Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Wie können Religionsgemeinschaften in Europa sicher leben?

Der European Jewish Congress, die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), die muslimischen Organisation TELL MAMA und der European Buddhist Federation fördern in interreligiöser Zusammenarbeit mit ihrem Programm „Safer and Stronger Communities in Europe“ die Reaktionsfähigkeit von Glaubensgemeinschaften gegenüber Bedrohungen. Die diesjährige Summer School on Human Rights, die EKBO-Menschenrechtsbeauftragter Dr. Patrick Roger Schnabel federführend für die KEK mit vorbereitet hatte, nahm dieses Thema auf. Einen Einblick in die Situation von Berliner Glaubensgemeinschaften gibt das Video "Heilig und schützenswert - ein Spaziergang durch Berlin"

Der grausame Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 hat viele Menschen erschüttert: Wer schießt auf Menschen, die sich zu Gebet und Gemeinschaft mit ihrem Gott versammeln? Doch während jüdische Gemeinden schon lange mit der Angst vor Hass und Gewalt leben, sind sie nicht die einzig betroffenen: Auch der Fall des französischen Priesters Hamel, dem von Attentätern während der Messe die Kehle durchschnitten wurde, erlangte weltweite Aufmerksamkeit. Die beiden Fälle stehen stellvertretend für eine wachsende Zahl von Akten schwerer Hasskriminalität, die sich gegen religiöse Gruppen richtet. Darum hat die Europäische Kommission eine Förderlinie aufgelegt, mit dem Religionsgemeinschaften für Gefahren sensibilisiert und zusammen mit Polizeibehörden und Öffentlichkeit besser zur Früherkennung und Abwehr befähigt werden sollen.

Der European Jewish Congress und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), zusammen mit der muslimischen Organisation TELL MAMA und der European Buddhist Federation, werden mit ihrem Programm „Safer and Stronger Communities in Europe“ (SASCE) gefördert. Gemeinsam wollen sie ihre jeweiligen Glaubensgemeinschaften erreichen und die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit der Bedrohungen verbessern. Ein Modul darin war auch die diesjährige Summer School on Human Rights, die Dr. Patrick Roger Schnabel federführend mit vorbereitet hat. Als Menschenrechtsbeauftragter der EKBO ist er auch Moderator der Menschenrechtsarbeit der KEK.

Weil die – eigentlich für Berlin geplante – Summer School auch 2021 noch einmal rein virtuell stattfinden musste, hat die EKD als gastgebende Kirche einen Spaziergang zu besonderen spirituellen Orten in Berlin als Video aufgezeichnet. So konnten sich die Teilnehmenden einen Eindruck davon verschaffen, was Orte des Gebets für Gläubige bedeuten, aber auch, wie gefährdet sie auch bei uns sein können.

Der Link führt zu einer externen Webseite (YouTube)


„Der interreligiöse Aspekt ist uns bei diesem Thema besonders wichtig“, betont Schnabel. Nicht nur wegen der Kooperation im SASCE-Projekt, sondern auch inhaltlich: „Wir müssen deutlich machen, dass der Angriff auf die Religionsfreiheit und die religiösen Orte und Symbole eines Menschen einen Angriff auf Religion überhaupt darstellt. Jede und jeder Mensch ist betroffen, wenn Religion zur Zielscheibe wird. Deshalb stehen wir zusammen über die Konfessionen und Religionen hinweg.“ In einem nächsten Schritt werden Trainer ausgebildet, die dann in Online- und Präsenzseminaren Verantwortungsträger in Gemeinden anhand eines eigens entwickelten Sicherheits-Handbuchs für Religionsgemeinschaften informieren.

Die Genezarethkirche in Berlin-Neukölln,...

Die Genezarethkirche in Berlin-Neukölln, Screenshot aus dem Video "Heilig und schützenswert - ein Spaziergang durch Berlin", https://www.youtube.com/watch?v=5efMFO8c5AU&t=2s

 

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