Kinder in Talitha Kumi, Foto: Berliner Missionswerk

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Israel verweigert palästinensischen Bischöfen die Einreise nach Gaza

Trotz Zusagen der israelischen Regierung wurde dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL) Munib Younan und dem anglikanischen Bischof Rt. Rev. Suheil Dawani heute der Zugang nach Gaza verwehrt. Zusammen mit Kirchenführern aus Jerusalem wollten sie Christen in dem Gebiet besuchen. Beide waren die einzigen Palästinenser in der Gruppe, nur ihnen wurde der Grenzübertritt nicht gestattet.

Younan berichtete aus dem Grenzgebiet Israel/Gaza seinem Büro in Jerusalem, dass er F-16-Flugzeuge beobachten konnte, die in Richtung des belagerten Gazastreifens flogen. Er bezeichnete die Situation als „Besorgnis erregend“ und befürchtete, dass die Flugzeuge den Verlust von noch mehr Menschenleben in Gaza bedeuteten.

 

„Wir protestieren gegen die Einschränkung unserer Bewegungs- und Religionsfreiheit.“, sagte Younan. Die Gruppe hatte Kirchen, Hilfsprojekte des Nahöstlichen Kirchenrates und das Al Ahli Hospital auf ihrem Besuchsprogramm, mit dem Ziel „die Christen in dieser schwierigen Zeit zu ermutigen.“ „Haben wir als Kirchenführer nicht das Recht auf Bewegungsfreiheit und das Recht, Gaza für pastorale Besuche zu betreten, wo immer wir es wollen?“, fragte Younan.

 

In sein Jerusalemer Büro zurück gekehrt, erklärte Younan, dass die Kirchenführer den Besuch vor zehn Tagen geplant und die Zutrittsgenehmigungen beantragt hatten.

 

„Gestern um 6.30 Uhr wurde uns von dem Direktor der Abteilung für christliche Gemeinschaften versichert, dass wir alle Genehmigungen erhalten haben, Gaza zu betreten.“, sagte Younan. Beim Erreichen des Grenzübergangs Erez, wurden Younan und Dawani zurück geschickt. Telefongespräche mit den Behörden führten nach Younan zu keinem Ergebnis.

 

“Wenn uns der Zugang auch verweigert wird, was immer die Gründe der israelischen Sicherheitskräfte sein mögen, das wird niemals unsere policy verändern. Wir werden weiterhin für Gerechtigkeit, Frieden, Versöhnung zwischen den beiden Nationen und den Dialog der drei Religionen arbeiten.“, erklärte Younan. „Wir glauben noch immer daran, dass Gewalt - egal von welcher Seite sie ausgeübt wird - nicht Gerechtigkeit und Frieden hervorbringen wird. Sie wird stärkeren Hass, mehr Extremismus und Bitterkeit zwischen den beiden Völkern verursachen. Nur ein gewaltloser Weg garantiert Sicherheit für Israel und Freiheit für die Palästinenser.“

 

Abschließend rief Younan die Unterstützerkreise zum Gebet auf. “Wir bitten sie, mit uns zu beten, dass Gott die Herzen derjenigen verändert, die anderen ihre Rechte vorenthalten.“, sagte er.

 

Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL)/Berliner Missionswerk, 05.02.09

 

 

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