Moschee am Columbiadamm, Foto: Gabriele Kantel (cc-by-nc)

Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog


Mittwoch, 23. Juni 2021, 19 bis 20.30 Uhr (via Zoom)


Aus der Reihe: grenzgänge„Mein Gott. Dein Gott. Kein Gott“

Glaube und Unglaube aus monotheistischen und humanistischen Perspektiven


Wer sind eigentlich unsere religiös „Anderen“? Was genau meinen wir, wenn wir von Andersgläubigen oder Nichtgläubigen sprechen? Gibt es so etwas wie den „richtigen Glauben“? Ist der Glaube überhaupt wichtig, oder kommt es nicht vielmehr auf das richtige Verhalten an? Gemeinsam mit muslimischen, jüdischen und christlichen Theolog*innen und einem humanistischen Philosophen diskutieren wir darüber, wie die Grenzen zwischen Glaube und Unglaube, dem Eigenen und dem Anderen in den monotheistischen Religionen gezogen werden. Außerdem wollen wir darüber sprechen, was dies für unser Zusammenleben in einer religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft bedeutet.


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Es diskutieren:

  • Sara Han, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Katholische Theologie der FU Berlin
  • Prof. Dr. Frederek Musall, Professor für Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
  • Dr. Ufuk Topkara, Dozent für Vergleichende Theologie in islamischer Perspektive, Berliner Institut für Islamische Theologie, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Dr. Ralf Schöppner, praktischer Philosoph und Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland 
  • Moderation: Dr. Juni Hoppe, Theologin, Vikarin in der EKBO, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Abraham Geiger Kolleg, Potsdam


Die Veranstaltung ist ein Teil der interreligiösen Reihe „grenzgänge", die gemeinsam von der Alhambra-Gesellschaft, der Apostel-Paulus-Gemeinde, dem Berliner Missionswerk, der Evangelischen Akademie zu Berlin und dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg organisiert wird. In dieser Reihe verbinden wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit interreligiösen Fragen mit der Suche nach künstlerischen Zugängen zur Begegnung von Menschen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Prägung.


Sonntag, 27. Juni, 10 Uhr (Gottesdienst)


Im Rahmen der regionalen Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ (Christlich-Jüdische Zusammenarbeit) in Berlin: „… zu eurem Gedächtnis: Sachor! – Ich will mich erinnern, dass ich nicht vergessen will“ (Psalm 77)

Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breidscheidplatz 1, 10789 Berlin
Predigt: Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog, EKBO
Liturgie: Pfarrer Martin Germer
Musik: Albrecht Gündel-vom Hofe (Piano), Christian Fischer (Kontrabass) zusammen mit der jüdischen Kantorin Aviv Weinberg (Gesang)

„Erinnern“ ist ein Grundwort und Grundakt im Judentum wie auch im Christentum. So auch im Psalm 77. „Sachor“ ist hebräisch und bedeutet übersetzt: „gedenke, erinnere dich!“. 169 Mal wird das Wort „sachor“ in der hebräischen Bibel erwähnt. Würde die Erinnerung aussetzen, wäre die Religion ihrer Grundlage beraubt, verliert eine Gesellschaft ihre Orientierung. Ohne die Fähigkeit der Erinnerung gäbe es das jüdische Volk wohl heute nicht mehr. Der christliche Glaube lebt davon, dass er sich seiner jüdischen Wurzeln erinnert. Und unsere Gesellschaft davon, dass sie das Menschheitsverbrechen der Shoa nicht vergisst. Erinnern, wenn die Zeitzeug*innen sterben, durch „visual history“. Ein Gottesdienst, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet, um für die Zukunft eine Perspektive zu gewinnen.

Veranstalter: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin





Weltweite Partner

Weltweite Partner

Das Berliner Missionswerk hält die Verbindung zu über 20 Partnerkirchen und christlichen Organisationen weltweit. In folgenden Ländern sind wir aktiv:


Ansprechpartner

Dr. Andreas Goetze
Landeskirchlicher Pfarrer
für den interreligiösen Dialog
Tel +49 (0)30 · 2 43 44-167
a.goetze @ bmw.ekbo.de