Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Myanmar: Koreanische Gemeinden solidarisieren sich mit Demokratiebewegung

In Myanmar sind seit der gewaltsamen Übernahme der Regierungsmacht durch das Militär am 1. Februar 2021 mindestens 873 Menschen durch Schusswaffengewalt und Folter durch Militär und Polizei gestorben; Verletzungen der Menschenrechtsverletzungen halten unvermindert an. Der Koreanische Evangelische Gemeindekonvent in Deutschland ruft jetzt dazu auf, den notleidenden BürgerInnen Myanmars zu helfen, Menschenrechte und Demokratie wiederherzustellen. Zum Dachverband gehört auch die Koreanische Gemeinde Berlin. Ihr Leiter, Pfarrer Sungho Cho, hat den Vorsitz im Konvent und ist seit langem ein wichtiger Ansprechpartner des Berliner Missionswerkes beim friedenspolitischen Engagement in Ostasien.

Der Text im Wortlaut:

Deklaration des Koreanischen Evangelischen Gemeindekonvents in Deutschland zur Menschenrechtssituation und zur Demokratiebewegung in Myanmar

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
Jakobus 3,18

Myanmars Militär sperrt demokratisch gewählte Regierungsangehörige ein und verübt
weiterhin schreckliche Gräueltaten sowie Gewalt gegen Bürger/innen, die sich der
Militärherrschaft widersetzen, und tritt dabei die legitimen Forderungen und Bestrebungen seiner BürgerInnen mit Füßen.

Wir glauben jedoch, dass der Mut, die Hoffnung und die Leidenschaft der BürgerInnen Myanmars sicherlich den Grundstein für eine glänzende Zukunft legen werden, in der Demokratie und Menschenrechte im Land respektiert werden. Darüber hinaus unterstützt der Koreanische Evangelische Gemeindekonvent in Deutschland die friedlichen Proteste und die legitimen Forderungen der BürgerInnen Myanmars, die sich nach der Wiederherstellung von Demokratie und Menschenrechten sehnen. Wir solidarisieren uns mit den BürgerInnen Myanmars und den BürgerInnen der Welt, die sich der Menschenwürde, Freiheit und den Menschenrechten verpflichtet fühlen, und formulieren unsere Bitten und Gebete wie folgt:

1. Das Militär in Myanmar hat die barbarischen Massaker sowie die Gewalt gegen die
Bürger/innen von Myanmar sofort zu beenden und muss zurücktreten.
2. Die internationale Staatengemeinschaft, einschließlich der Vereinten Nationen, wird aufgefordert darauf einzuwirken, dass das Militär in Myanmar seiner Verantwortung zum Schutz der Bürger/innen von Myanmar vor den anhaltenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachkommt.
3. Wir unterstützen und solidarisieren uns mit den Bemühungen aller, die sich für eine
friedliche Lösung der aktuellen Krise in Myanmar einsetzen.
4. Wir beten dafür, dass Gott die Bürger/innen Myanmars in ihrem Willen und ihrer
Hoffnung auf friedlichen Widerstand stärkt.
5. Wir beten dafür, dass die starke Forderung der Bürger/innen Myanmars nach Demokratie, Achtung der Menschenrechte und Frieden eine Gelegenheit sein wird, die Menschenrechte und das Recht auf Leben aller Menschen einschließlich der verschiedenen ethnischen Minderheiten des Landes zu respektieren.
6.Wir beten dafür, dass den Opfern von Gewalt, den Inhaftierten und ihren Familien die
Hilfe zuteil wird, die sie brauchen, und dass diejenigen, die Angst und Sorge haben,
durch große Solidarität und Unterstützung gestärkt werden.
7.Wir beten dafür, dass Gott unsere Augen, Herzen und Hände dort öffnet, wo wir helfen können und wo wir ihnen beistehen können.

  • Koreanischer Evangelischer Gemeindekonvent in Deutschland
  • Koreanische Evangelische Kirchengemeinde in Bochum
  • Koreanische Evangelische Gemeinde in Nürnberg-Erlangen
  • Die Evangelisch-koreanische Nambugemeinde
  • Koreanische Evangelische Kirchengemeinde Zukero in Düsseldorf
  • Koreanische Evangelische Kirchengemeinde in Rheinland
  • Koreanische Evangelische Kirchengemeinde Rhein-Main
  • Evangelische Koreanische Gemeinde in Berlin
  • Koreanische Evangelische Gemeinde in Hamburg


Der Koreanische Evangelische Gemeindekonvent in Deutschland appelliert an die koreanische Gemeinschaft in Deutschland, den notleidenden BürgerInnen Myanmars zu helfen, um die Menschenrechte und die Demokratie in Myanmar wiederherzustellen.

 

Pfarrer Sungho Cho aus Berlin, Vorsitzender des...

Pfarrer Sungho Cho aus Berlin, Vorsitzender des Koreanischen Evangelischen Gemeindekonventes in Deutschland, ist seit langem ein wichtiger Ansprechpartner des Berliner Missionswerkes beim friedenspolitischen Engagement in Ostasien.

 

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