Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Moskau: Zeichen der Versöhnung zum 8. Mai

Am 8. Mai 2020 jährt sich zum 75. Mal der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Zu diesem Tag hat die Evangelisch-Lutherische Kirche im Europäischen Russland (ELKER) eine deutsche Delegation zu einem Gedenkgottesdienst nach Moskau eingeladen. Die Delegation wird geleitet von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein; die Vorbereitungen auf deutscher Seite liegen in den Händen des Osteuropareferenten des Berliner Missionswerkes, Pfarrer Dr. Justus Werdin.

Der 8. Mai ist als Tag der Befreiung in verschiedenen europäischen Ländern ein Gedenktag. In diesem Jahr nun wird aus Anlass der 75. Wiederkehr des Tages an zahlreichen Orten in Deutschland des Kriegsendes gedacht. „Dass nun aber unsere russischen Partner zu diesem Zeitpunkt eine deutsche Delegation nach Moskau einladen, in das Land und in die Stadt, die so sehr unter dem Nationalsozialismus und dem Krieg gelitten haben, das ist eine herausragende Geste der Versöhnung“, betont Dr. Werdin.

Als besonderes Zeichen für Frieden und Versöhnung wird am Gedenktag in der St. Peter und Pauls-Kathedrale in Moskau auch eine Kopie der sogenannten „Stalingrad-Madonna“ präsentiert werden, deren Original in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin zu sehen ist. Das Madonnen-Bild hatte der Berliner Pfarrer, Lazarettarzt und Künstler  Kurt Reuber in Stalingrad gezeichnet. Er übergab sie später einem verwundeten Offizier, der sie in einem der letzten Flüge, die den Kessel verlassen konnten, mitnahm. Reuber selbst blieb in Stalingrad und starb 1944 in russischer Kriegsgefangeschaft. Die Kopie des Bildes ist ein Geschenk der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die St. Peter und Pauls-Kathedrale in Moskau. Es handelt sich um die dritte offizielle Kopie; frühere waren an die Gemeinden in Coventry (Großbritannien) und Wolgograd (Russland) verschenkt worden.


Zum Programm am 8. Mai gehören zudem die Präsentation einer erstmaligen russischen Übersetzung von Bonhoeffers Briefen („Widerstand und Ergebung“) und die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms. Erzbischof Dietrich Brauer von der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland, der die Delegation eingeladen hat, möchte deutliche Signale in die Ökumene und Gesellschaft vor Ort senden. Die Gedenkfeier solle sich somit deutlich von der Militärparade am nächsten Tag auf dem Roten Platz abheben. Brauer hofft auf das Beisein hochrangiger russischer und internationaler Kirchen- und Staatsvertreter.

Auf deutscher Seite nimmt u.a. Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein teil, die die Kirchenleitung der EKBO vertritt, sowie mehrere VertreterInnen der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Auch Nachfahren von Kurt Reuber sind eingeladen, so dass eine 13-köpfige Delegation zum 8. Mai nach Moskau fahren wird.




Erzbischof Dietrich Brauer,...

Erzbischof Dietrich Brauer, Evangelisch-Lutherische Kirche im Europäischen Russland, in Berlin vor dem Original der "Stalingradmadonna".

 

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