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Bauern wurden mit Gewalt von ihrem Land vertrieben

Einige Äthiopier aus Berlin machen sich in diesen Tagen nach erzwungenen Jahrzehnten im Exil auf, um ihre alte Heimat zu besuchen. Dort herrscht Aufbruchsstimmung und große Euphorie! Dennoch ist das Chaos in manchen Landesteilen Äthiopien größer als vor dem Wandel. Gerade erst erreichte uns der Hilferuf unserer Geschwister aus dem Westen Äthiopiens. Um die Stadt Dembi Dollo in der Region Western Wollega sind viele Kirchengemeinden von Unruhen betroffen.

Im April 2018 wurde Abij Achmed Premierminister in Äthiopien. Das Land ist seitdem in einem grundlegenden Wandel, den vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte. Durch die Transformation im Land gibt es jedoch auch gesellschaftliche Gruppen, die an Einfluss verlieren, allen voran die Volksgruppe der Tigre, die den innersten Machtzirkel des alten Regimes stellte. Der Staat kann daher die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger nur un-zureichend gewährleisten. Einige regionale Behörden agieren unabhängig von der Zentralregierung. Das ganze Land scheint sich über den zukünftigen Kurs nicht sicher zu sein.

Durch die Vorkommnisse der letzten Monate wurden nach Auskunft des Kirchenpräsidenten unserer Partnerkirche EECMY (Äthiopische Evangelische Kirche Mekane Yesus) Yonas Yigezu, 100 Kirchen zerstört. 600 Gemeindeleitende mussten infolge der Vertreibungen ihre Gemeinde verlassen. 500 Pfarrerinnen und Pfarrer haben seit einem halben Jahr kein Gehalt mehr bekommen. Grund hierfür ist, dass bewaffnete Rebellengruppen in das Hinterland von Dembi Dollo geflüchtet sind und die Landbewohner zwingen, sie mit Essen zu versorgen. Die nachrückende Regierungsarmee sieht die Bauern als Komplizen und vertreibt sie mit Gewalt von ihrem Land. Die Gemeinden unserer Partnerkirche verwaisen, es gibt keine Gottesdienste mehr in den Kirchen. Kirchenangestellte haben ohne die Zuwendungen der Gemeinde jedoch keinerlei Einkommen und keine Versicherung, niemand zahlt mehr in ihren Pensionsfonds ein. Der Zehnte und die Sonntagskollekte waren ihre üblichen Versorgungsquellen. Ein Bankkonto haben die Wenigsten, für das Pfarrgehalt kann nur gesorgt werden, wenn sich die Gemeinde versammelt.

Bitte unterstützen Sie unsere äthiopischen Schwestern und Brüder in dieser chaotischen Zeit mit einer Spende.

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