Bischof Dröge führt neuen Direktor des Berliner Missionswerkes ein

Roland Herpich, 57, geboren in Gorndorf, Kreis Saalfeld in Thüringen, war vom 1. April 1997 bis 31. März 2010 Superintendent des Kirchenkreises Wilmersdorf. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne.

Zu seiner neuen Aufgabe sagt er: „Das Berliner Missionswerk kann gerade in den Zeiten einer neuen Zukunftsgestaltung unserer Kirche eine herausragende Rolle spielen. Es verbindet uns mit der weltweiten Christenheit von Kuba bis Ostasien, von der Wolga bis nach Südafrika, vermittelt deren Erfahrungen beim Bau von Kirche und hält das Gespräch über die angemessene Form von Kirche in Gang. Dies zu fördern und weiter zu unterstützen ist eine große Verantwortung, der ich mich gern stelle.

Schon immer hatte ich ein großes Interesse daran, wie anderswo Menschen ihr Leben gestalten und wie sie insbesondere Kirche Jesu Christi bauen und leben. In meiner Zeit als Pfarrer in der Kirche Am Hohenzollernplatz waren wir häufig Gastgeber von Geschwistern aus den Partnergemeinden der Partnerkirche in Tansania. Später habe ich als Superintendent die Verbindung zur United Church of Christ an der Westküste von Nordamerika wieder angestoßen und schließlich auch die Partnerschaft unseres Berliner Sprengels mit der anglikanischen Diözese London begleitet. Zusätzlich sind mir die Beziehungen zur Presbyterianischen Kirche von Taiwan wichtig.

Die Mitarbeit an Gottes Mission in dieser Welt, seinem Wirken für einen gerechten Frieden und eine nachhaltige Entwicklung hat angesichts des Zustandes der Erde oft mit der Besorgnis zu kämpfen, es sei ja doch vergeblich und unmöglich. Die Situation im Heiligen Land ist ein Beispiel dafür. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir mit Geduld, Nüchternheit und Liebe etwas zu einem gerechten Frieden beitragen können. Gerade die beiden Hauptsäulen Diakonie und Bildung helfen dabei.

Die Trägerschaft von Talitha Kumi ist von herausragender Bedeutung. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass ein starker Unterstützerkreis, der Jerusalemsverein und ebenso die Mitarbeitenden im Missionswerk von dieser großen Aufgabe fasziniert sind und wir als Team zusammenwirken“.

Ekkehard Zipser, 65, war vom 1. Oktober 1998 bis 31. März 2010 Direktor des BMW und Ökumenebeauftragter der EKBO. Unter seiner Leitung gelang es, die Finanzen des BMW zu konsolidieren, durch Spar- und andere Maßnahmen dem Werk durch krisenhafte Zeiten hindurch zu einem ausgeglichenen Haushalt zu verhelfen.