Impfstoffgerechtigkeit: Missionswerk unterstützt Micha-Initiative

Impfstoffgerechtigkeit: Im Bergkrankenhaus Chaurjahari/Nepal werden auch die Ärmsten geimpft - kostenlos (Foto: Gossner Mission)

Corona wirkt wie ein Brennglas, deutlicher als je zuvor zeichnen sich soziale Ungleichheiten ab. Zwischen Nord und Süd; innerhalb unsere Gesellschaften. Als Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, barmherzig zu sein und den Ausgegrenzten herauszuholen aus seiner Einsamkeit, Strukturen zu schaffen, die allen den gleichen Zugang zum Beispiel zu Gesundheit verschaffen. So sind Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zwei Seiten einer Medaille und diese gemeinsam voranzubringen, ist das Ziel der Micha Initiative.

Als Missionswerke fordern wir daher:

  • 1. Eine schnelle Freigabe der vorhandenen Impfstoffe zur Anwendung in ärmeren Ländern, soweit die Haltbarkeit dies zulässt.
  • 2. Die Einbeziehung von COVAX in alle Verhandlungen mit den Herstellern und die Übernahme von Kosten der Impfstoffe, damit alle Menschen, auch die in wirtschaftlich armen Ländern, schnell geimpft werden können.
  • 3. Einen Technologietransfer, der ermöglicht, die Produktion von Impfstoffen in wirtschaftlich armen Ländern aufzubauen und dabei Impfstoffe zu einem erschwinglichen Preis zu produzieren.
  • 4. Die Freigabe des geistigen Eigentums, wie es in SDG3 auch gefordert wird und wo dies im Sinne einer globalen Pandemiebekämpfung notwendig ist.
  • 5. Eine Stärkung der WHO im Sinne einer Institution, die ein Mandat hat im Sinne des Zugangs zu globaler Gesundheit, die Rechte aller Menschen durchzusetzen.


<link file:3762>Der Text im Wortlaut

<link https: micha-initiative.de>micha-initiative.de