128.612,27 Euro für die Geschwister in der Ferne

Kuba: Sonntagsschule in der Kirchengemeinde Güines, Provinz Mayabeque. (Foto: Clemens Schöps, Freiwilliger des Jahrgangs 2014/15)

Die Nachrichten, die uns aus Kuba und Südafrika, aus Indien und Osteuropa erreichen, zeigen deutlich, unter welch schwierigen Bedingungen Pfarrinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone und auch ehrenamtlich Tätige dort leben und arbeiten“, betont Direktor Roland Herpich in seinem Dankschreiben an die Mitarbeitenden der EKBO, die sich an der Ökumenischen Hilfe beteiligt haben.  

Ein Beispiel: Besonders alarmierende Berichte kommen aus Swasiland, das seit Jahrzehnten unter einer brutalen Diktatur leidet. Die "Besorgten Kirchenführer Swasilands“, ein Zusammenschluss politisch engagierter Christen aus verschiedenen Konfessionen, steht unter polizeilicher Beobachtung. In dieser Situation hat der Bischof der Ostdiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika, Absalom Mnisi, der in Swasiland seinen Sitz hat, eine Menschenrechtsaktion gestartet. Er und andere „Besorgte Kirchenführer“ besuchen etwa inhaftierte Menschenrechtler und stehen an der Seite derer, die beim König in Ungnade gefallen sind und unter Hausarrest stehen. „In dieser Situation ist es für die Menschen in Swasiland unendlich wichtig, dass die Kirche im Land gestärkt wird – und dass deren Vertreterinnen und Vertreter sich nicht zusätzlich um ihr eigenes Überleben kümmern und sorgen müssen“, so Herpich. Dazu trage die Ökumenische Mitarbeiterhilfe einen wichtigen Teil bei.

Der Betrag in Höhe in Höhe von 128.612,27 Euro, der 2015 für die Ökumenische Mitarbeiterhilfe zusammen kam, wird zur Hälfte über die Evangelische Partnerhilfe nach Mittelost- und Osteuropa weitergeleitet werden. Bei der Weitergabe werden besonders die Partnerkirchen der EKBO, die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien und die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland (Propsteien im Wolgagebiet) bedacht. Je ein Viertel der Gesamtsumme geht an die Gossner Kirche in Indien und an die Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika. Der zuständige Verteilungsausschuss der Landeskirche hat beschlossen, zudem die Presbyterianisch-Reformierte Kirche in Kuba mit insgesamt 4 Prozent der Gesamtsumme zu bedenken.

Das bedeutet im einzelnen:

  • An die Evangelisch-Lutherische Kirche im Europäischen Russland und die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder gehen insgesamt 61.440 Euro.
  • An die Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika geht 30.720 Euro.
  • An die Evangelisch-Lutherische Gossner Kirche in Indien geht ebenfalls 30.720 Euro.
  • An die Presbyterianisch-Reformierte Kirche in Kuba gehen 5.120 Euro.