Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

Dienstag, 21. Mai 2019, 19.30 Uhr

Gott denken – ein Versuch über rationale Theologie

Oder: Auf Gott hoffen. Wie vernünftig ist denn das?

Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg

Der Gottesglaube und der Gottesgedanke sind schon lange in der Krise. Sie gelten angesichts eines erfolgreichen wissenschaftlichen Weltbildes als unplausibel und als bloßes Wunschdenken praktisch widerlegt. Aber sind der Gottesglaube und der Gottesgedanke wirklich so unvernünftig? Lassen sie sich vielleicht doch mit vernünftigen Gründen verteidigen? Der Vortrag wagt eine positive Antwort und eröffnet einen anregenden Dialog, der die Hoffnung auf Gott rational erklären will.

  • Referent: Prof. Dr. Holm Tetens, Professor em. für Philosophie, FU Berlin, Institut für Philosophie
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, BerlinEintritt: 9 Euro, für Studierende und Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50 Euro.

 

Mittwoch, 29. Mai 2019, 19 Uhr

Im Rahmen der interreligiösen Kalligraphie-Ausstellung „Du und ich“ - Religionen Abrahams begegnen sich: „Musik für die Augen – Schrift als Wahrnehmungsraum", Ort: Interkulturelles Zentrum Genezareth, Herrfurthplatz 1, Berlin-Neukölln (U-Boddinstr.).

Koran, Tora, Bibel – wie können diese Heiligen Schriften gelesen werden? Radikale Kräfte beziehen sich ebenso darauf wie friedensbewegte und aufgeschlossene Gruppen. Heilige Schriften sind ein besonderer Wahrnehmungsraum, Sie eröffnen spirituelle Zugänge, sich selbst und die Welt zu verstehen. Wie gehen Gläubige wie Religionskritische mit diesen Quellen um? Werden sie wortwörtlich verstanden oder beim Wort genommen? Was bedeutet es eigentlich – historisch, spirituell oder praktisch – eine Schriftstelle zu verstehen? Und welche Perspektiven kann die Kunst der Kalligraphie zu einem spirituellen Verständnis Heiliger Schriften eröffnen? Ein Abend, bei dem Kunst und Theologie ins Gespräch kommen. Seinen Sie gespannt!

Mitwirkende: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Kalligraphie-Künstler Shahid Alam.
Musik: Orhan Senel (Kanun)

Veranstalter: Zentrum Genezareth, Kirchenkreis Neukölln, Berliner Missionswerk

 

Donnerstag, 5. Juni 2019, 16.15-18.15 Uhr

Führung durch das Bonhoeffer-Haus und Diskussion: „Um der Wahrheit willen“ – Dietrich Bonhoeffer. Ort: Bonhoeffer-Haus, Marienburger Allee 43, 14055 Berlin-Charlottenburg
(S-Bahnhof Heerstraße, von dort ca. 10 Minuten Fußweg).


Sich verstellen müssen in einer Diktatur um der Wahrheit willen? Fahrlässig oder verständlich, gar angemessen? „Wir haben die Künste der Verstellung und der mehrdeutigen Rede gelernt ...", schreibt Bonhoeffer. Über Wahrheit und Wahrhaftigkeit geht es anhand des Textes „Nach zehn Jahren": Zur Jahreswende 1942/43 verfasste Bonhoeffer unter diesem Titel einen persönlichen Rechenschaftsbericht, in dem er zugleich selbstkritisch und hellsichtig sein eigenes Ringen und das seiner Mitverschwörer im Widerstand beschreibt. Zwischen den Dachsparren des Elternhauses versteckt hat das Schriftstück Hausdurchsuchungen und Bombennächte überstanden: ein
zeitloses Dokument christlich-politischer Ethik.

Mit Führung durch das Bonhoeffer-Haus mit dem weitgehend original gebliebenen Zimmer von Dietrich Bonhoeffer und anschließender Diskussion im Seminarraum des Hauses.

Mit

  • Ralf Herold, Diplom-Theologe, MA in Erwachsenenbildung, Berlin
  • Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog (EKBO)

Kostenbeitrag: 5.- Euro, Studierende 2.- Euro

Veranstalter: Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum in Zusammenarbeit mit „theoarts, Theologie an Ort & Stelle“ (www.theoarts.de)


6., 12. u. 19. Juni 2019

In der Reihe „Unterwegs an Orten des Gebets“ - Thema 2019. „Apokalypse now – Zukunft ist mehr als ein Weltuntergang“: Einladung zu einer interreligiösen Begegnung, zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise - Juden, Christen. Muslime, Religions-Neugierige, Suchende …

Zum siebten Mal haben wir die Freude, Sie und Dich einzuladen, dabei zu sein beim Projekt „Unterwegs an Orten des Gebets“.

Die Abende haben alle einen ähnlichen Ablauf und gehen von 19  bis ca. 21.30 Uhr (inkl. Abendimbiss):

  • Willkommen in der jeweiligen gastgebenden Gemeinde.
  • Ein Impuls von der gastgebenden Religionsgemeinschaft, die ins Thema einführt.
  • Jeweils zwei Kommentare aus der Sicht der beiden anderen Religionsgemeinschaften.
  • Ein Austausch in kleinen Gruppen bei einem Abendimbiss.
  • Eine Abschlussrunde mit einem Abendsegen oder Abendgebet der jeweiligen Religionsgemeinschaft.


Stichworte: Weltverantwortung – wir hinterlassen Spuren – nicht einfach: „nach mir die Sintflut“: heute handeln für die Generation morgen… – Verantwortung in und für diese Welt – Erde bebauen und bewahren – Was erwarten wir? Was erwartet uns im Jenseits? Ist es überhaupt wichtig, dass es ein Jenseits gibt? – Jenseitsvertröstung oder Zuversicht? – Umgang mit dem Sterben und dem Tod – Gibt es eine Hoffnung über den Tod hinaus? – Was für eine Zukunft dürfen wir erwarten? – Vom Ende her denken und handeln…

  • Donnerstag, 6. Juni, 19 Uhr: Hoffnung auf eine bessere Welt, Ort: Diakonie Deutschland (Kapelle), Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin (U 6 Naturkundemuseum, Tram-Haltestellen M8/M10 Nordbahnhof und M5/M6 Naturkundemuseum)
  • Mittwoch, 12. Juni, 19 Uhr: Hoffnung auf andere Zeiten, Ort: Moschee der Gemeinde der Bosniaken (Bosnisches Islamisches Kulturzentrum), Adalbertstr. 94, 10999 Berlin-Kreuzberg (U 1,3,8 Kottbusser Tor)
  • Mittwoch, 19. Juni, 19 Uhr: Hoffnung über den Tod hinaus, Ort: Synagogengemeinde Sukkat Shalom e. V., Herbartstr. 26, 14057 Berlin-Charlottenburg (Nähe S Messe Nord, von dort ca. 8 min. Fußweg, oder U2 bis Kaiserdamm, von dort ca. 15 min. Fußweg)


Informationen und Anmeldungen: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO), Tel.: 030/ 243 44 – 167, a.goetze @ bmw.ekbo.de (den Flyer zur Veranstaltungsreihe können Sie bei Dr. Goetze anfordern oder hier als PDF herunterladen)

Weitere Ansprechpartner:


Veranstalter: Abraham Geiger Kolleg, Amt für kirchliche Dienste (AKD), Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum, Deutschsprachiger Muslimkreis, Islamische Föderation Berlin

 

Sonntag, 16. Juni 2019, 10 Uhr

Musikalischer Gottesdienst:„Dreifach sehen – zur spirituellen Bedeutung des Glaubens an den dreieinigen Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist“

Ort: Johannesgemeinde-Lichterfelde-West, Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin
Predigt: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
Musik: Jazz-Ensemble, Leitung: Albrecht Guendel-vom Hofe

Trinität, der dreieinige Gott, das ist für viele eine sperrige Vorstellung. Der eine Gott dreifach? Nicht nur Religionsdistanzierte und Andersgläubige, auch Christinnen und Christen fällt es nicht immer leicht, die spirituelle Bedeutung der Trinitätslehre anschaulich zu erläutern. Juden und Muslime wissen sich einig in ihrer Kritik am „dreieinigen Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist“ als Abschwächung des Monotheismus, des Glaubens an den einen Gott. So lädt dieser Gottesdienst ein, dreifach schauend im Zusammenklang von Musik und Wort sich dem Geheimnis Gottes zu nähern. Denn für den christlichen Glauben ist der Glaube an die Dreieinigkeit des einen Gottes Mitte und Antwort auf die existentielle Frage, wie denn Gott und die Menschen zusammenkommen.

Veranstalter: Evang. Johanneskirchengemeinde, Berlin-Lichterfelde-West

Dienstag, 18. Juni, 19.30 Uhr

Antisemitismus heute – von was reden wir eigentlich, wenn wir reden von …
Ort: Urania, An der Urania 17, Berlin-Schöneberg


Antisemitismus ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Nicht nur im Nahen Osten, im spannungsreichen Konfliktfeld zwischen Israel und manchen arabischen Staaten, sondern auch in Europa und in Deutschland. Antisemitische Äußerungen sind an Berliner Schulen zu hören, sie sind aber auch in den deutschen Medien, in Zeitungen, den Radio- und Fernsehsendungen zu vernehmen. Doch was verstehen wir eigentlich unter Antisemitismus? Die häufige Verwendung macht einen Begriff unscharf. Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Antisemitismus oder Antijudaismus reden? Und was können wir70 Jahre nach der Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Deutschen während des Dritten Reichs, heute tun? Wie kann Verständnis und Toleranz gefördert werden?

Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog (EKBO)

Veranstalter: Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin
Eintritt: 9 Euro, für Studierende und Mitglieder der Urania und der GCJZ 4,50 Euro.




 

 

 

Weltweite Partner

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Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de