Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Sorgen weltweit: Keine Osterfeier in Jerusalem

Ostern 2020: Die Kirchen sind leer; die Menschen leben in Angst - weltweit. Dies prägt auch die ökumenischen Grußbotschaften zu Ostern. In Äthiopien etwa werden Chaos und viele Todesfälle befürchtet. Die Regierung hat einen Monat des nationalen Gebets und des Fastens ausgerufen. In Korea dagegen sind hoffnungsvolle Stimmen zu vernehmen: „Die Situation hat sich verbessert, und wir beten für die Christen auf der ganzen Welt“, betont Pfarrerin Hyunjoo Hwang. Bischof Ibrahim Azar schreibt aus Jerusalem: „Wir vertrauen auf die Verheißung der Auferstehung. Und wir vertrauen darauf, dass das Leben stärker ist als der Tod.“

Dass die äthiopische Regierung selbst zum Beten und Fasten aufruft, ist eine Entwicklung, die vor Corona-Zeiten in dem Land kaum vorstellbar war. „Wir wissen nicht, was in den nächsten Tagen hier noch passieren wird“, so Pfarrer Orkaido Olte, der das Schlimmste befürchtet. Denn „Unwissenheit und Nachlässigkeit“ könnten dem Ausbreiten des Virus Vorschub leisten. „Mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke, was in Deutschland gerade geschieht - und was bei uns noch geschehen wird. Möge Gott der Allmächtige uns allen gnädig sein“, sagt der Pfarrer und betont in all seiner Verzweiflung doch auch die Verbundenheit mit den Partnern hierzulande. In Äthiopien fürchten die Menschen nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Heuschrecken, die Felder und Gärten kahlfressen und den Bauern ihre Lebensgrundlage rauben.

„Korea war eines der ersten Länder, die von Corona betroffen waren“, sagt Pfarrerin Hyunjoo Hwang, „und wir waren in großer Sorge.“ Doch jetzt habe sich die Situation gebessert.  Die koreanischen Christinnen und Christen beten für alle Christen auf der Welt: „Es ist wichtig, sich jetzt gegenseitig Solidarität und Hoffnung zu schenken.“

In einer besonders traurigen Lage sind die Menschen im Heiligen Land. Seit Wochen herrscht Ausgangssperre. „Wir sind in unseren Häusern eingesperrt. Unsere Schulen, Geschäfte, Gästehäuser und sogar Kirchen sind geschlossen. Zum ersten Mal in unserer Erinnerung gibt es keine öffentliche Karwoche oder Osterfeier in Jerusalem, der Stadt der Auferstehung. Das ist sehr schwer für uns“, schreibt Bischof Ibrahim Azar in seiner Osterbotschaft.

Schwer sei dies aber auch für die Christen in allen Ländern der Welt. Und doch seien sie miteinander verbunden im Vertrauen auf die Verheißung der Auferstehung. „Wie immer vertrauen wir darauf, dass die Liebe stärker ist als der Hass; dass das Licht stärker ist als die Finsternis und dass das Leben stärker ist als der Tod. Und wie immer werden wir uns am Ostermorgen freuen, dass "Er aus dem Grab auferstanden ist! Halleluja!“

Lesen Sie hier den Ostergruß von Bischof Azar >>

Bischof Ibrahin Azar (Foto: Ben Gray, ELCJHL)

Bischof Ibrahin Azar (Foto: Ben Gray, ELCJHL)

 

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