Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Äthiopien: Zweifache Katastrophe

In Äthiopien reiht sich gerade eine Katastrophe an die nächste: „Hier siehst Du die entsetzliche Verwüstung, die von der Wüstenheuschrecke verursacht wurde“ schreibt Orkaido Olte in seiner E-Mail an Dr. Martin Frank, Afrikareferent des Berliner Missionswerkes. Orkaido (so der Nachname, Olte ist der Vatersname) leitet das Entwicklungsprogramm unserer äthiopischen Partnerkirche Mekane Yesus in Arba Minch. „Du kannst Dir vorstellen, was danach von den Lebensgrundlagen der Bauern und Hirten übrig bleibt“, so Olte weiter. Noch ist die Heuschreckenplage nicht überwunden, da bedroht das Coronavirus die Menschen am Horn von Afrika.

Die Regierung habe ihr Bestes versucht, mit Hilfe von NGOs und den Vereinten Nationen, die Heuschreckenplage einzudämmen. Nun stellt die Corona-Pandemie alles  in Frage. Um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, habe die äthiopische Regierung Reisen zwischen den Regionen verboten. „Die Menschen sind jetzt mehr um den Schutz ihrer Gesundheit bemüht als mit der Lösung der Heuschreckenplage“, schreibt Orkaido Olte, „das Ausmaß der Panik hier im Lande ist sicher gut nachzuvollziehen, eine Katastrophe folgt auf die andere“. Die Menschen könnten derzeit nur "auf des Himmels mächtige Unterstützung" hoffen, so Orkaido verzweifelt.

„Mit Orkaido bin ich fast täglich im Kontakt“ sagt Afrikareferent Dr. Martin Frank. „Der starke Glaube der Geschwister, dass sich trotz der Krisen alles zum Guten wenden wird, ist beeindruckend. Zusätzlich erschwerend kommt in dieser Lage hinzu, dass viele ausländische Hilfsorganisationen nun in Folge der Pandemie mit sich selber beschäftigt sind bzw. gar nicht in die Gebiete in Südäthiopien durchdringen. Solidarität aber zeigt sich besonders in solchen Krisenzeiten!“, so Dr. Frank weiter.

Die Schwärme aus Wüstenheuschrecken bestehen aus Millionen Individuen, die in wenigen Minuten Felder und Weideflächen kahlfressen. Dabei legen sie bis zu 150 Kilometer am Tag zurück. Ein Schwarm verbraucht Nahrung für bis zu 35.000 Menschen.


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Ein Baumstamm ...
... und ein Acker, übersäht...

Ein Baumstamm ...

Ein Baumstamm ...
... und ein Acker, übersäht...

... und ein Acker, übersäht mit Wüstenheuschrecken. Die Art zählt zu den Wanderheuschrecken, die phasenweise, so wie jetzt, in Schwärmen mit Millionen Individuen auf Nahrungssuche gehen. (Fotos: Mekane Yesus)

 

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