Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Friedensaktivistin Farhat-Naser erhält AMOS-Preis für Zivilcourage

Die palästinenische Christin Sumaya Farhat-Naser, deren Arbeit vom Berliner Missionswerk unterstützt wird, gehört zu den Preisträgern des diesjährigen AMOS-Preises. Sie wird gemeinsam mit dem Israeli Reuven Moskovitz für ihre Friedensarbeit unter Israelis und Palästinensern gewürdigt. Die Auszeichnung wird am 20. März in Stuttgart von der kirchenpolitischen Vereinigung „Offene Kirche“ der Evangelischen Landeskirche Württemberg verliehen.

„Wir freuen uns sehr über die verdiente Auszeichnung für Sumaya Farhat-Naser. Sie ist eine gute Freundin unseres Hauses“, kommentiert Dr. Almut Nothnagle, Nahost-Referentin im Berliner Missionswerk, die Entscheidung der Jury. Das Berliner Missionswerk ist Träger eines friedenspädagogischen Projekts Farhat-Nasers, das vor neun Jahren mit einer Anlauf-Finanzierung der Robert-Bosch-Stiftung auf den Weg gebracht werden konnte. „Seitdem konnten etliche junge Palästinenserinnen und Palästinenser in Deutschland und Palästina an Kursen zur Demokratie-Erziehung und Konfliktbewältigung teilnehmen“, so Nothnagle.

Die 62-jährige Farhat–Naser und der 82-jährige Moskovitz stehen der Jury zufolge im Nahost-Konflikt „beispielhaft, gewaltfrei und prophetisch für Gerechtigkeit und Versöhnung“ und damit in der Tradition des Propheten, der dem AMOS-Preis seinen Namen gab. Moskovitz war unter anderem Mitbegründer der Siedlung Neve Shalom/Wahat al Salam, in der israelische Juden und Palästinenser zusammenleben.

Für ihre Rolle als Friedensvermittlerin im Westjordanland und in Deutschland wird Farhat-Naser nicht zum ersten Mal ausgezeichnet. Sie ist bereits Trägerin des Augsburger Friedenspreises und der Hermann-Kesten-Medaille des P.E.N.-Zentrums. Die 1948 in Birzeit bei Jerusalem geborene Christin erhielt ihre Schulausbildung im Bildungszentrum Talitha Kumi bei Bethlehem, das vom Berliner Missionswerk getragen wird und in dem sie auch heute noch regelmäßig Seminare anbietet, die von den Schülerinnen und Schülern begeistert aufgenommen werden. Die Mutter dreier Kinder studierte in Hamburg Biologie, Geografie und Erziehungswissenschaften und leitete mehrere Jahre das „Jerusalem Center for Women“. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und in Deutschland für ihre Vorträge und Medienbeiträge bekannt, in denen sie für einen gerechten Frieden im Heiligen Land eintritt.

Der AMOS-Preis wird zum sechsten Mal verliehen. Über die Vergabe der mit 5000 Euro dotierten Auszeichnung entscheidet eine Kommission aus Vertretern von Kirchen, Politik und Medien. Die Vereinigung „Offene Kirche“ wendet sich gegen religiösen Fundamentalismus und vertritt eine liberale Theologie.


Pressekontakt: Jutta Klimmt | Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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