EAPPI: Begleitung am Checkpoint und auf der Weide

EAPPI-Freiwillige begleiten Hirten beim Weidegang, in den Hügeln südlich der Stadt Hebron . Foto: WCC-EAPPI

EAPPI wurde 2002 vom Ökumenischen Rat der Kirchen als Antwort auf einen Hilferuf der Kirchen in Jerusalem initiiert. Die Teilnehmenden begleiten einerseits Menschen, die in den palästinensischen Gebieten unter den Auswirkungen der Besatzungssituation leiden. Durch ihre sichtbare Präsenz sollen sie dazu beitragen, dass Spannungen, Konflikte und Übergriffe weniger häufig auftreten, z.B. an Checkpoints, landwirtschaftlichen Übergängen, bei der Begleitung von Kindern auf dem Schulweg oder von Schäfer:innen beim Weidegang. Dabei orientieren sie sich an den allgemeinen Menschenrechten, dem humanitären Völkerrecht und einschlägigen UN-Resolutionen. Kommt es doch zu Rechtsverletzungen, so dokumentieren die Teilnehmenden des Programms diese und leiten die Informationen an lokale und internationale Partner weiter. Darüber hinaus ist ein wichtiger Schwerpunkt des Programms die Begleitung der lokalen Kirchen sowie israelischer und palästinensischer Gruppen und Initiativen, die sich für einen gerechten Frieden für alle Menschen in der Region einsetzen.

Nach der langen Abwesenheit liegt das Hauptaugenmerk der Teilnehmenden und ihrer Teams zunächst darauf, Kontakte zu reaktivieren, Erwartungen zu erheben und sich einen Überblick hinsichtlich der Situation vor Ort zu verschaffen. Mittlerweile sind regelmäßige Aktivitäten etabliert, haben die Teilnehmenden schon sehr viel gesehen und erlebt. Ihre Erfahrungen teilen sie in regelmäßigen Berichten, die auf der Webseite des EAPPI-Netzwerk Deutschland e.V., dem Zusammenschluss der ehemaligen deutschen Ökumenischen Begleiter:innen, gelesen und abonniert werden können, sowie auf der Facebook-Seite des Vereins.