Jubiläumsfest: Eine Rückschau

Jubiläumsfest: Eine Rückschau

Der erste Stein stammt aus der Kalahari; ein weiterer kommt aus Palästina, aus Kuba und Tansania, Japan und Ägypten. Steine, die überreicht werden als Symbol der Verbundenheit mit dem Berliner Missionswerk; als Symbol auch des Einsatzes für Frieden und Gerechtigkeit weltweit. Mitgebracht und auf der Bühne überreicht werden diese Steine von den Repräsentanten der Partnerkirchen. Und zum Schluss des Jubiläumsfestes füllen sie eine hohle, hölzerne Skulptur in Form eines Fisches, der wiederum die Arbeit des Berliner Missionswerkes und die weltweiten Partnerschaften symbolisiert. Ein fröhliches, buntes, sonniges Jubiläumsfest geht zu Ende.

„Berliner Mission ist vielfältig. Und diese Vielfalt machen wir heute sichtbar“, so begrüßte Direktor Roland Herpich zu Beginn des Jubiläumsfestes die Besucher und Besucherinnen, die zahlreich in den Hof des Evangelischen Zentrums strömten. Hier hatten am Vormittag die Mitarbeitenden sowie viele Helfer und Helferinnen gewirbelt und Stände aufgebaut, Essenstheken bestückt und missionswerksblaue Deko verteilt. An den Info-Ständen stellten nun die verschiedenen Beiräte und Arbeitsgruppen ihre Projekte und die Partnerschaftsarbeit vor. Mit Beamer und Stellwänden, Info-Blättern und Plakaten. Und dazu gab´s schwedische Zimtrollen, koreanische Sushi-Happen, arabischen Reis. Vielfalt eben.

Diese bestimmte auch das Bühnengeschehen, das von Pröpstin Friederike von Kirchbach und Kirchenpräsident Joachim Liebig humor- und temperamentvoll moderiert wurde. Alle internationalen Gäste waren im Vorfeld gebeten worden, einen Stein aus ihrer Heimat mitzubringen. Und sie alle nutzten die „Stein-Übergabe“ auf der Bühne, um eine Geschichte zu erzählen. Da gab´s gesungene und getanzte Geschichten, Geschichten voller Enthusiasmus und solche, die im weiten Zuschauerrund für Murmeln und für Gänsehaut sorgten. Etwa wenn Bischof Munib Younan aus Jerusalem davon sprach, dass in seiner Heimat Steine oftmals dazu dienen, sie auf vermeintliche Gegner zu werfen; dass Steine aber auch eine Brücke der Verständigung bauen können.

Bischof Mizuo Ito hatte einen Stein vom Fudschijama mitgebracht, der die Schönheit Japans symbolisieren, aber auch an die Atomkatastrophe erinnern sollte. Dr. Min Heui Cheon sprach ein Gebet für die Wiedervereinigung Koreas, und Victor Hsu aus Taiwan berichtete eindringlich vom Kampf seiner Kirche für die Rechte der marginalisierten Ureinwohner. Und dann waren da wieder die Afrikaner, die fröhlich und stimmgewaltig mit ihrem Gesang die Zuschauer mitrissen und die Stimmung auflockerten. Vielfalt eben.

Zum Schluss waren die deutschen Partner gefragt. Hatte Kirchenpräsident Liebig einen Stein aus Anhalt mitgebracht, so überreichte Superintendentin Ulrike Menzel im Auftrag der drei EKBO-Sprengel einen gemeinsamen Stein an den Gastgeber. Bischof Dr. Markus Dröge, der beim Eröffnungsbankett am Samstag abend die internationalen Gäste offiziell in Berlin begrüßt hatte, fiel die Aufgabe zu, mit Dank und Gebet das Jubiläumsfest zu beschließen. Und dann gab´s noch Rosen: für alle Mitarbeitenden des Werkes, die mit ihren missionswerksblauen Schals Zusammenhalt demonstrierten.

Lassen wir den Direktor noch mal zu Wort kommen: „In Vielfalt kämpfen für eine gerechte und friedfertige Welt und die Bewahrung der Schöpfung. Jede und jeder an seinem Ort und gemeinsam als weltweite Gemeinschaft und als Teil der Christenheit dieser Erde.“

 
Fotos von den Jubiläumsfeierlichkeiten hier in einem Web-Album.

Weltweite Partner

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Direktor Roland Herpich
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