Bischof besucht Heiliges Land

Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerks (l.) und Bischof Dr. Markus Dröge

In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem werden Dröge und Herpich gemeinsam einen Kranz niederlegen. Zudem stehen zahlreiche Gespräche an, u.a. mit dem Deutschen Botschafter in Tel Aviv, Harald Kindermann, sowie mit dem Leiter des Vertretungsbüros der Bundesrepublik Deutschland in Palästina, Götz Lingenthal, und dem Propst der Deutschen Gemeinde, Dr. Uwe Gräbe.

Für Dr. Markus Dröge wird die viertägige nach Israel und in die palästinensischen Gebiete der erste Besuch dort als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sein. Begleitet wird er vom Direktor und der Nahostreferentin des Berliner Missionswerkes sowie von Professor Dr. Rolf Schieder, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses der Landessynode. „Das Engagement unserer Partnerkirche und des Berliner Missionswerkes für den Frieden im Land kann man gar nicht hoch genug bewerten“, betont Bischof Dr. Dröge. So wird ein besonderes Augenmerk der Schule Talitha Kumi gelten, in der seit 160 Jahren Mädchen und Jungen aus christlichen und muslimischen palästinensischen Familien gemeinsam erzogen werden. „Eine ungemein wichtige Arbeit, damit künftige Generationen in Palästina in Würde und Frieden werden leben können.“

Auf dem Reiseprogramm steht am Sonntag, 5. Juni, der Gottesdienst zur 50-Jahr-Feier der evangelischen Gemeinde in Ramallah, wo die deutsche Delegation mit Bischof Dr. Munib Younan zusammentreffen wird. Younan ist seit 2010 auch Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB). Am Nachmittag folgt ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger vom Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes. Zudem besucht die Delegation die archäologische Grabung unterhalb der evangelischen Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt. Am Abend steht ein Treffen mit den Vertretern des obersten Rabbinates, David Rosen und Oded Wiener, an.

Am Montag werden Bischof Dr. Dröge und Roland Herpich gemeinsam einen Kranz an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niederlegen, bevor sie nachmittags mit Vertretern der israelischen Menschenrechtsorganisation „B´Tselem“ zusammentreffen. Am Dienstag folgt in Tel Aviv ein Gespräch mit dem Deutschen Botschafter. Die letzten Stunden des Aufenthaltes sind wiederum „Talitha Kumi“ vorbehalten, wo Schüler und Lehrer schon jetzt der Begegnung mit Spannung entgegensehen. „Wir freuen uns sehr, dass Bischof Dr. Dröge mit dem Besuch in Talitha Kumi die Friedensarbeit des Berliner Missionswerkes besonders würdigt“, betont Direktor Roland Herpich im Hinblick auf den Besuch in Beit Jala.