Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

 

 

Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr

Podiumsdiskussion: Religiöser Pluralismus und Demokratie. Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)

Das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft kann nur gelingen, wenn sich Menschen einander mit Respekt und Achtung begegnen. Zugleich ist es nötig, Grenzen der Toleranz zu setzen, wenn andere Menschen ausgegrenzt, diffamiert werden. Religiöse und weltanschauliche Überzeugungen bieten beides: Traditionen, die Andere, die anders denken und glauben, ausgrenzen und Grundhaltungen, die für Respekt und Menschenwürde werben, die zugleich starke Perspektiven für ein friedvolles und von Gerechtigkeit getragenes Miteinander eröffnen. Welche religiösen Überzeugungen sind für die Stadtgesellschaft problematisch?

Ist Religion nur Privatsache? Jüdische, christliche, muslimische und weltanschauliche Perspektiven kommen ins Gespräch über die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, über Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, über Religionen im öffentlichen Raum, ihre Ressourcen und über die Grundlagen, in einer Demokratie mit unterschiedlichen Überzeugungen zusammenzuleben.

Es diskutieren:

  • Armin Langer, Jüdischer Theologie und Publizist;
  • Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog, Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ebtisam Ramadan, Erziehungswissenschaftlerin (Migrationsforschung), Neuköllner Begegnungsstätte e.V. (NBS)
  • Dervis Hizarci, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)
  • David Heim, Student, jüdischer Mitbewohner in einem interreligiösen WG-Projekt
  • Jaap Schilt, Humanistischer Verband Berlin

Moderation: Reinhard Fischer, Landeszentrale für politische Bildung, Berlin

 

Dienstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr

Vortrag: "Religion auf hoher See"

  • Referentin: Katharina Plehn-Martins, Studium der Theologie und Judaistik in Berlin und Jerusalem, arbeitete 21 Jahre als Pfarrerin einer Berliner Innenstadtgemeinde. Inzwischen ist sie als Dozentin, Berufs- und Persönlichkeits-Coach tätig und als Bordgeistliche auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg (Bus: M19, 106,187 von U-Nollendorfplatz)


Das Thema verblüfft. Wo gibt es „Religion auf hoher See“? Auf Kreuzfahrtschiffen! Reisen zur See hat Hochkonjunktur mit steigender Tendenz. Neben der Crew, den Gästen und Künstlern begleiten auch Bordgeistliche die Reisenden. Durchgängig auf manchen Schiffen, auf anderen nur an hohen christlichen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Einige Reedereien sind sich des kulturell-religiösen Reichtums kirchlicher Feiertage und der Bedeutung von Festzeiten bewusst, von den Gästen werden die spirituellen Angebote gerne angenommen. Die Bordgeistliche Katharina Plehn-Martins berichtet auf tiefgründig-unterhaltsame Weise in ihrem Buch „Segen auf See“ davon. Wir laden ein zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch über Religion, Gesellschaftstrends und die spirituelle Bedeutung von Festzeiten und Lebens-Rhythmen in und außerhalb des Alltäglichen.


Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende 4,50 Euro, Mitglieder der Urania und der GCJZ 5,50 Euro.


Sonntag, 16. Dezember, 10 Uhr

Gottesdienst:Wer ist denn dieser? Jesus Christus in Bibel und Koran.

  • Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den Interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
  • Islamische Perspektive: Murat Gül, Präsident der „islamischen Föderation Berlin“ (IFB)
  • Musik: Orhan Senel (Kanun), Soner Dastan (Oud)
  • Ort: Evang. St. Thomas-Kirche, (Mariannenplatz) Bethaniendamm 23-27, 10997 Berlin (zu erreichen über U1/ Hallesches Tor oder U7/ Mehringdamm oder Bus M 41 bzw. M 248)

Advent – Zeit der Erwartung der messianischen Zeit, Vorbereitung auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu. Jesus Christus ist für Christ*innen Zentrum christlichen Glaubens, identitätsstiftend. Jesus ist die weltzugewandte Seite Gottes, das untrügliche Zeichen der Liebe Gottes, verbunden mit Bildern der Erlösung und Hoffnung. Auch der Koran spricht sehr wertschätzend über Jesus. Er ist der größte vorkoranische Prophet. Er wird vorgestellt als „Messias“, „Sohn der Maria“, „Wort Gottes“, „Freund und Diener Gottes“. Sure 19 erzählt die Geburt Jesu und greift dabei auf christliche Überlieferungen zurück. „Wenn der Koran zu seiner Zeit im 7. Jahrhundert z. B. die Vorstellung vom ‚Sohn Gottes‘ kritisiert, hat er bestimmte Vorstellungen vor Augen, die wir als Christ*innen gar nicht als ein Angriff auf uns werten können, weil wir sie selbst nicht teilen“, so Andreas Goetze. Zusammen mit Murat Gül wird das gemeinsame Erbe, aber auch die präzisen Unterschiede im Verständnis zu Jesus Christus deutlich.Veranstalter: Evang. St. Thomas-Gemeinde, Berlin-Kreuzberg



 

 

 

Weltweite Partner

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Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 15 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de