Werdin: Dank für herausragende Arbeit

Entplichtet: Dr. Justus Werdin vor Barbara Deml und Dr. Christof Theilemann in der Frankfurter Friedenskirche. (Fotos: Sebastian Pape)

Genau fünf Jahre ist es her, dass Dr. Justus Werdin an gleicher Stelle in sein Amt eingeführt worden war. Was auf ihn wartete, war wahrlich kein kleines Arbeitsfeld: die Partnerschaft zur Diözese Breslau/Wroclaw der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, zur Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Republik Tschechien, zur Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien und natürlich zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER). Dabei immer pendelnd zwischen dem Berliner Missionswerk, dem Evangelischen Kirchenkreis Oderland-Spree und dem Oekumenischen Europa-Centrum in Frankfurt/Oder (OeC).

In den fünf Jahren drückte Dr. Werdin diesen Partnerschaftsbeziehungen seinen Stempel auf. Die noch jungen Kontakte nach Rumänien vertieften sich, die Partnerschaft zu den Gemeinden an der Wolga wurden gestärkt. Und vor allem die Beziehungen nach Polen gewannen an Kraft und Intensität. Für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung wurde Dr. Justus Werdin in Gnesen/Gniezno mit dem „Orden des Weißen Adlers“ ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung der Republik Polen und einer der ältesten Orden Europas.

Der Berliner erhielt den Orden als Anerkennung für sein langjähriges Engagement um den Ökumenischen Pilgerweg Magdeburg – Gnesen, den er von Anfang an maßgeblich mitverantwortet hatte. Diese deutsch-polnische Pilgerwoche, zu der seit dem Ökumenischen Kirchentag 2003 alljährlich im Juni eingeladen wird, bringt katholische und evangelische Christen aus Deutschland und Polen zusammen – und einander näher.

Nun geht Dr. Werdin in Ruhestand – steht allerdings dem Werk noch mit Rat und Tat zur Seite, bis ein Nachfolger gefunden ist. Beim Verabschiedungsgottesdienst am Abend des 25. November in der Friedenskirche in Frankfurt (Oder) nahm der Direktor des Berliner Missionswerkes, Dr. Christof Theilemann, die Entpflichtung vor. Grußworte sprachen Generalsuperintendentin Theresa Rinecker, Bischof Waldemar Pytel von der Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, sowie der Superintendent und Vorsitzende des OeC, Frank Schürer-Behrmann.