Liebig sprach in seinen Grußworten von der besonderen Situation in ihrer Region, in der sich weniger als 10 Prozent der Menschen zum Christentum bekennen, und manche in vierter oder fünfter Generation keinerlei Kenntnisse dieses Glaubens hätten. Junkermann begrüßte besonders die Gäste aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias, zu der die EKM eine enge Partnerschaft unterhält.
In Wittenberg hatte der Besuch mit der Schlosskirche begonnen, an deren Tor der berühmte Thesenanschlag Luthers stattgefunden haben soll. Das Tor selbst sei für sie eine besondere spirituelle Erfahrung, so Costancia Chilewa, Leiterin des Huruma-Centres in Tansania, „es erklärt die Reformation“. Trotz der Renovierungsarbeiten, mit denen die Kirche auf das Reformationsjubiläum 2017 vorbereitet wird, konnte die Gruppe auch die Kirche selbst besichtigen, in der Martin Luther begraben liegt.
Das Gartenreich Wörlitz, Weltkulturerbe der UNESCO, war ein weiterer Programmpunkt. In Dessau hatte das Bauhaus seit 1926 seinen Sitz, bevor es 1932 von der nationalsozialistischen Gemeinderatsmehrheit geschlossen wurde. Das „Kornhaus“, in dem die Besucher zum Abschluss des Tages empfangen wurden, ist das einzige erhaltene Restaurant der Bauhaus-Schule. Erbaut 1930 direkt an der Elbe gelegen, mit einem weiten Blick auf eine Elbschleife, beeindruckte alle Gäste des Missionswerks.
Bischöfin Junkermann und Kirchenpräsident Liebig empfangen Besucher des Missionswerks