Prager Hus-Haus, Sitz der Böhmischen Brüder ©Gerd Herzog

Ev. Kirche der Böhmischen Brüder

Engagement für Bedürftige wichtig

Zur Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Tschechischen Republik (EKBB) besteht eine langjährige Partnerschaft, die von den Gemeindebegegnungen aus den 1960er und 1970er Jahren herrührt. Die EKBB entstand 1918 durch die Vereinigung der evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses und der Kirche Helvetischen Bekenntnisses. Die Kirche hat heute rund 72.000 Mitglieder in 270 Kirchengemeinden.

Engagement für Bedürftige ist den Menschen in der EKBB wichtig. So etwa seit Beginn des Jahres 2022 für die Notleidenden in der Ukraine. Wesentliches geschieht dabei in den Gemeinden. Schon am 22. Februar 2022 wurden die Gemeinden von der Kirchenleitung angeschrieben, ob sie im Falle eines Konfliktes in der Ukraine in der Lage wären, bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu helfen. Der Angriff begann in der Nacht danach. Danach meldeten sich etwa 130 Gemeinden und einige Diakonie-Zentren. „Die Zahl ist nicht genau, weil manchmal die Gemeinden mit ihren Räumlichkeiten direkt helfen und anderswo wiederum Gruppen von Familien, die mit dieser kirchlichen Gemeinschaft zusammenhängen, alles Nötige tun“, so die EKBB.

Dieses gemeindliche Angebot von Soforthilfe wurde schon am ersten Tag nach Kriegsausbruch aufgebaut. Finanzielle Unterstützung kam dabei auch vom Berliner Missionswerk. Auch die Synode bezog deutlich Stellung: „Die Synode der EKBB bringt ihr Mitgefühl für alle Menschen zum Ausdruck, deren Leben von der russischen Aggression gegen die Ukraine betroffen ist, sie bekundet ihnen ihre Solidarität und schließt sie in ihre Fürbitte ein. Wir danken allen, die versuchen in dieser Kriegssituation zu helfen. Gleichzeitig lehnen wir die Verlautbarungen von Kirchenführern ab, die, wie zum Beispiel der Moskauer Partriarch Kirill, diese Aggression rechtfertigen“, so die Mitglieder der 35. Synode der EKBB auf ihrer Sitzung am 21. Mai 2022.