"Tief berührt"
Vom 28. Februar bis 1. März 2026 besuchte eine Delegation der Diözese Göteborg der Kirche von Schweden unter Leitung von Bischöfin Dr. Susanne Rappmann die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). „Unsere schwedischen Gäste waren tief berührt von der Gastfreundschaft in den Gemeinden und den intensiven Gesprächen über die Zukunft der Kirche“, so Barbara Hustedt, stellvertretende Direktorin und Westeuropa-Referentin des Berliner Missionswerkes. Das Berliner Missionswerk betreut die internationalen Partnerschaften der EKBO.
„Besonders die Begegnungen in den Gemeinden, der Besuch in Potsdam und die Gespräche im Zentrum für Dialog und Wandel in Cottbus haben uns alle inspiriert“, berichtet Barbara Hustedt. „Bischöfin Rappmann erzählte mir später, wie die Delegation am Sonntagabend noch lange beisammensaß, um sich über die eindrucksvollen Erlebnisse auszutauschen – und wie sehr sie sich auf unseren Gegenbesuch freut!“
Am 1. März gestalteten die Gäste aus Göteborg Gottesdienste in fünf EKBO-Gemeinden: In Burg (Spreewald) feierte Propst Tomas Philipson gemeinsam mit Superintendent Georg Timme und Pfarrer Jan Mävers, in Wittstock predigte Pröpstin Elinor Johansson in der Heilig-Geist-Kirche, wo Bürgermeister Dr. Philipp Wacker die Gäste herzlich willkommen hieß. In Cottbus hielt Bischöfin Rappmann die Predigt in der Oberkirche St. Nikolai und diskutierte im Anschluss mit Generalsuperintendentin Theresa Rinecker über „die Kraft der ökumenischen Verbundenheit“. In Berlin-Reinickendorf sprach Propst Stefan Hiller über die Herausforderungen der Kirche zwischen Stadt und Land, den Gottesdienst gestaltete er mit Superintendent Thomas Harms und Pfarrer Ralf-Ulrich Kowalke. Propst Lars Björksell wirkte in Falkensee, im Gemeindezentrum Heilig-Geist.
Die Diözese Göteborg, eine der ältesten und größten Diözesen der Kirche von Schweden (Svenska Kyrkan), pflegt seit 2008 eine enge Partnerschaft mit dem Berliner Missionswerk und der EKBO. Mit 240 Kirchengemeinden in städtischen und ländlichen Räumen ist sie ein „lebendiger ökumenischer Partner“ (Hustedt), der sich für soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und den Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne einsetzt.