von Gott getragenes Leben weitergegeben.

Menschen bejahen den Glauben in der Konfirmation und geben sich das Ja-Wort vor dem Altar im Vertrauen auf eine von Gottes Segen begleitete Ehe. An der Grenze des irdischen Lebens wird die Hoffnung auf die Treue Gottes über unsere Zeit hinaus zugesprochen. Das große Angebot der EKBO richtet sich zudem an alle Menschen mit den verschiedenen Formen der Bildungsarbeit, vom Religionsunterricht bis zu den Schulen in Trägerschaft der evangelischen Kirche, von den zahlreichen Konzerten bis zu den Ausstellungen der Kunst- und Kulturstiftung.

Vielfältig sind auch die übergemeindlichen Angebote der Diakonie, die für eine helfende Kirche steht. Menschen seelsorgerlich zu begleiten, ihnen zuzuhören und für sie da zu sein, gehört neben der Verkündigung des Evangeliums zu den wichtigsten Aufgaben christlichen Handelns. Mit den Pfarrerinnen und Pfarrern stehen auch andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es im Bereich der EKBO 163 Evangelische Beratungsstellen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Auskünfte darüber gibt das Diakonische Werk. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen stehen die Gehörlosen- und die Schwerhörigenseelsorge, die Blindenseelsorge und die Aidsseelsorge bereit. Die Notfallseelsorge begleitet Menschen bei Unfällen, Wohnungsbränden, Großschadensereignissen und nach Straftaten. Sie wird auf Wunsch direkt über die Feuerwehr oder Polizei alarmiert. Das Pfarramt für Sekten- und Weltanschauungsfragen berät und begleitet Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche, die von Sektenproblemen und Okkultismus betroffen sind.

Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Direktor Roland Herpich
Tel +49 (0)30 · 2 43 44–152
r.herpich @ bmw.ekbo.de

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