Organisator der Ehrung am 25. September war Pfarrer i. R. Erich Busse, der sich schon lange für die deutsch-polnische Verständigung engagiert. In seiner Predigt im deutsch-polnischen ökumenischen Gottesdienst schilderte Pfarrer Busse das Leid der Familie, aber auch das Leid Polens: „Ich trage mit mir das Wissen, dass im Namen des deutschen Volkes Tod und Verderben in viele Länder getragen worden ist. Unzählige Stellen in Polen erinnern daran, wie sehr auch Polen unter deutschem Größenwahn gelitten hat.“ Den Gottesdienst zelebrierten gemeinsam Generalsuperintendentin Theresa Rinecker, Grzegorz Chojnacki, Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Stettin/Szczecin (als Vertreter für Diözesanbischof Tadeusz Litynski) und Marcin Orawski, von der Ev.-Augsb. Diözese Wroclaw/Breslau in Vertretung für Diözesanbischof Waldemar Pytel. Vom Oekumenischen Europa-Centrum Frankfurt (Oder) e. V. nahm eine Delegation mit Superintendent Frank Schürer-Behrmann und Pfarrer Dr. Justus Werdin vom Berliner Missionswerk an der Ehrung teil. Nach dem Gottesdienst wurde die zweisprachige Tafel enthüllt, die künftig an Jochen Klepper erinnern wird. „Es ist unmöglich, alle Brücken und Zeichen der Freundschaft und Versöhnung zwischen Polen und Deutschland aufzuzählen. Sie finden leider sehr wenig Beachtung in den Medien. Aber es gibt sie und sie machen uns Mut“, hatte Pfarrer Busse in seiner Predigt gesagt. Diese zweisprachige Tafel wird künftig eines dieser ermutigenden Zeichen sein.
Erinnerung: Deutsch-polnische Tafel für Jochen Klepper