Frau auf Pferdekutsche. Foto: Dr. Patrick Roger Schnabel
Foto: Dr. Patrick Roger Schnabel

Frauen fördern

In Kuba sind Frauen rechtlich gleichstellt, schultern aber durch die oft noch sehr traditionellen familiären Strukturen oft doppelte und dreifache Lasten: In der sozialistischen Gesellschaft sollen sie zur Arbeitsleistung beitragen, in den Familien Hausarbeit, Kindererziehung und die Betreuung Pflegebedürftiger leisten. Zudem sind Frauen oft in den dörflichen oder kommunalen Gemeinschaften engagiert. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation nehmen aber Probleme mit Alkoholismus und häuslicher Gewalt in den Familien zu. Viele Frauen wissen nicht, wie sie sich gegen Überlastung, Diskriminierung oder sogar Gewalt gegen sich und ihre Kinder wehren sollen.

Weil das Problem nicht die Frauen sind, griffe ein Ansatz, der nur auf das Empowerment von Frauen ausgerichtet ist, gesellschaftlich zu kurz. Darum richten sich die Projekte der Frauenförderung nicht nur ausschließlich an Betroffene, sondern nehmen die Gemeinden als Ganzes als Zielgruppe wahr und in die Verantwortung. Erst Aufmerksamkeit und Bereitschaft zum Wandel gerade auch bei Männern können die Ursachen bekämpfen.

Deswegen bieten Gemeinden individuelle Beratung und Selbsthilfegruppen an, aber darüber hinaus auch verschiedene Workshops für Frauen, für Männer und für die ganze Gemeinde. Themen solcher Workshops sind zum Beispiel:

  • Gesichter der Gewalt: Welche Formen nehmen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt heute an?
  • Wie wirken sich Alkohol- und Drogenkonsum auf Familien aus? Wie können wir uns schützen?
  • Scheidung – und dann? Kinder in der Trennung schützen.
  • Wie erlange ich ein stabiles Selbstwertgefühl? Wie fühle ich mich als Mutter?
  • Vergebung, Wut, Reue, Groll – Gefühle, mit denen wir umgehen lernen müssen
  • Jung und schwanger – was nun?
  • Fürsorge für die Familie: gesunde Ernährung als gelebte Verantwortung

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf mehrfachen Diskriminierungen, etwa schwarzer Frauen oder von Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen. Auch hier gilt, dass die Stärkung einzelner und der Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein miteinander Hand in Hand gehen müssen.

Frauenrechte sind Menschenrechte, Frauenwürde ist Menschenwürde.

Helfen Sie, Betroffene zu schützen und zu stärken und den gesellschaftlichen Wandel voranzubringen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass trotzdem ausreichend Mittel für neue Programme und Workshops bereitgestellt werden können!

Für die Frauenförderung in Kuba online spenden >>

Unser Spendenkonto
Berliner Missionswerk, Evangelische Bank
IBAN: DE86 5206 0410 0003 9000 88
Stichwort: Frauenförderung Kuba

 

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Patrick R. Schnabel
Referent für den Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKBO,
Kuba-Referent

Tel 030 24344–188
E-Mail r.schnabel@bmw.ekbo.de