Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Trostfrauen: Berliner Friedens-Statue darf bleiben!

Die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte hat für den Verbleib der „Friedensstatue“ in Moabit gestimmt. Damit wurde ein Beschluss vom November revidiert, der auf Druck der japanischen Regierung zustande gekommen war. Barbara Deml begrüßt diese Entscheidung: „Wie schön, dass an den Mut der koreanischen Frauen nun auch in Berlin erinnert wird. Das ist ermutigend für Frauen hier und in aller Welt. Gewalt gegen Frauen darf nicht länger Tabu-Thema sein.“ Die Ökumenereferentin des Berliner Missionswerkes leitet auch die Kommission „Frauen und Gender in Ökumene und Mission“ des Dachverbandes Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW).

Die Friedensstatue erinnert an den Mut der „Trostfrauen“, das Schweigen zu brechen über die Kriegsverbrechen des japanischen Militärs an unzähligen Frauen und Mädchen Ostasiens während des Zweiten Weltkriegs. Der Korea-Verband, mit dem das Berliner Missionswerk seit langem zusammen arbeitet, hat die Aufstellung initiiert. Die Bronzestatue – eine Arbeit des südkoreanischen Künstlerpaares Kim Eun-sung und Kim Seo-kyung – ist die erste Statue dieser Art, die in Deutschland an einem öffentlichen Ort aufgestellt wurde. Eine erste, ähnlich gestaltete Statue wurde 2011 vor der Japanischen Botschaft in Seoul errichtet. Ähnliche Mahnmale stehen mittlerweile in vielen Ländern der Erde. So wie andernorts hat auch in Berlin die japanische Regierung gegen die Statue interveniert.


Wie der Tagesspiegel berichtete, sprachen sich auch CDU und FDP in der BVV Mitte grundsätzlich für den Verbleib der Statue aus. Allerdings sollte der Begleittext geändert werden: „Wir finden es nicht richtig, dass nur auf den Konflikt zwischen Japan und Korea eingegangen wird“, sagte der Verordnete Benjamin Fritz, CDU. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen in Kriegen sei in vielen Ländern ein Problem. Mit den Stimmen von Linken und Grünen wurde der Antrag abgelehnt und die Entscheidung zum Abbau revidiert. Man wolle das umgehend dem Korea-Verband mitteilen, so Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel.


Mehr zum Thema unter www.berliner-missionswerk.de/aktuelles


Der Artikel im "Tagesspiegel" unter www.tagesspiegel.de


Am 30. November hatte der Korea-Verband am...

Am 30. November hatte der Korea-Verband am Mahnmal zur Unterstützung des Verbleibs auf dem Unionplatz Birken-/Ecke Bremer Straße aufgerufen. Im Hintergrund eine Gruppe koreanischer Trommlerinnen.

 

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