Mosaik aus der Hagia Sophia in Konstantinopel/Istanbul

Fortbildungen/Studienreisen


Interreligiöse Kompetenzen entwickeln und stärken – hier finden Sie einige Angebote, Themen und Module für Ihre Fortbildung oder Ihre Gemeindeveranstaltung

 

  • 24. Januar bis 28. März 2019, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit: „Meine Religion in dieser Stadt. Menschenbilder der Religionen“
  • 22. bis 24. März 2019, Einladung zu einem besonderen Wochenende auf dem Schwanberg:  Gott ist, weil er wirkt – Entdeckungen in und mit den Psalmen

  • 14./15. August 2019, Die „vergessene Christenheit": Einführung und Entdeckungen zu den orthodoxen und orientalischen Kirchen (zugleich Vorbereitung-Tagung für die Studien- und Begegnungsreise nach Armenien im Oktober 2019)

  • 3./4. bis 13/14. Oktober 2019: Studien- und Begegnungsreise nach Armenien. Armenien – das heilige Hochland. Welche Geisteshaltung prägt Kultur, Religion, Gottes-, Welt und Menschenverständnis?

 

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit: „Meine Religion in dieser Stadt. Menschenbilder der Religionen“, 24. Januar bis 28. März 2019, jeweils donnerstags von 18 bis 19.39 Uhr. Ort: VHS Steglitz-Zehlendorf, Rondellstr. 5, 14163 Berlin-Zehlendorf (Raum 15).

Berlin gilt in Europa als die Stadt mit der größten religiösen Vielfalt. Wie prägt die jeweilige religiöse Lehre die Menschen und das Zusammenleben, welche Menschenbilder werden entworfen? Diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden. Vertreter diverser Religionen werden diesen Kurs unterstützen - es handelt sich quasi um „Religion zum Anfassen“. Nach einem Einführungsabend berichten Juden, Christen, Moslems, Hindus, Buddhisten, Sikhs, Bahai'i und Pagane aus ihrem religiösen Leben und stehen für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Dieser VHS-Kurs wird in Kooperation mit dem Berliner Forum der Religionen (www.berliner-forum-religionen.de), der interreligiösen Gesprächsplattform der Hauptstadt, angeboten. Alle Teilnehmenden erhalten auch die Publikation „Jeder nach seiner Façon. Vielfalt und Begegnung der Religionen in Berlin“.

Der Kurs richtet sich an alle, die an der Glaubensvielfalt in Berlin interessiert sind und etwas über den konstruktiven Beitrag der Religion zur Zivilgesellschaft erfahren möchten. Auskünfte zur Anmeldung erhalten Sie telefonisch unter 030/902995020 und auf der Website der VHS Steglitz-Zehlendorf.


Termine, jeweils Donnerstag, 18 bis 19.30 Uhr:   
                   

  • 24. Januar 2019: Einführung (Dr. Michael Bäumer)       
  • 31. Januar 2019: Judentum (Aaron Hammel)       
  • 14. Februar 2019: Islam (Feride Funda G.Gencaslan, Fereshta Ludin u. a.)       
  • 21. Februar 2019: (Christentum Dr. Andreas Goetze)       
  • 28. Februar 2019: Hinduismus (Haladhara Thaler)       
  • 7. März 2019: Buddhismus (Dr. Michael Bäumer)       
  • 14. März 2019 Sikhismus (Ranjit P. Kaur)       
  • 21. März 2019: Pagane (Gudrun Pannier)       
  • 28. März 2019: Baha'i (Peter Amsler)       


Veranstalter: vhs Berlin in Kooperation mit dem Berliner Forum der Religionen


               



 

 

Einladung zu einem besonderen Wochenende auf dem Schwanberg:  Gott ist, weil er wirkt – Entdeckungen in und mit den Psalmen (Freitag, 22. März 2019, 17 Uhr, bis Sonntag, 24. März 2019, 14 Uhr)

 

Die Psalmen sind ein ganz besonderer Klangraum. Sie eröffnen uns Perspektiven für den eigenen Glauben, für eigene Fragen und Zweifel, für tastende Versuche, mit Gott und den Menschen in einen Dialog zu kommen im Angesicht unserer jüdischen Geschwister. Der Psalter, in der hebräischen Bibel „Buch der Preisungen“ („Sefer Tehillim“) genannt, ist das Herzstück der Gebetsüberlieferung für Juden und Christen.


Die Psalmen laden ein, sich in die Gottesgeschichte Israels „hineinzuweben“. Wir lernen mit diesen Worten Gott zu bitten, ihm zu klagen, in aller Bedrängnis an ihm festzuhalten und ihm im Lobpreis zu vertrauen. Eine theologisch-spirituelle Spurensuche voll lebendiger Poesie mit Impulsen, Gesprächsphasen und geistlichen Übungen.

Referent und Gesprächspartner:
Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den Interreligiösen Dialog in der EKBO, Geistlicher Begleiter, spiritueller Reiseleiter für das Heilige Land, Lehrauftrag an der Humboldt-Universität („Institut Kirche und Judentum“), Konventsmitglied der „Evangelischen Geschwisterschaft e.V.“, zahlreiche Veröffentlichungen im Themenbereich interreligiöser Dialog, Nahost-Konflikt und Spiritualität.


Kursgebühr 140 Euro, Unterkunft und Verpflegung im Schloss 157 Euro
(aus finanziellen Gründen muss niemand auf das Wochenende verzichten – sprechen Sie Andreas Goetze an: a.goetze @ bmw.ekbo.de.

Anmeldung: Geistliches Zentrum Schwanberg e.V., Evangelische Bildungseinrichtung Schwanberg, 97348 Rödelsee, rezeption @ schwanberg.de, Telefon: 09323 32-128, Fax: 09323 32-116.

www.schwanberg.de

Weitere Informationen zum Wochenende unter www.evangelische-termine.de


Die „vergessene Christenheit": Einführung und Entdeckungen zu den orthodoxen und orientalischen Kirchen. Zugleich Vorbereitung-Tagung für die Studien- und Begegnungsreise nach Armenien vom 3./4. bis 13/14. Oktober 2019: „Armenien – das heilige Hochland“ (Mittwoch/Donnerstag, 14./15 August 2019, jeweils 10 bis 17 Uhr)

 

Neben den zahlreichen orthodoxen Kirchen (byzantinisch, russisch, georgisch, antiochenisch u. a.) gehören gerade die alt-orientalischen Kirchen zu den ältesten christlichen Gemeinschaften, die im Nahen und Mittleren Osten ihren Ursprung haben. Zu den "Alt-Orientalen" zählen u. a. die armenische, äthiopische, koptische, eritreische, syrische und ost-syrische Kirche. Die reichen geistlich-spirituellen, liturgischen, sakral-architektonischen und theologischen Schätze dieser Kirchen möchten wir in den Blick nehmen und nach Impulsen für ein westlich geprägtes Christentum fragen. Im Kurs wird es die Möglichkeit zu Begegnungen mit orientalischen Gemeinden geben.

Studien- und Begegnungsreise nach Armenien: Armenien – das heilige Hochland. Welche Geisteshaltung prägt Kultur, Religion, Gottes-, Welt und Menschenverständnis? (3./4. bis 13/14. Oktober 2019; kann sich je nach Flug um einen Tag verschieben)

Eine Reise an den Ort des biblischen Paradieses bedeutet eine inspirierende Synthese von Kultur und Natur: Armenien ist ein Brückenland in vielfältiger Hinsicht. Ein reiches, geschichtsträchtiges Erbe und eine einzigartige Natur gilt es zu entdecken. Verschiedene Kulturen und geistige Kräfte begegneten sich durch Jahrhunderte und wirken bis heute nach. Ein Besuch in Armenien ist eine Pilgerreise zu dem ersten christlichen Land unserer Erde (im Jahr 301 wurde der christliche Glauben als Staatsreligion angenommen), zu „Christushäusern“ und Chatschkars.

  • Reiseleitung: Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Religionswissenschaftliche und spirituelle Begleitung: Prof. Dr. Dr. Paul Imhof, München


Leistungen: Flug, Doppelzimmer mit Halbpension, alle Eintritte und Besichtigungen, komfortabler, moderner Reisebus, qualifizierte Reiseleitung, Begegnungen, Material, alle Trinkgelder.
Kosten: ca. 1.650.- Euro (bei mind. 25 Teilnehmenden), Informationen und Anmeldung bei: a.goetze @ bmw.ekbo.de

Zielgruppe bei allen Veranstaltungen:

  • Interessierte an interreligiösen und ökumenischen Fragestellungen und an einer geistlich-theologisch, religionswissenschaftlich ausgerichteten Reise.
  • Religionslehrerinnen und -lehrer
  • Pfarrerinnen und Pfarrer
  • Gemeindepädagoginnen und -pädagogen
  • Ökumene-Beauftragte
  • Beauftragte für das interreligiöse Gespräch
  • Studierende der Theologie, MRC und Religionswissenschaften


Zum Hintergrund und zu Inhalten der Reise:

Ein Besuch in Armenien ist eine Pilgerreise zu dem ersten christlichen Land unserer Erde (im Jahr 301 wurde der christliche Glauben als Staatsreligion angenommen). Schon im ersten Jahrhundert, so erzählt die Legende, haben die Apostel Bartholomäus und Judas Thaddäus die Lehre Jesu nach Armenien gebracht.

Reisehöhepunkte u. a. Yerevan, Sevan-See, Kloster Haghartsin, Tatev, Geghard, Chor Virap mit einzigartigem Blick auf den auf türkischem Gebiet liegenden Ararat, Goris, Kloster Tatev (9. Jh. UNESCO-Weltkulturerbe), Etschmiatsin (Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche und Residenz des Katholikos, Weltkulturerbe der UNESCO). Wir fahren auf der Seidenstraße, erleben die Fahrt mit der längsten Seilbahn der Welt, tauchen ein imposante Berglandschaften.

Begegnungen am Institut für Orientalistik der Nationalen Akademie der Wissenschaften, mit der Armenisch-Apostolische Kirche stehen ebenso auf dem Programm wie die Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Armeniern und der neueren türkischen Geschichte. Es werden prähistorische, biblische, architekturgeschichtliche, politische, theologische, interreligiöse und ökumenische Perspektiven thematisiert. Denn Armenien ist ein interessantes Gebiet am Fuße des Ararat, dem Berg, auf dem der Tradition nach Noah mit seiner Arche zum Stehen kam. In der Geschichte war das einstmals große Land durch Kriege und natürlich die Handelswege (Seidenstraße) unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt. Insbesondere die Begegnungen mit der persischen Welt und in späteren Jahrhunderten mit den Turkmenen (heute Türkei und Aserbaidschan) und der islamischen Welt haben zu geistesgeschichtlichen Auseinandersetzungen geführt. Welche Geisteshaltung prägt Kultur, Religion, Gottes-, Welt und Menschenverständnis? Eine Haltung der Apokalypse, die das Ende der Welt erwartet, oder eine Haltung des Glaubens an die Verwandlung der Welt durch den Geist Gottes, wie er in Christus erschienen ist?

„Zwischen Granatapfel und Weintraube“: Wir erfahren von den zwei wichtigsten kosmischen Symbole in den Heiligen Schriften von Judentum, Christentum und Islam: Granatapfel und Weintraube und über Gartenzwerge, deren Mützen schon in alter Zeit bedeutungsvoll waren … Letztlich schöpfen alle drei großen monotheistischen Religionen ihre jeweilige spirituelle Kraft aus dem Gebiet des alten Armeniens. Apokalyptisches Denken hat in Judentum, Christentum und Islam Raum gefunden. Persische Einflüsse haben das dualistische Weltbild des Westens geprägt. Doch ist die geistesgeschichtliche Entwicklung sehr vielgestaltig. Nicht nur werden die Einflüsse auf Koran und Sunna in der islamischen Welt erkennbar. Zwischen Orient und Okzident haben sich unterschiedliche geistige Kräfte Raum genommen, die bis heute nachwirken wie z. B. das Christentum in seiner orientalischen Gestalt, der Islam in der Vielheit seiner schiitischen Bewegungen oder das Alevitentum.


Eine Veranstaltung des Pastoralkollegs der EKBO in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk, der Akademie St. Paul und Arminius-Reisen.

 

 

Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de