In ihrer Diözese Göteborg ist nun Anders Stenbaeck für die Ökumene zuständig (re.), der sich ebenfalls über die wiedergewonnenen Besuchsmöglichkeiten freut. Austausch von Personal, gemeinsame Konferenzen, gegenseitige Besuche, "die Partnerschaft zur Diözese Göteborg ruht auf starken Säulen", so Barbara Deml. Hinzu komme seit einigen Jahren der Austausch von Freiwilligen. Zurzeit sind sowohl deutsche Freiwillige in Schweden als auch ein schwedischer Freiwilliger in Deutschland.
Weitere gemeinsame Themen, so Barbara Deml, waren die Geflüchteten aus der Ukraine in unseren Kirchengemeinden. Was bedeutet die Aufnahme vieler Menschen für die zukünftige Arbeit? Wie können wir die Menschen unterstützen? Dann wurden die Herausforderungen angesprochen, vor die Gemeinden nach der Pandemie gestellt sind. Menschen müssen wieder eingeladen werden - vor allem Jugendliche, die weggeblieben sind. Manche Gemeinden in Göteborg beispielsweise müssen die Jugendarbeit komplett neu aufbauen. Zuletzt ging es auch um die Schwierigkeit, Gemeinden und Kirchenkreise für die ökumenische Arbeit zu begeistern. Zu vermitteln, dass Kontakte zu auswärtigen Partnern kein verzichtbarer Luxus sind. Sondern unverzichtbar mithelfen, neue Perspektiven zu vermitteln - und damit manche Probleme zu lösen helfen.
Das Berliner Missionswerk kümmert sich seit 2008 um die offiziellen Beziehungen der EKBO zur <link www.svenskakyrkan.se/goteborgsstift _blank>Diözese Göteborg</link> der lutherischen <link www.svenskakyrkan.se/deutsch-tyska _blank>Schwedischen Kirche</link>. Die Svenska kyrkan war bis zum Jahr 2000 Staatskirche. Heute gehören ihr noch rund 72 Prozent der schwedischen Bevölkerung an. Die Diözese Göteborg besteht aus 240 Kirchengemeinden.