Bernburg: Mittendrin beim Sachsen-Anhalt-Tag
Bernburg war am Wochenende ein einziges großes Fest. Tausende Menschen kamen zum Sachsen-Anhalt-Tag. Kirchen, Vereine, Verbände, Parteien und auch die Bundeswehr präsentierten sich in der gesamten Innenstadt. Auf Einladung der Evangelischen Landeskirche Anhalts beteiligte sich auch das Berliner Missionswerk im Kirchendorf.
Gemeinsam mit Pfarrer Dankmar Pahlings und Andreas Nestmann, Susanne Reh, Pressesprecherin der Anhaltischen Landeskirche sowie Lehrerinnen und Schülerinnen der Freien Schule Anhalt in Köthen stellte das Missionswerk seine Partnerschaftsarbeit in Äthiopien vor. Besonderes Interesse fanden außerdem die handgetöpferten Keramikarbeiten aus dem südafrikanischen Diakoniezentrum iThemba Labantu. Ein weiteres Arbeitsgebiet des Berliner Missionswerkes. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um über diese Arbeit ins Gespräch zu kommen. Auch das Freiwilligenprogramm mit seinen weltweiten Einsatzsstellen kam gut an.
Prominente Gäste schauten im Kirchendorf vorbei: Ministerpräsident Sven Schulze, Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer und Prälatin Dr. Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland informierten sich über die Angebote der Kirchen und kamen mit den Beteiligten ins Gespräch. Auch das unterstrich die Bedeutung des Kirchendorfs als Ort der Begegnung und des Austauschs innerhalb des Landesfestes.
Der Sachsen-Anhalt-Tag zeigte zugleich die Vielfalt und die Spannungen der Gesellschaft. Neben kulturellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren waren auch politische Parteien stark vertreten. Der große Zulauf zur AfD war dabei ebenso sichtbar wie das Bedürfnis vieler Menschen nach Austausch über die Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Für das Berliner Missionswerk war die Teilnahme nicht nur deshalb eine wertvolle Erfahrung: Kirche nicht nur in ihren eigenen Räumen, sondern mitten unter den Menschen. Im Gespräch, im Zuhören und im Austausch über Fragen, die unsere Gesellschaft bewegen.
Passender könnte deshalb das Thema der bevorstehenden Sommer-Akademie kaum sein. Unter dem Titel „Religion in Zeiten des Populismus“ beschäftigt sie sich mit der Rolle von Kirchen und Religion in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft.
Ein besonderer Höhepunkt wird die Exkursion nach Dessau am 17. Juni sein. Dort stehen Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die bereits in Bernburg spürbar waren: Wie verändert sich das gesellschaftliche Klima in Sachsen-Anhalt? Welche Erwartungen richten Menschen an demokratische Institutionen? Und welche Rolle können Kirchen dabei spielen, Demokratie, Zusammenhalt und Dialog zu stärken?
Wer die Eindrücke vom Sachsen-Anhalt-Tag vertiefen möchte, findet bei der Sommer-Akademie die Gelegenheit dazu. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich!
Exkursion nach Dessau: Kirche und Demokratie im Fokus
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