Bischof Dröge und Direktor Herpich bei den Böhmischen Brüdern in Prag

Von links: Bischof Dröge, Sabine Klingert, Direktor Herpich (v. links) mit Pfarrer Gerhard Frey-Reininghaus, Ökumenebeauftragter der Böhmischen Brüder und Synodalsenior Joel Ruml (Foto: Wolfgang Iskraut, BMW)

Die diakonischen Einrichtungen der Böhmischen Brüder sind mit den Gemeinden bestens verzahnt, so Wolfgang Iskraut: „Das war für mich die wichtigste Erkenntnis.“ Diakonische Einrichtungen gebe es nur dort, wo die Kirchengemeinde selbst die Notwendigkeit sieht. Die Synode behält ein Durchgriffsrecht, weil sie den Verwaltungsrat der Diakonie besetzt. An den theologischen Fakultäten wiederum hat die EKBB keine Mitsprachrechte.

Die EKBB formierte sich 1918 nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik durch die Verbindung der reformierten mit den lutherischen Gemeinden in den bis dahin habsburgischen  Ländern Böhmen und Mähren. Der Name Böhmische Brüder verweist auf jene Protestanten, deren Konfession auch nach dem Toleranzpatent von 1781 illegal geblieben war.