Berliner Pfarrer und Imame spielen gemeinsam und gewinnen gemeinsam

Mevlüt Baskaya, Präsident der Islamischen Föderation Berlin (li.) und Pröpstin Friederike von Kirchbach, Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg mit dem Pokal und Spielern aus der siegreichen Berliner Mannschaft (Foto: Gerd Herzog/Berliner Missionswerk)

Mannschaftskapitän Roland Herpich vom Berliner Missionswerk führte die Berliner zum Sieg. Mit 2:1 gewann seine Mannschaft aus Pfarrern und Imamen gegen die Kollegen aus Leicester, danach mit 5:0 gegen Göteborg. Die Partie zwischen Göteborg und Leicester endete 2:3. Beim ersten Interreligiösen Turnier in Göteborg im letzten Jahr hatte Leicester knapp gegen Berlin gewonnen – im Elfmeterschießen. Pröpstin Friederike von Kirchbach, Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, und Mevlüt Baskaya, Präsident der Islamischen Föderation Berlin, überreichten gemeinsam den Siegerpokal. Zusammen mit der Initiative Berliner Muslime hatten sie das Turnier ausgerichtet.

Vor zahlreichen Zuschauern und bei strahlenden Sonnenschein war der Interreligiöse Dialog der eigentliche Gewinner. „Ich bin froh, dass diese einmalige Initiative in Berlin und weit darüber hinaus so ein großes Echo findet“, sagte Dr. Christof Theilemann vom Ökumenischen Zentrum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Er hat das Turnier organisiert. „Der interreligiöse Dialog gehört in die Öffentlichkeit: dafür ist der Fußballplatz ein guter Ort“, so Theilemann. „Denn“, so ergänzt Roland Herpich, „im Fußball gibt es klare Regeln, die uns im Dialog zwischen den Religionen leider oft noch fehlen."

Das Interesse an der Veranstaltung wächst stetig: „Es gibt bereits Anfragen aus Oslo und aus Kopenhagen, die sich beim nächsten Mal beteiligen wollen“, freut sich Christof Theilemann. Im Fußball haben diesmal die Berliner gewonnen, beim Dialog zwischen den Religionen gewinnen alle.

Das nächste Interreligiöse Fußballturnier findet 2012 in Leicester statt.