Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 

Donnerstag, 8. November 2018, 19.30 Uhr

Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938: „'Das wird man doch noch ´mal sagen dürfen!' Antisemitismus heute – von was reden wir eigentlich, wenn wir reden von

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)


Antisemitismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Nicht nur im Nahen Osten, im spannungsreichen Konfliktfeld zwischen Israel und manchen arabischen Staaten, sondern auch in Europa und in Deutschland. Antisemitische Äußerungen sind an Berliner Schulen zu hören, sie sind aber auch in den deutschen Medien, in Zeitungen, den Radio- und Fernsehsendungen zu vernehmen. Doch was verstehen wir eigentlich unter Antisemitismus? Die häufige Verwendung macht einen Begriff unscharf. Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Antisemitismus oder Antijudaismus reden? Nimmt der Antisemitismus durch arabische Flüchtlinge zu? Und was können wir, 80 Jahre nach der Reichspogromnacht am 9. Nov. 1938 und der ihr folgenden Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Deutschen während des "Dritten Reichs", heute tun? Wie kann Verständnis und Toleranz gefördert werden?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West



Sonntag, 18. November 2018, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Angst überwinden – Brücken bauen“

  • Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Musik: Jazz-Ensemble, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe


Angst kommt in vielen Facetten daher. Religiöse Formen machen Angst, wenn sie fundamentalistisch ausgelebt werden. Angst frisst Seelen auf. Und Angst hat was mit Enge zu tun. Jede/r hat sie schon erlebt. Wir sollten sie ernst nehmen, ihr aber nicht das letzte Wort überlassen, meint Dr. Goetze. Wie lassen sich Ängste überwinden? Das jüdisch-rabbinische Motto ist „ me'ojev le'ohev “, vom Feind zum Liebenden. Wie können wir Brücken zueinander bauen? Welche Ressourcen bietet die spirituelle Kraft des Glaubens in manchmal gnadenlosen Zeiten?

Veranstalter: Evang. Johannesgemeinde-Lichterfelde-West

 



Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr

Podiumsdiskussion: Religiöser Pluralismus und Demokratie. Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft kann nur gelingen, wenn sich Menschen einander mit Respekt und Achtung begegnen. Zugleich ist es nötig, Grenzen der Toleranz zu setzen, wenn andere Menschen ausgegrenzt, diffamiert werden. Religiöse und weltanschauliche Überzeugungen bieten beides: Traditionen, die Andere, die anders denken und glauben, ausgrenzen und Grundhaltungen, die für Respekt und Menschenwürde werben, die zugleich starke Perspektiven für ein friedvolles und von Gerechtigkeit getragenes Miteinander eröffnen. Welche religiösen Überzeugungen sind für die Stadtgesellschaft problematisch?

Ist Religion nur Privatsache? Jüdische, christliche, muslimische und weltanschauliche Perspektiven kommen ins Gespräch über die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, über Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, über Religionen im öffentlichen Raum, ihre Ressourcen und über die Grundlagen, in einer Demokratie mit unterschiedlichen Überzeugungen zusammenzuleben.

Es diskutieren:

  • Armin Langer, Jüdischer Theologie und Publizist;
  • Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog, Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ebtisam Ramadan, Erziehungswissenschaftlerin (Migrationsforschung), Neuköllner Begegnungsstätte e.V. (NBS)
  • Dervis Hizarci, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)
  • David Heim, Student, jüdischer Mitbewohner in einem interreligiösen WG-Projekt
  • Jaap Schilt, Humanistischer Verband Berlin

Moderation: Reinhard Fischer, Landeszentrale für politische Bildung, Berlin

 

Dienstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr

Vortrag: "Religion auf hoher See"

  • Referentin: Katharina Plehn-Martins, Studium der Theologie und Judaistik in Berlin und Jerusalem, arbeitete 21 Jahre als Pfarrerin einer Berliner Innenstadtgemeinde. Inzwischen ist sie als Dozentin, Berufs- und Persönlichkeits-Coach tätig und als Bordgeistliche auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


Das Thema verblüfft. Wo gibt es „Religion auf hoher See“? Auf Kreuzfahrtschiffen! Reisen zur See hat Hochkonjunktur mit steigender Tendenz. Neben der Crew, den Gästen und Künstlern begleiten auch Bordgeistliche die Reisenden. Durchgängig auf manchen Schiffen, auf anderen nur an hohen christlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Einige Reedereien sind sich des kulturell-religiösen Reichtums kirchlicher Feiertage und der Bedeutung von Festzeiten bewusst, von den Gästen werden die spirituellen Angebote gerne angenommen. Die Bordgeistliche Katharina Plehn-Martins berichtet auf tiefgründig-unterhaltsame Weise in ihrem Buch „Segen auf See“ davon. Wir laden ein zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch über Religion, Gesellschaftstrends und die spirituelle Bedeutung von Festzeiten und Lebens-Rhythmen in und außerhalb des Alltäglichen.


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro.




 

 

 

Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de