Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 



Im Hinblick auf die am 11. März beginnende „Woche der Brüderlichkeit“ (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)

Sonntag, 4. März 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz 1, 10789 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Kantorin Aviv Weinberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin (Gesang), Albrecht Guendel-vom Hofe (Klavier)


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin



Im Zusammenhang der Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)

Sonntag, den 11. März 2018, 10.00 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Erlöserkirche am Nöldnerplatz 43, Berlin-Lichtenberg (Nähe S3 Rummelsburg oder S5 Nöldnerplatz)
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Band „Soul Feeding“, Rodgau-Jügesheim


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Groovig von Pop bis Rock: „Soul Feeding“ - das sind sieben junge Erwachsene, die nun seit 10 Jahren zusammenspielen. Mit ihrer Besetzung aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und vier Sängerinnen, gelegentlich ergänzt durch Querflöte, bieten sie ausdrucksstarke gesangsbetonte Interpretationen ihres vielfältigen Repertoires. Unser Repertoire reicht von anspruchsvollen internationalen und deutschen Popsongs bis hinzu Lobpreis-Liedern, von Rockstücken bis hin zu etwas exotischeren Songs, denen sie ihr spezielles eigenes Leben einhauchen. Neben zahlreichen Konzerte im Rhein-Main-Gebiet spielt die Band regelmäßig im „emotion“-Jugendgottesdienst der Emmausgemeinde in Rodgau-Jügesheim und anderen Gottesdienstprojekten. Die außergewöhnlichen Stimme, die facettenreichen Klänge und groovende Sound machen Spaß und laden zum Mitmachen und Mitsingen ein.

Veranstalter: Paul-Gerhard-Gemeinde, Berlin-Lichtenberg


Dienstag, 13. März 2018, 19.30 Uhr

„Islam in der Krise . Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Der Islam scheint selbstbewusst zu expandieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Mit seinem Buch „Islam in der Krise“ hat Michael Blume für Aufsehen gesorgt. Er erklärt das Szenario als Symptom einer weltweiten tiefen Krise des Islams. Er zeigt: Es ist nicht einmal mehr klar, wie viele Muslime es tatsächlich noch gibt. Nein, der Islam ist noch nicht tot, doch er gleicht einem Schwerkranken, der vor Verzweiflung und Schmerz um sich schlägt. Und erst, wenn wir – Nichtmuslime und Muslime gleichermaßen – dies realistisch wahrnehmen und verstehen, besteht die Chance auf eine bessere, gemeinsame Zukunft.

  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Michael Blume, Religions- und Politikwissenschaftler, promovierte über Religion und Hirnforschung, spezialisierte sich auf die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, , Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8,50.- Euro, für Studierende 3,50.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50.-Euro.



Mittwoch, 11. April 2018, 19.30 Uhr

„Islam- und Muslimbilder in Deutschland - Muslime in Deutschland: Identitätsbildungen in der Einwanderungsgesellschaft“
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Wie verstehen sich eigentlich Muslime in der pluralen Vielfalt in Deutschland? Wie verstehen sie ihre Religion? Identitäten sind im Fluss, keine starren Gebilde. Wie kann Identitätsbildung gelingen zwischen Anpassung und Ausgrenzung?

  • Referentin: Prof. Dr. Riem Spielhaus, Professorin für Islamwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Wissenskulturen an der Georg-August-Universität Göttingen und Leiterin der Abteilung Schulbuch und Gesellschaft
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, , Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8,50.- Euro, für Studierende 3,50.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50.-Euro.



Reihe „Unterwegs an Orten des Gebets“
Einladung zu einer interreligiösen Begegnung: Juden, Christen und Muslime – eine gemeinsame Entdeckungsreise

  • Mittwoch, 18. April 2018

  • Mittwoch, 2. Mai 2018

  • Mittwoch, 9. Mai 2018

jeweils von 19 bis ca. 21.30 Uhr (inkl. Abendimbiss)

Ein ausführlicher Prospekt mit den konkreten Themen und Orten erscheint im Frühjahr. Informationen und Anmeldungen: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO), Tel.: 030/ 243 44 – 167, a.goetze @ bmw.ekbo.de (hier kann auch der Flyer der Veranstaltungsreihe angefordert werden)

Weitere Ansprechpartner:

  • Isak Aasvestad, Abraham Geiger Kolleg
  • Iman Andrea Reimann, office@dmk-berlin.de
  • Andrea Richter, Beauftragte für Spiritualität in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), a.richter @ akd-ekbo.de
  • Fatih Kilic, Islamische Föderation Berlin


Veranstalter: Abraham Geiger Kolleg, Amt für kirchliche Dienste (AKD), Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum, Deutschsprachiger Muslimkreis, Islamische Föderation Berlin



Dienstag, 15. Mai 2018, 18 Uhr

Das rote Arbeiterviertel -- Social Gospel oder das nach Dietrich Bonhoeffer so ziemlich „tollste“ Viertel Berlins - der Prenzlauer Berg. Treffpunkt: Vor dem Eingang der Zionskirche, Zionskirchplatz (Nähe Rosenthaler Platz)

Im Mittelpunkt dieser Tour stehen Bonhoeffers vielleicht dichtesten Jahre in Berlin, seine Pfarrerhilfstätigkeit an der Zionskirche mit den dortigen Konfirmanden, seine mitgebrachten Erfahrungen aus den USA und seine Begegnung mit einem für ihn ganz neuen Berlin. Auch werfen wir einen kleinen Blick auf die „Rezepionsgeschichte“ Bonhoeffers in der DDR, da die Zionskirche für die Opposions-Bewegungen eine bedeutende Rolle spielte.

Mit Ralf Herold, Diplom-Theologe, MA in Erwachsenenbildung, Berlin und Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Kostenbeitrag: 5.- Euro, Studierende 2.- Euro
Veranstalter: Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum in Zusammenarbeit mit „theoarts, Theologie an Ort & Stelle“ (www.theoarts.de)



Mittwoch, 16. Mai, 19.30 Uhr

„Religionen, Weltanschauungen und Demokratie – geht das zusammen?“
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Die Säkularisierung - die Verweltlichung als übergreifende Loslösung aus religiösen Bindungen  - scheint längst abgeschlossen. Doch zugleich kehren Religionen und Weltanschauungen in einzelnen Staaten auf die weltpolitische Bühne zurück. Wie lässt sich das Verhältnis von Religion und Staat im weltanschaulich neutralen Staat fassen? Eine jüdische Perspektive.

  • Referent: Prof. Dr. Micha Brumlik, Professor em. am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M., seit Oktober 2013 Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, , Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8,50.- Euro, für Studierende 3,50.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50.-Euro.



Dienstag, 19. Juni, 19.30 Uhr

Die Türkei - ein Jahr nach dem Putsch - zu den religiösen und politischen Hintergründen der Veränderungen in einem „Land in Bewegung“
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Referent: Dr. Andreas Goetze, , Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8,50.- Euro, für Studierende 3,50.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50.-Euro


Sonntag, 9. September 2018, 18 Uhr (Psalm-Ton-Gottesdienst)

  • Thema: Psalm 77 - „Sachor! – Ich will mich erinnern, dass ich nicht vergessen will“
  • Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz 1, 10789 Berlin
  • Predigt: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble (Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe)


„Erinnern“ ist ein Grundwort und Grundakt im Judentum wie auch im Christentum und Islam. So auch im Psalm 77. Wir erinnern uns an die Geschichte und Geschichten Gottes mit den Menschen, die in der Heiligen Schrift erzählt werden. Würde die Erinnerung aussetzen, wäre die Religion ihrer Grundlage beraubt. Und der Mensch der Orientierung. „Sachor“ ist hebräisch und bedeutet übersetzt: „gedenke, erinnere dich!“. 169 Mal wird das Wort „sachor“ in der hebräischen Bibel erwähnt. Ohne die Fähigkeit der Erinnerung gäbe es das jüdische Volk wohl heute nicht mehr. Der christliche Glaube lebt davon, dass er sich seiner jüdischen Wurzeln erinnert. Und der Islam erinnert sich immer wieder an die Zeit des Propheten Muhammad als Richtschnur zum Leben und Glauben. Für wen also erinnern? Und was? Ein Gottesdienst, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet, um für die Zukunft eine Perspektive zu gewinnen.

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin


Mittwoch, 18. September, 19.30 Uhr

„Der Holocaust und der Staat Israel - Wahrnehmung, Genese und Gestaltung der Erinnerung“
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Wie hat die Erfahrung des Holocaust die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit in Israel geprägt? Welche entscheidenden Stationen in der Wahrnehmung des Holocaust und der Auseinandersetzung mit ihm sind in der Geschichte des Staates Israel zu verzeichnen? Welche Formen der Erinnerung haben sich in einem säkularen Staat entwickelt, in dem ein Volk lebt, dessen Geschichte und Identität wesentlich von religiösen Mustern bestimmt wird?

Referent: Dr. Christoph Münz, Historiker, Journalist, Herausgeber des Newsletters „COMPASS-Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web“: www.compass-infodienst.de
Moderation: Dr. Andreas Goetze, , Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 8,50.- Euro, für Studierende 3,50.- Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50.-Euro
Weitere Termine:

  • Dienstag, 23. Oktober 2018
  • Dienstag, 20. November 2018
  • Dienstag, 4. Dezember 2018



Dienstag, 25. September 2018, 18 Uhr

„Dem Rad in die Speichen fallen“. Dietrich Bonhoeffer, der Theologe des Widerstandes– ein besonderer Stadtrundgang. Treffpunkt: Eingang Neue Nationalgalerie, Kulturforum. Endpunkt S-Bahn Anhalter Bahnhof.

Mit diesem Rundgang durch Berlins Mitte bewegen wir uns auf den Spuren Dietrich Bonhoeffers, des Theologen zur Zeit des Dritten Reiches, der vielleicht wie kein anderer Leben und Theologie miteinander verknüpfte. Bonhoeffers Glaube hatte Konsequenzen für sein Leben und Handeln. Er beteiligte sich am Widerstand, befürwortete und unterstütze Attentatspläne auf Hitler und bezahlte letztendlich seinen Widerstand gegen das Regime noch im April 1945 mit seinem Leben.
Dieser gut zweistündige Rundgang führt uns u.a. zur Ordinationskirche Bonhoeffers, zum Ort des ehemaligen Volksgerichtshofs und dem damaligen Gestapo-Hauptquartier, einer von Bonhoeffers Haftorten. Bonhoeffers Rolle im Widerstand, seine Entwicklung und wesentliche Ereignisse seiner letzten Lebensjahre werden deutlich.

Mit Ralf Herold, Diplom-Theologe, MA in Erwachsenenbildung, Berlin und Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Kostenbeitrag: 5.- Euro, Studierende 2.- Euro
Veranstalter: Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum in Zusammenarbeit mit „theoarts, Theologie an Ort & Stelle“ (www.theoarts.de)



Sonntag, 30. September 2018, 11 Uhr (Gottesdienst)

„Auge um Auge - Zahn um Zahn“ - Rechtsfrieden und soziale Gerechtigkeit heute (2. Mose 21, 22-25)
Ort: Bethlehemkirche, Berlin-Neukölln (Rixdorf am Richardplatz)
Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Wenn es darum geht, harte Vergeltung oder grausame Gewaltanwendung auf eine griffige Kurzformel zu bringen, muss zumeist das Bibelwort „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ herhalten. Gleiches mit Gleichem vergelten, jemandem mit gleicher Münze heimzahlen: Das Wort wird meist benutzt, um sich selbst abzugrenzen von einer Reaktionsweise, die damit als unreflektiert und rücksichtslos hingestellt werden soll. „Auge um Auge" stehe für unbedingte Vergeltung ohne menschliches Maß. Ein Gott, der solches Recht setze, wird dann ein „rachsüchtiger“ Gott genannt, seine Weisung „alttestamentarisch“ und damit überholt, antiquiert, einer modernen demokratischen und sozialen Gesellschaft unwürdig. Ein Gottesdienst, der auf Spurensuche geht, inwiefern die sprichwörtlich gewordene moderne Verwendung des Zitates dem biblischen Befund überhaupt gerecht wird. Wie kann heute Frieden und Gerechtigkeit ins Recht gesetzt werden?

Veranstalter: Evang. Gemeinde Rixdorf

Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938

Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr

„Das wird man doch noch ´mal sagen dürfen!“
Antisemitismus heute – von was reden wir eigentlich, wenn wir reden von…

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Antisemitismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Nicht nur im Nahen Osten, im spannungsreichen Konfliktfeld zwischen Israel und manchen arabischen Staaten, sondern auch in Europa und in Deutschland. Antisemitische Äußerungen sind an Berliner Schulen zu hören, sie sind aber auch in den deutschen Medien, in Zeitungen, den Radio- und Fernsehsendungen zu vernehmen. Doch was verstehen wir eigentlich unter Antisemitismus? Die häufige Verwendung macht einen Begriff unscharf. Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Antisemitismus oder Antijudaismus reden? Nimmt der Antisemitismus durch arabische Flüchtlinge zu? Und was können wir, 80 Jahre nach der Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938und der ihr folgenden Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Deutschen während des Dritten Reichs, heute tun? Wie kann Verständnis und Toleranz gefördert werden?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West



Sonntag, 18. November 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West




 

 

 

Weltweite Partner

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Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de