"Pilgerschritte auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens": es ging dabei um ein Weiterentwickeln der Gedanken der letzten Vollversammlung des ÖRK in Busan/Südkorea vom Herbst 2013. In der Tat waren auch einige Tagungsteilnehmende in Wittenberg damals in Busan dabei, so beispielsweise Prof. Fernando Enns aus Hamburg, der im Januar auch die Predigt zu Epiphanias gehalten hatte. Der geopolitische Fokus der Tagung lag auf der koreanischen Halbinsel und auf Japan. Dr. Hans-Joachim Schmidt von der Hessischen Stiftung Frieden- und Konfliktforschung referierte über das Spannungsfeld Ostasien, über Akteure, Interessen und Bedrohungen. Daran schloss sich der extra aus Korea angereiste Pfarrer Kyoung-Jung Kim an, der über Kriegsdienstverweigerung in Südkorea Auskunft gab – ein öffentliches Tabuthema im Süden der Halbinsel, das auch aus diesem Grund damals auf der Vollversammlung nur ganz am Rande verhandelt werden konnte.
Für den europäischen Blick sorgte dabei Pfarrer Friedhelm Schneider vom European Bureau für Conscientious Objection, Brüssel. Ein anderes "heißes Eisen" hatte der Politikwissenschaftler Eiichi Kido aus Osaka im Gepäck. Sein Thema war die "Friedensverfassung oder Remilitarisierung der Gesellschaft" in Japan. Gerade die Streichung im Artikel 9 der japanischen Verfassung – "Verzicht auf Krieg" - , aber auch den allgemeinen Rechtsrück und die Ausländerfeindlichkeit gegenüber Minderheiten im Land, hält Professor Kido für alarmierend
Apfelbäumchen zum Jubiläum