iThemba Labantu. Es bietet 135 Kindern einen geschützten Raum zum Spielen und Lernen in dem von Gewalt und Verwahrlosung geprägten Township. Frauen haben ein Einkommen durch Keramik sowie Näh- und Perlenarbeiten, das Zentrum betreibt eine Schule und bietet zwei Ausbildungszweige zum Kfz-Mechaniker und zum Solarttechniker an. 300 Hungrige bekommen täglich eine warme Mahlzeit von der Suppenküche. Sonntags versammelt sich die Gemeinde zum Gottesdienst.
Otto Kohlstock wurde 1954 in Luckau geboren. 1985 ließ er sich vom Berliner Missionswerk nach Südafrika entsenden. In einem Interview mit unserer Zeitschrift "mission" sagte Otto Kohlstock vor einiger Zeit, dass es ihm eine große Ehre sei, als ökumenischer Mitarbeiter in der Tradition der Männer und Frauen der Berliner Mission zu stehen. Aber, schränkte er gleich wieder ein, von den Menschen in Südafrika habe er mehr für seinen Glauben gelernt als sie von ihm. "Wenn überhaupt, dann war ich das Objekt ihrer Missionierung", sagte er. Wahrscheinlich ist es diese Offenheit das Geheimnis, wie er die Menschen erreicht und für seine Arbeit, seine Projekte begeistert.
Im Interview haben wir ihn auch gefragt, ob er sich vorstellen könne, wieder in Deutschland zu leben. Er lachte und sagte, das sei schwierig. Was er vermissen würde? „Die Art, wie die Menschen gegenseitig Anteil nehmen. Der selbstverständliche Schwatz an der Kasse im Supermarkt. Auch in der Schlange am Postschalter kommt man sofort ins Gespräch. Das würde ich vermissen hier in Deutschland. Und die Fröhlichkeit der Menschen. Und ihr Gottvertrauen“, war seine Antwort.
<link file:2376>u