Besuch aus Prag: „Ganz real“

Prag und Berlin, Böhmische Brüder und EKBO: Zwei Kirchenleitungen vor ähnlichen Herausforderungen.

Seit über fünfzig Jahren wird diese Kirchenpartnerschaft mit besonderer Sorgfalt gepflegt. So ist der Austausch lebendig geblieben - auch im Hinblick auf die Herausforderungen, vor der beide Kirchen in absehbaren Zukunft stehen werden: Wie soll die missionarische und diakonische Gestalt der Kirche aussehen? Wir können Kirchliche Strukturen möglichst zielgenau dem Wandel angepasst werden?
 „Dabei sich selbst aus der Wahrnehmung der Partner zu erleben wirkt ungemein bereichernd“, sagt Dr. Justus Werdin.

Die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder (EKBB) ist eine Unierte Kirche in der Tschechischen Republik mit etwa 72.000 Mitgliedern in 270 Gemeinden; vorwiegend im Osten des Landes. Sie formierte sich 1918 nach der Gründung des Staates durch die Verbindung der reformierten mit den lutherischen Gemeinden in den bis dahin habsburgischen Ländern Böhmen und Mähren. Der Name Böhmische Brüder verweist auf jene Protestanten, deren Konfession auch nach dem Toleranzpatent von 1781 illegal geblieben war.