Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

Bis 4. September 2020, jeden Freitag um 20.30 Uhr


ALONE TOGETHER – ON FREEDOM. Nine Nights in Berlin

Hier das vollständige Programm zum Herunterladen (pdf)

(Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen Empfang zum Gespräch der "draußen vor der Tür" auf dem kleinen Park der Kirche stattfindet. Schön, wenn wir alle miteinander und mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen können). Ort: American Church, Dennewitzplatz, 10783 Berlin
Komm vorbei – Platz ist in der großen Kirche immer. Es wird allerdings empfohlen, sich anzumelden – wenn Du also auf Nummer sicher gehen willst – Registration unter www.bluechurchberlin.com

  • 7. August 2020: I Talk with the Spirits (Rahsaan Roland Kirk, * 7 August 1936), Arne Jansen (guitar, Dr. Johann Hinrich Claussen / Kulturbeauftragter der EKD
  • 14. August 2020: Deep Roots (Lorez Alexandria, * 14 August 1929), Meditation of the Heart: Friedhelm Schönfeld (sax), Axinia Schönfeld / pianist, singer and pastor
  • 21. August 2020: Good Morning Blues (Count Basie, * 21 August 1904), A tribute to Charlie Haden and Abbey Lincol, Esther Kaiser (vocals), Rüdiger Krause (guitar), Dr. Robert G. Moore / Director of the ELCA Wittenberg Cente
  • 28. August 2020: Serenity (Kenny Drew, * 31 August 1928), DONG WEST: Volker Grewe (piano/percussion), Vivien Lee (vocals), Kathrin Oxen / Pfarrerin an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.
  • 4. September 2020: Jazz Pilgrimage (Gerald Wilson, * 4 September 1918), Uwe Steinmetz & In Spirit: Sebastian Merk (drums), Arne Jansen (guitar), Richard Maegraith / saxophonist and pastor Schirmherr


„Vom Jazz habe ich gelernt, dass es eine Musik ist, die Menschen verschiedener Kulturen verbindet und die vom gemeinsamen Aufeinander-Hören und vom Zuhören lebt. So entsteht im Konzert ein freier, respektvoller Austausch von persönlichen musikalischen Sprachen und Stimmen. Die Freiheit auf Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und das Zuhören auf andere Stimmen, Sprachen und Kulturen, der Austausch und das Lernen voneinander sind Grundbedingungen für Frieden und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Ebenso sind es für mich Qualitäten, die in der Praxis des Christlichen Glaubens zentral sind,” so Uwe Steinmetz, Mitbegründer von BlueChurch, dem internationalen Netzwerk für Jazz und christliche Spiritualität (www.bluechurch.ch), der die Reihe initiiert und leitet, zu seiner Inspiration. „Mir geht es um das Entwickeln von dialogbereiter Sprachfähigkeit in unserer Gesellschaft, über das, was uns ausmacht, was uns motiviert und woran wir glauben – als Christen und als Jazzmusiker, und Jazz als kulturverbindende sakrale Musik der Gegenwart zu erleben und liturgisch einzusetzen gehört für mich essentiell dazu!“

 

Sonntag, 9. August, 10 Uhr (Gottesdienst)

„Weisung fürs Leben – Psalmen gegen das Getrumpel der Welt
Ort: Evang. St. Thomasgemeinde, Bethaniendamm 23-27, 10997 Berlin, Predigt: Dr. Andreas Goetze, Pfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO), Musik: Assaf Levitin, M.A., Kantor der liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Mitglied der „Drei Kantoren“, Chorleiter „Shalom Chor“ Berlin.


Psalmen sind Lieder der Hoffnung und des Lebens. Es erklingen Klage und Lob, Zweifel und Zuversicht, Angst und Hoffnung mitten hinein in eine Welt voller Egoismus und Krieg. Je ohnmächtiger und bedrängter man ist, desto nötiger ist eine innere Verankerung. Das Buch der Psalmen ist ein besonderer Klangraum. Diese Gebete und Lieder laden ein, die Wirklichkeit mit den Augen Gottes zu sehen und sich nicht aufzugeben im Strudel der Zeit. Psalmen – Protestsongs gegen das Getrumpel und Getöse der Welt. Voller Sehnsucht und Kraft, von Gott her denken, vom Leben her.

Veranstalter: Evang. St. Thomas-Gemeinde, Berlin-Kreuzberg.
 

Sonntag, 16. August, 10.30 Uhr (Gottesdienst)

Musikalischer Gottesdienst zum „Israel-Sonntag“: „Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, das er zu Erbe erwählt hat“ (Psalm 33,12), Ort: Dom zu Brandenburg an der Havel, Burghof 10, 14776 Brandenburg an der Havel. Gestaltung: und Predigt: Dr. Andreas Goetze, Pfarrer für den Interreligiösen Dialog (EKBO). Musik: Albrecht Gündel-vom Hofe (Piano), Aviv Weinberg, Mitglieder von Jazzensemble „Zlilej schel bet haskala“ („Sound of bet haskala“)

Am „Israel-Sonntag“ gehen wir auf Spurensuche und fragen, inwiefern der Bund Gottes mit seinem Volk Israel auch Grund für die eigene Hoffnung auf Gottes Treue und Liebe sein kann. Jahrhundertelang standen am „Israel-Sonntag“ die Themen „Tempelzerstörung“ und „Jesus weint über Jerusalem“ (Lk. 19,41-48) im Zentrum des Gottesdienstes und wurden zunehmend antijüdisch ausgelegt. Das tiefe Erschrecken über die Schuld und Abgründe insbesondere während des Nationalsozialismus nach 1945 haben zu einer Neubesinnung innerhalb der Kirche geführt: Christinnen und Christen begannen neu über die Grundlagen ihres Glaubens nachzudenken und die Verwurzelung in der jüdischen Tradition wiederzuentdecken.

Veranstalter: Domstift Brandenburg


Mittwoch, 19. August, 19.30 Uhr (Konzert)

Jazz goes Synagogue: Jazz-Ensemble „Sound of bet haskala“ - modern arrangierte liturgische Gesänge aus der Synagogalmusik sowie Psalmvertonungen jüdischer Komponisten, Ort: Dom zu Brandenburg an der Havel, Burghof 10, 14776 Brandenburg an der Havel.

Das Projekt „Jazz goes Synagogue“ ist aus der Zusammenarbeit des Mathematikers und Jazzmusikers Albrecht Gündel-vom Hofe und der aus Israel stammenden Kantorin Aviv Weinberg entstanden. Inhaltlich geht es um traditionelle liturgische Gesänge sowie um moderne Psalmvertonungen zeitgenössischer jüdischer Komponistinnen und Komponisten, die das breite Spektrum der Synagogalmusik abdecken. Die Besonderheit dieses Projekts besteht in der Verwendung der Sprache des Jazz. Dies geschieht in Form von eigens für das Ensemble geschriebener Arrangements und Bearbeitungen, meistens aus der Feder von Albrecht Gündel-vom Hofe. Dabei soll der spirituelle Charakter der Lieder und Gesänge bewahrt und zugleich der vertraute Klangraum für neue Hörerfahrungen geöffnet werden. Ungewöhnlich ist die Besetzung des Jazzensembles mit Saxophon, Cello, Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Den Live-Mitschnitt eines früheren Kozerts gibt's unter: www.youtube.com.

Mit Kantorin Aviv Weinberg - voice & Jazzensemble „Zlilej schel bet haskala“ („Sound of bet haskala“), Leitung: Albrecht Gündel-vom Hofe - piano, arr., Rezitationen & Lyrics: Dr. Andreas Goetze, Pfarrer für den Interreligiösen Dialog (EKBO).

Eintritt frei, Spenden herzlich erbeten.

Veranstalter: Domstift Brandenburg


Dienstag, 15. September , 19.30 Uhr

Trennung von Religion und Staat nur für Muslime? Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Deutschland ist ein säkular verfasster Staat, der Religionsgemeinschaften unterordnet und schützt. Säkular bedeutet also nicht zwingend die Nichtsichtbarkeit religiöser Symbole in staatlichen Räumen. Das wäre ein laizistisches Prinzip. So wird oft gerade auch in Medien argumentiert, wenn es um Islam und Muslim*innen geht, nicht jedoch bei anderen Religionen. Wie müsste eine aufgeklärte und ehrliche Debatte um staatliche Verfasstheit, Körperschaftsrecht und Religionsfreiheit aussehen, damit sie die demokratische Idee einer gerechten Gesellschaft widerspiegelt?

  • Referentin und Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Sabine Schiffer, Professorin für Journalismus und Kommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Frankfurt/Main, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr

Säkularismus im Islam? Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Der Islam gilt weithin als eine Religion, in der das Sakrale das Säkulare besonders effizient und unaufhebbar im Zaum hält. Die islamischen religiösen Vorschriften sollen das Leben der Muslime in einem Maß beherrschen, wie es bei anderen Religionen nicht anzutreffen ist, und dies aufgrund ganz bestimmter inhaltlicher oder institutioneller Eigenheiten des Islam selbst. Diese Auffassung soll in diesem Beitrag auf ihre Stimmigkeit untersucht werden.

  • Referent und Gesprächspartner: Prof. Dr. Alexander Flores, Nahosthistoriker und Islamwissenschaftler, Prof. für Wirtschaftsarabistik i. R.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr

Umkämpfte Vielfalt. Staat, Religion und Zivilgesellschaft im Ringen um die Zukunft Indonesiens. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

In Indonesien ringen zunehmend verschiedenste politische, religiöse und gesellschaftliche Kräfte um die Gestaltung der Zukunft des Landes. Im Fokus wissenschaftlicher Betrachtung und der Berichterstattung stehen dabei oft nur Richtungskämpfe innerhalb des Islams. Die Rolle anderer Religionen und Interessengruppen wird unterschätzt. Der Vortrag stellt verschiedene Akteure und Überzeugungen vor, deren Auseinandersetzungen miteinander in Analysen zu Lage und Zukunft der drittgrößten Demokratie der Welt einfließen sollten.

  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Eckhard Zemmrich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Mittwoch, 9. Dezember, 19.30 Uhr

Aus Anlass des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember: Menschenrechte und Glaubensfreiheit in Syrien. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Die Freiheit im allgemein und die Glaubensfreiheit sind gemäß der syrischen Verfassung geschützt. Syrien ist eine demokratische Republik laut des ersten Grundsatzes der Verfassung. Theoretisch liest sich die Verfassung gut an, wenn man übersieht, dass Al-Scharia laut des dritten Grundsatzes der Verfassung eine Hauptquelle der Gesetzgebung ist. Jedoch heißt das lange nicht, dass Syrer gar keine Glaubensfreiheit genießen oder besser gesagt genossen haben. Jetzt kann man in Syrien von gar keinen Rechten sprechen geschweige denn von Menschenrechten. Vor dem Krieg waren wir aber unbeachtlich der Religion alle Syrer. Doch manche waren syrischer als die anderen!

  • Referent und Gesprächspartner: Tarek Bashour, gebürtiger Syrer, Jurist für Menschenrechte und Ausländerrecht, jetzt Regionalkoordinator für Integration beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Karlsruhe.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.



Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 20 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de