Besucher aus Seattle im Missionswerk

Pfarrer Jim Spraker (li.) von der UCC mit Mitgliedern seiner Delegation sowie Ökumenerefrent Dr. Christof Theilemann (hinten mi.) und Frau Yu, Praktikantin im Missionswerk (Foto: Gerd Herzog)

Die UCC ist eine freiwillige Assoziation von Gemeinden, so Pfarrer Spraker. Jede Gemeinde könne jederzeit mitsamt ihrem Hab und Gut die UCC verlassen. Die UCC sei außerdem eine progressive Kirche, in der zum Beispiel Homosexuelle zum Pfarramt zugelassen werden. Der Graben zwischen fortschrittlichen und konservativen Kräften werde in den USA immer größer; der Umgang mit Homosexualität ist eine der schärfsten Trennlinien. Die UCC lege daneben großen Wert auf soziales Handeln. Unter anderem unterstützt die Pacific Northwest Conference Wohnprojekte für Menschen mit psychischen Problemen oder um Familien aus der Obdachlosigkeit zu helfen.

Die Partnerkirche der EKBO, die UCC, ist eine der großen protestantischen Kirchen der USA. Laut ihrem Jahresbericht von 2010 hat sie etwa 1,1 Millionen Mitglieder in rund 5.300 Gemeinden. Diese örtlichen Gemeinden können ihre Gottesdienste, ihr Gemeindeleben und ihre Glaubensregeln weitgehend selbst gestalten. Die UCC zählt zu den so genannten „Mainline Churches“:  So nennt man in den USA protestantische Kirchen, die theologisch moderat argumentieren und offen sind für gesellschaftliche Veränderungen. Zurzeit bilden die Mitglieder von „Mainline Churches“ die drittgrößte Gruppe von Christen in den Vereinigten Staaten, nach den Evangelikalen und der Katholischen Kirche.