Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Super-Spendenjahr ermöglicht Hilfe weltweit

Das Berliner Missionswerk schaut erneut auf ein außerordentlich gutes Spendenjahr zurück: Rund 1.522.000 Euro an Einzelspenden gingen ein. Somit konnte ein Plus von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden (Spendeneingang 2019: 1.317.000 Euro). „Wir sind unseren Unterstützerinnen und Unterstützern sehr dankbar, dass sie gerade im Corona-Jahr eine so große Hilfsbereitschaft bewiesen, obwohl sich vielleicht manche selbst um ihre Zukunft sorgen“, betont Direktor Dr. Christof Theilemann. „So konnten wir weltweit gezielt helfen.“

Während die langjährigen UnterstützerInnen im Jahr 2020 dem Berliner Missionswerk also erneut ihr Vertrauen aussprachen, beklagt das Werk gleichzeitig Rückgänge bei den erzielten Kollekten. „Vor allem die Absage der Gottesdienste im Frühjahr hat zu starken Verlusten für uns geführt“, so Dr. Christof Theilemann. Insgesamt seien fünf Kollekten betroffen gewesen, darunter eine Kollekte am Ostersonntag für das Schulzentrum Talitha Kumi im Heiligen Land, das vom Berliner Missionswerk getragen wird.

Gleichzeitig brachen in Talitha Kumi die Einnahmen komplett weg, da das zugehörige Gästehaus wegen des Lockdowns im Land schließen musste. Viele Eltern konnten zudem die Schulgebühren für ihre Kinder nicht mehr bezahlen. Denn die Corona-Pandemie hatte in Palästina zu hoher Arbeitslosigkeit geführt. In dieser Situation startete das Berliner Missionswerk zu Ostern eine Spendenkampagne für das Schulzentrum, die mit einem Spendeneingang von rund 185.000 Euro äußerst erfolgreich verlief.


Darüber hinaus wurde ein Corona-Nothilfefonds aufgelegt, für den bis Ende des Jahres Spenden in Höhe von 55.800 Euro eingingen. So konnte das Werk seine weltweiten Partner in ihrem Kampf gegen die Pandemie ganz konkret unterstützen: Das diakonische Zentrum iThemba Labantu in Südafrika half notleidenden Familien mit Lebensmittelgutscheinen; die äthiopische Partnerkirche half ebenfalls mit Lebensmitteln und auch beim Wiederaufbau von Häusern. Denn Hunderte Familien in Äthiopien waren nicht nur von Corona, sondern auch von Überflutungen betroffen und mussten zudem gegen eine Heuschrecken-Plage ankämpfen.

Finanziell unterstützt wurden auch die Partnergemeinden an der Wolga sowie die Partnerkirche in Tansania und das dortige Huruma Center in Iringa. Es hatte während der Pandemie zusätzliche Kinder aufgenommen. In Kuba konnte die Gemeinde in Havanna ihren Mittagstisch für bedürftige Seniorinnen und Senioren auf ein mobiles Angebot umstellen, was in Lockdown-Zeiten besonders wichtig war.
Neben dem Kampf gegen Krankheit und Hunger in Folge der Pandemie konnte das Berliner Missionswerk aus Spendenmitteln weitere Vorhaben unterstützen. So wurde etwa in Äthiopien die Fertigstellung eines neuen Wohnheimgebäudes im Arba Minch Seminary, einer jungen theologischen Ausbildungsstätte, ermöglicht. Die ersten sechs von 16 Studentinnen sind bereits eingezogen.


„Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort konnten wir an vielen Stellen schnell und gezielt helfen“, betont Direktor Dr. Theilemann. „Dies verdanken wir vor allem der großen Solidarität unserer Unterstützerinnen und Unterstützer. Herzlichen Dank!“

Der Dank des Werkes gilt auch der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), die für einige der ausgefallenen Kollekten eine Kompensationszahlung leistete: So wurden Talitha Kumi (100.000 Euro), der Interreligiöse Dialog (16.550 Euro) und der Missionarische Dienst (36.000 Euro) unterstützt. Auch das Auswärtige Amt ließ Talitha Kumi zusätzliche Mittel zukommen. Die Unterstützung der EKBO und des Auswärtigen Amtes war wichtig, um weitgehend die bei Talitha Kumi wegen der Pandemie angefallenen erheblichen Defizite auszugleichen.







Pfarrer Dr. Christof Theilemann, Direktor des...

Pfarrer Dr. Christof Theilemann, Direktor des Berliner Missionswerkes. (Foto: Konstantin Börner)

 

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