Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Freiwillige: In ständigem Kontakt

Für einige der 27 ökumenischen Freiwilligen, die zurzeit über das Berliner Missionswerk in zehn Länder entsandt sind, hat mit der Ausbreitung des Coronavirus eine ungewisse und verunsichernde Zeit eingesetzt. Während die 19-jährige Lea aus Lanzhou in China meldet, dass bereits Entspannung spürbar sei, müssen die Freiwilligen im Schulzentrum  Talitha Kumi (Palästina) auf dem Gelände ausharren, und die Freiwilligen in Italien dürfen seit Donnerstag das Haus nur noch zum Einkaufen verlassen.  „Es ist es nun wichtig, empathisch und zugleich besonnen und verantwortungsvoll zu handeln“, betont Direktor Dr. Christof Theilemann.

„Wir sind natürlich sehr in Sorge um unsere ökumenischen Freiwilligen und um die Menschen in unseren Partnerkirchen“,  sagt Direktor Dr. Christof Theilemann. Doch das Berliner Missionswerk sei in ständigem Kontakt mit allen 27 jungen Frauen und Männern, die im vergangenen Sommer entsandt wurden. Viele Eltern seien verständlicherweise besorgt, doch die Freiwilligen selbst „geben uns grünes Licht“

Dr. Theilemann: „Wir stehen im Kontakt mit dem Außenministerium, mit anderen Entsende-Organisationen und mit den Freiwilligen selbst – und haben nach langen Überlegungen entschieden, deren Wünschen vorerst nachzukommen.“  Dabei würden die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts natürlich berücksichtigt und stets aufs Neue geprüft.

In China werde laut Robert-Koch-Institut nur die Provinz Hubei als Risikogebiet eingeschätzt. Die Berliner Freiwillige in Lanzhou habe daher schon vor Wochen entschieden, vor Ort bleiben zu wollen. Die Freiwilligen in Beit Sahour und im Schulzentrum Talitha Kumi (Palästina) dürfen das Schulgelände zurzeit nicht verlassen, während es in Jerusalem noch größere Bewegungsfreiheit gibt. „Es schlägt etwas aufs Gemüt, kaum mehr rausgehen zu dürfen“, schreibt Noëmi aus dem sizilianischen Scicli, wo sie als Freiwillige in einer Einrichtung für Geflüchtete arbeitet. „Aber ich versuche, die Zeit gut zu nutzen. Wir haben uns als Freiwillige ja auch untereinander und treffen uns jeweils zu Hause.“

Direktor Dr. Theilemann betont, dass das Berliner Missionswerk sich als kirchliches Werk in der gesellschaftlichen Verantwortung sehe, mit dazu beizutragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und zu unterbrechen. Oder um mit Bischof Dr. Christian Stäblein zu reden: „In dieser Zeit ist es wichtig, füreinander da zu sein. Wir als Christinnen und Christen sollten achtsam sein und mit dem Herzen schauen, was die Menschen in dieser Situation brauchen.“





Das Wahrzeichen Sciclis, einer der italienischen...

Das Wahrzeichen Sciclis, einer der italienischen Einsatzorte, mit dem Banner "Io resto a casa", "Ich bleibe zuhause" (Foto: Noëmi, Freiwillige in Scicli)

 

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