Berliner Missionswerk überreicht Scheck über 57.532 Euro für die Katastrophenhilfe Japan

Dr. Christof Theilemann, Ostasienreferent des Berliner Missionswerkes, übergibt einen Scheck über 57.532 Euro für die Katastrophenhilfe Japan an Mutsuko Akiba-Krämer, die Vertreterin des Kyodan in Berlin.

Als Vertreterin des Kyodan dankte Mutsuko Akiba-Krämer von ganzem Herzen den zahlreichen Spendern und Spenderinnen für die große Solidarität. Der Kyodan unterstützt mit Hilfe der Spendengelder vor allem solche Projekte, die von der Regierung keine Zuwendung zu erwarten haben. Der Schwerpunkt liegt bei der Arbeit mit Kindern und älteren Menschen, unabhängig von deren Kirchenzugehörigkeit.

Mutsuko Akiba-Krämer erzählt von der aktuellen Situation in Japan. „In den deutschen Medien wird nur noch wenig über den Wiederaufbau berichtet, da der Fokus des Interesses auf dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima liegt“, sagt sie. „Doch die Situation ist in vielen Ggenden immer noch dramatisch.“ Durch die vielen verwesenden Leichen und Tierkadaver besteht akute Seuchengefahr. Nicht nur Tuberkulose ist an manchen Stellen ausgebrochen, sondern auch andere Krankheiten breiten sich aus. Das reduziert die Hilfsbereitschaft der Freiwilligen enorm. „So entsteht ein Teufelskreis“, erklärt sie besorgt. Je weniger helfende Hände da sind, umso langsamer gehen die Aufräumarbeiten voran und umso größer wird wieder die Seuchengefahr.

Nachdenklich streicht Mutsuko Akiba-Krämer ihrem kleinen Sohn durch die Haare. „Wenn ich daran denke, wie viele Kinder Eltern verloren haben und wie viele Eltern ihre Kinder, das macht mich ganz bedrückt“, sagt sie. „Die Menschen werden noch lange brauchen, bis sie das Trauma überwunden haben.“ Umso mehr begrüßt sie die neuen Projekte des christlichen Kinderhauses in Sendai an der Ostküste Japans. Dort unterstützt der Kyodan die Einrichtung eines Zentrums zur Vermittlung von Pflegefamilien für Waisenkinder. Außerdem wird das bestehende Waisenhaus erweitert. Nach der Phase der ersten Nothilfe fängt nun die Aufbauarbeit erst richtig an und wird noch viele Jahre dauern. Wir bleiben dran!

Weitere Informationen über das Projekt „Waisenkinder Japan“ <link http: www.berliner-missionswerk.de partner-projekte-weltweit projekte japan-hilfe-fuer-waisenkinder.html _blank>hier.

Spenden für die Waisenkinder in Japan:
Projektnummer 5313 "Waisenkinder Japan" (Bitte bei Überweisungen angeben.)
Bankverbindung:
Berliner Missionswerk
Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel
Konto 71 617, BLZ 210 602 37