Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Neue Verwaltungschefin am Start

Klimaneutralität, Geschlechtergerechtigkeit, transparentes Handeln. Die Anforderungen an soziale und kirchliche Organisationen steigen. Magdalena Stachura, ab heute Verwaltungsleiterin unseres Werkes, will dazu beitragen, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Die 45-Jährige war zuletzt Referatsleiterin im Konsistorium der EKBO, nun freut sie sich auf die Arbeit im Missionswerk und dessen internationalen Horizont. Magdalena Stachura folgt Rolf-Peter Wiegand nach, der nach 31 Jahren Engagement im Missionswerk in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Geboren 1976 in der östlichen Mitte Berlins, gehört Magdalena Stachura zu der Generation, die ihre Kindheit und Jugend in der DDR verbracht und somit beide politischen Systeme kennengelernt hat. „Ich empfinde es als wertvolle Erfahrung, beide Staaten erlebt zu haben. Und habe früh gelernt, dass demokratische Strukturen und das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht selbstverständlich sind. Wenn ich heute in die Welt blicke, wird das jeden Tag aufs Neue bestätigt“, betont die neue Verwaltungsleiterin.

Sie sei immer sehr neugierig gewesen, die Welt kennenzulernen. „Wie gestalten Menschen ihr Leben, wie funktionieren Gesellschaften, welche Möglichkeiten und Chancen haben die Menschen, mit welchen Begrenzungen müssen sie sich arrangieren?“ Es sei wichtig, sich von Schicksalen berühren lassen und zu helfen, wenn Hilfe gebraucht werde: „Aber im Dialog der Kulturen geht es erstmal darum, einander zu begegnen, einander zuzuhören und voneinander zu lernen.“

Und was macht für Magdalena Stachura eine gute Verwaltung aus? „Gute Verwaltung ist jederzeit ganz nah am Handeln der Organisation ausgerichtet und versteht sich konsequent als Unterstützungsfunktion für die Geschäftsprozesse. Verwaltung kann dabei nur wirklich gut sein, wenn auch sie selbst an den Zielen der Organisation ausgerichtet und in inhaltliche Fragen dicht eingebunden ist. Es ist ja nicht egal, wen oder was wir verwalten. Aus dem ersten Korintherbrief stammt das Bild vom Leib und seinen Gliedern. Jedes noch so kleine Glied ist wichtig. Fehlt es, kann das Ganze nicht gleichermaßen funktionieren. Ich finde das ein sehr schönes Bild, um das Zusammenspiel aller Arbeitsbereiche zu veranschaulichen. Das bedeutet natürlich auch, dass Verwaltung nie Selbstzweck sein darf und sich stets kritisch selbst betrachten muss.“

Als zweifache Mutter nimmt sie auch die Frage von Familienfreundlichkeit ganz bewusst in den Blick. „Kinder, insbesondere kleine Kinder, sind bei Frauen in Führungspositionen immer noch weit weniger selbstverständlich als bei Männern", sagt sie, "und wenn wir wollen, dass sich daran etwas ändert, müssen wir ganz neue Wege einschlagen“. Dazu gehöre auch, dass wir unser Selbstverständnis im Familienbild hinterfragen - und auch Arbeitgeber können mehr tun.

Magdalena Stachura hat vor Jahren mehrere Monate in Indien verbracht und gearbeitet. Dort hat sie extreme Armut gesehen, in Südafrika, das sie in den letzten Jahren häufig besuchte, die alltägliche Gewalt. „Wir wissen, dass das Konsumverhalten, die Anlageentscheidungen und der Ressourcenverbrauch nicht nur regional begrenzt sind, sondern globale Auswirkungen haben“, sagt sie, „daraus entsteht eine soziale Verantwortung, der wir uns stellen müssen.“

Magdalena Stachura (Foto: Gerd Herzog)

Magdalena Stachura (Foto: Gerd Herzog)

 

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