Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog

Mittwoch, 29. April, 19.30 Uhr

Die Muslimbrüder zwischen sozialer Utopie und den Versuchungen des Terrorismus. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

 
Die Bewegung der Muslimbruderschaft hat seit ihrer Gründung 1928 ein konservatives Islamverständnis mit sozialen Forderungen kombiniert. Sayyid Qutb steht für ihre politische Radikalisierung, da er im nachkolonialen Ägypten die sozialen Wunschvorstellungen der Bruderschaft mit dem Aufruf zu kämpferischem Handeln verband. Für beides fand er im Koran und in der islamischen Frühzeit gedankliche Leitfäden, die bis heute von Anhängern weiterverfolgt, aber auch innermuslimisch scharf kritisiert werden. Welchen Einfluss hat die Bewegung? Wie ist sie einzuschätzen? Eine kritische Spurensuche.

  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Thomas Würtz, Islamwissenschaftler, Kath. Akademie in Berlin
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze.

 

Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

 

Dienstag, 5. Mai, 19.30 Uhr

Sprachlos um Worte ringen - Der jüdisch-christliche Dialog nach dem Holocaust. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Nach dem Ende der Nazidiktatur 1948/49, Gründung von Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit als Teil des amerikanischen Umerziehungsprogramms der Deutschen. Zwischen Verdrängung und zögerlicher Aufarbeitung. Das Ringen um das Eingeständnis der Schuld der Kirchen. Der dornige Weg zum gegenseitigen Verständnis und gegenseitiger Anerkennung. Das Ringen um Überwindung der Sprachlosigkeit auf beiden Seiten – bis heute. Wie weit sind wir gekommen in der Überwindung antijüdischer Haltungen in der Gesellschaft und den Kirchen und was bedeutet ein wieder erstarkender Antisemitismus heute für den innergesellschaftlichen Frieden?

 

  • Referent und Gesprächspartner: Ulrich Schürmann, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, seit 1992 evangelischer Vorsitzender.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze

 

Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

 

Sonntag, 10. Mai, 10.30 Uhr

Gottesdienst zum Sonntag Kantate (= „singet!“): "Weisung fürs Leben – Was gewinnt in Dir Kraft? Was trägt?“ (Psalm 1 und 2); Ort: Ev. Kirche Reichwalde, Ortsteil von Boxberg

Psalmen sind Lieder der Hoffnung und des Lebens, es erklingen Klage und Lob, Zweifel und Zuversicht mitten hinein in eine Welt voller Egoismus und Krieg. Je ohnmächtiger und bedrängter man ist, desto nötiger ist eine innere Verankerung. Das Buch der Psalmen ist ein besonderer Klangraum. Diese Gebete und Lieder laden ein, die Wirklichkeit mit den Augen Gottes zu sehen und sich nicht aufzugeben im Strudel der Zeit. Psalm 1 und 2 sind dabei die Ouvertüre für den ganzen Psalter und geben ihm einen Leitton.

  • Predigt: Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den interreligiösen Dialogder EKBO
  • Musik: Projektchor und MusikerInnen aus der Gemeinde (Leitung: Fr. Wenke)

 

Veranstalter: Ev. Pfarrsprengel Am Bärwalder See (Kirchengemeinden Klitten, Nochten-Boxberg, Kreba und Reichwalde in der Oberlausitz).


Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr

Vortrag, Beginn mit Kaffee und Kuchen: Religionen – Anstiftung zum Frieden oder zur Gewalt? Ort: Dorfgemeinschaftshaus Boxberg,  Alte Bautzner Str. 87, 02943 Boxberg/O.L.


Die Welt ist voll Gewalt. Und oft wird zur Rechtfertigung der eigenen Gewalttätigkeit die eigene Religion oder Weltanschauung herangezogen. Menschliche Allmachtsphantasien legitimieren Gewalt und Krieg mit „einem höheren Zweck“, „der Rettung der Menschheit“, „dem Willen Gottes“. Neben durchaus gewalttätigen Aussagen gibt es in den heiligen Schriften Tora, Bibel, Qur'an oder Pali-Kanon ebenso zahlreiche Belege für Gewaltfreiheit und Frieden. Doch religiöse Symbolik wird eingesetzt, um die eigene Handlung mit höchsten Weihen zu legitimieren – auch wenn die Konflikte dieser Welt mehrheitlich politische und soziale Konflikte sind. Wie kann die Spirale der alltäglichen Gewalt durchbrochen werden? Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialog für die Zivilgesellschaft? Und welche Haltung hilft, sich auch persönlich nicht von Aggression und Gewalt bestimmen zu lassen?


Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität.


Veranstalter: Evang. Pfarrsprengel Am Bärwalder See (Kirchengemeinden Klitten, Nochten-Boxberg, Kreba und Reichwalde in der Oberlausitz)

Montag, 11. Mai, 9.30 Uhr

Görlitzer Vormittagsakademie: Islamische Welten – Annäherungen an das uns Unvertraute. Ort: Verein für Diakonie und Stadtmission Görlitz e.V., Langenstraße 43, 02826 Görlitz.

Islam gleich Islamismus – diese Gleichung hat sich durch die Medien vermittelt eingenistet. Islam wird oft mit der besonderen politischen Form des Islamismus gleichgesetzt. Doch so wenig wie es „das“ Christentum und „die“ Christen gibt, gibt es „den“ Islam und „die“ Muslime. Eine differenzierte Sicht auf die „islamische Welten“ tut not. Gerade weil tief sitzenden Vorurteile und Ängste empfänglich machen für mediale Vereinfachungen und Stereotype. Es geht nicht um Verharmlosung, aber um eine Infragestellung unserer Bilder – was haben sie mit der Wirklichkeit zu tun? Wie vielfältig ist eigentlich der Islam in Deutschland und die Menschen, die nun zu uns kommen? Welche religiösen Vorstellungen prägen Menschen muslimischen Glaubens? Jenseits von Schönreden und Islamfeindlichkeit: Es wird Raum sein für diese und andere Fragen, zum Gespräch und zur Diskussion. Eine Spurensuche, dem Unvertrauten näher zu kommen.


Referenten und Gesprächspartner

  • Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für den Interreligiösen Dialog (EKBO)
  • Ender Cetin, Islamwissenschaftler und Imam, Deutsche Islamische Akademie, Berlin (DIA)


Veranstalter: Evang. Kirchengemeinde Görlitz

 

Dienstag, 16. Juni, 19.30 Uhr

Muslime in Europa – Integriert, aber nicht akzeptiert? Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.


Muslime sind heute die größte religiöse Minderheit in Deutschland und Westeuropa. In ihrer großen Mehrheit haben die muslimischen Einwanderer in den europäischen Aufnahmeländern eine Heimat gefunden. Sie sind in den Arbeitsmarkt integriert, haben Familien gegründet und engagieren sich in der Gesellschaft. In zahlreichen Städten gehören repräsentativere Moscheebauten heute zum Stadtbild. Und auf vielen Friedhöfen können muslimische Familien inzwischen ihre Angehörigen nach islamischem Ritus bestatten. Insofern gehört der Islam längst zu Europa und bereichert die kulturelle Vielfalt des Kontinents. Trotzdem ist der Islam in seinen vielfältigen Ausrichtungen der Bevölkerung Europas bislang fremd geblieben, und das nicht allein wegen der islamistisch motivierten Terroranschläge der vergangenen Jahre. Viele Menschen treibt bis heute die Frage um: Kann die Integration von Muslimen in ein säkulares Europa dauerhaft gelingen? Aktuelle Ergebnisse der repräsentativen Religionsmonitor-Umfrage der Bertelsmann Stiftung geben Antworten.

 

  • Referentin und Gesprächspartnerin: Dr. Yasemin El-Menouar, Senior Expert, Programm "Lebendige Werte" der Bertelsmann Stiftung
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 15. September , 19.30 Uhr

Trennung von Religion und Staat nur für Muslime? Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Deutschland ist ein säkular verfasster Staat, der Religionsgemeinschaften unterordnet und schützt. Säkular bedeutet also nicht zwingend die Nichtsichtbarkeit religiöser Symbole in staatlichen Räumen. Das wäre ein laizistisches Prinzip. So wird oft gerade auch in Medien argumentiert, wenn es um Islam und Muslim*innen geht, nicht jedoch bei anderen Religionen. Wie müsste eine aufgeklärte und ehrliche Debatte um staatliche Verfasstheit, Körperschaftsrecht und Religionsfreiheit aussehen, damit sie die demokratische Idee einer gerechten Gesellschaft widerspiegelt?

  • Referentin und Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Sabine Schiffer, Professorin für Journalismus und Kommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Frankfurt/Main, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr

Säkularismus im Islam? Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Der Islam gilt weithin als eine Religion, in der das Sakrale das Säkulare besonders effizient und unaufhebbar im Zaum hält. Die islamischen religiösen Vorschriften sollen das Leben der Muslime in einem Maß beherrschen, wie es bei anderen Religionen nicht anzutreffen ist, und dies aufgrund ganz bestimmter inhaltlicher oder institutioneller Eigenheiten des Islam selbst. Diese Auffassung soll in diesem Beitrag auf ihre Stimmigkeit untersucht werden.

  • Referent und Gesprächspartner: Prof. Dr. Alexander Flores, Nahosthistoriker und Islamwissenschaftler, Prof. für Wirtschaftsarabistik i. R.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr

Umkämpfte Vielfalt. Staat, Religion und Zivilgesellschaft im Ringen um die Zukunft Indonesiens. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

In Indonesien ringen zunehmend verschiedenste politische, religiöse und gesellschaftliche Kräfte um die Gestaltung der Zukunft des Landes. Im Fokus wissenschaftlicher Betrachtung und der Berichterstattung stehen dabei oft nur Richtungskämpfe innerhalb des Islams. Die Rolle anderer Religionen und Interessengruppen wird unterschätzt. Der Vortrag stellt verschiedene Akteure und Überzeugungen vor, deren Auseinandersetzungen miteinander in Analysen zu Lage und Zukunft der drittgrößten Demokratie der Welt einfließen sollten.

  • Referent und Gesprächspartner: Dr. Eckhard Zemmrich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.

Dienstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr

Aus Anlass des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember: Menschenrechte und Glaubensfreiheit in Syrien. Vortrags und Gesprächsforum in der Urania: „Religion – Politik – Spiritualität“, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg.

Die Freiheit im allgemein und die Glaubensfreiheit sind gemäß der syrischen Verfassung geschützt. Syrien ist eine demokratische Republik laut des ersten Grundsatzes der Verfassung. Theoretisch liest sich die Verfassung gut an, wenn man übersieht, dass Al-Scharia laut des dritten Grundsatzes der Verfassung eine Hauptquelle der Gesetzgebung ist. Jedoch heißt das lange nicht, dass Syrer gar keine Glaubensfreiheit genießen oder besser gesagt genossen haben. Jetzt kann man in Syrien von gar keinen Rechten sprechen geschweige denn von Menschenrechten. Vor dem Krieg waren wir aber unbeachtlich der Religion alle Syrer. Doch manche waren syrischer als die anderen!

  • Referent und Gesprächspartner: Tarek Bashour, gebürtiger Syrer, Jurist für Menschenrechte und Ausländerrecht, jetzt Regionalkoordinator für Integration beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Karlsruhe.
  • Moderation: Dr. Andreas Goetze


Eine Veranstaltungsreihe der Urania Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/Ökumenisches Zentrum und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Berlin. Eintritt: 9,50 Euro, ermäßigt 8 Euro, Urania-Mitglieder 5,50 Euro, Schüler und Studenten 4,50 Euro.



Weltweite Partner

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Landeskirchlicher Pfarrer
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