Ein in der schwedischen Kirche neu entwickeltes Format von Bibelarbeit, mit dem Gemeindeglieder über die Beschäftigung mit biblischen Texten z. B. zum Thema „Gastfreundschaft“ die eigene Praxis im Umgang mit Migranten und Flüchtlingen reflektieren können, stellte Pfarrer Henrik Frykberg vor.
Dies ist das aktuelle Beispiel für die seit vielen Jahren hervorragend funktionierende Partnerschaft zwischen den beiden Kirchen, die durch das kontinuierliche Engagement der etwa 18 Mitglieder des Schwedenbeirates des Berliner Missionswerkes lebendig gehalten wird. Im Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Kirchen steht nicht nur die gegenseitige Verpflichtung zum Austausch von Informationen und Gebetsanliegen, sondern auch ganz praktisch belebende Vorhaben wie die gegenseitige Einladung zu Visitationen auf Sprengelebene, die Entsendung von Ökumenischen Freiwilligen in die jeweils andere Kirche und eben die Durchführung von Konferenzen, die im Wechsel alle zwei Jahre – mal in Schweden, mal in der EKBO – stattfinden.
Die Inhalte dieser Tagungen werden nach aktuellen Themen der Kirchen verabredet und durch Experten beider Kirchen eingebracht und bearbeitet. Diesmal war es „Migration und Integration“. Dazu stellen die jeweiligen Gastgeber ein Besuchsprogramm auf, das die Arbeit in den Gemeinden praktisch erleben lässt.
Der Sprengel Falkenberg mit ca. 13.500 Gemeindegliedern hat mit der Integration von Menschen aus Eritrea und Syrien einen besonderen diakonischen Schwerpunkt seiner Arbeit. Finanziert von der Landeskirche arbeitet dort ein armenischer Diakon mit den geflüchteten Menschen und unterstützt und ermutigt sie. Eine „Tempeltour“ durch Göteborg am nächsten Tag führte das von Staat und Kirche unterstützte beispielhafte Toleranzbemühen der völlig verschiedenen Religionen miteinander für diese Großstadt vor Augen.
Ach ja, und der Brief des Paulus an die Schweden? Er ist geschrieben und veröffentlicht und kann in den Gemeinden gelesen werden, diese Epistel.
Brief des Apostel Paulus an die Schweden