Zu den Aufgaben des Referenten für Osteuropa und grenzüberschreitende Ökumene gehört sowohl die Beziehungspflege zu den Partnerkirchen in Tschechien, Rumänien und Russland als auch die Mitarbeit im Oekumenischen Europa Centrum in Frankfurt/Oder und besonders die Entwicklung und Pflege von Kontakten ins benachbarte Polen.
Besonders hier bringt Dr. Werdin einen reichen Schatz an Erfahrungen mit, die er in mehr als 30 Jahren im Pfarramt in Greiffenberg in der Uckermark hat sammeln können. Davor bereits, als Student und Vikar, so Roland Herpich, habe er mehrere Monate in Polen verbracht und die polnische Sprache erlernt. Die Förderung guter Beziehungen ins Nachbarland sei ihm zum Lebensthema geworden.
2003 war Dr. Werdin maßgeblicher Initiator des inzwischen jährlich stattfindenden Pilgerwegs Magdeburg – Gniezno (Gnesen). Zudem ist er Herausgeber eines umfangreichen deutsch-polnischen Pilgerbreviers. „Nun führen wir Sie gerade in der Reformationswoche ins neue Amt ein“, so Herpich. „Reformation heißt heute Aufbruch in der Verschiedenheit, die aus der Versöhnung lebt.“
Auf die Verdienste des 60-Jährigen um den Pilgerweg spielte der frühere Superintendent Dr. Werner Krätschell später in seinem Grußwort an: „Die Spiritualität des Betens mit den Füßen“ hätten viele Menschen durch Werdin entdeckt und erfahren. Der Breslauer Bischof Waldemar Pytel hob indes die „Klugheit der Verantwortlichen“ hervor, die Werdin auf diese Stelle berufen haben, denn: „Kirche muss heute eine offene Kirche sein.“ Er freue sich auf viele grenzüberschreitende ökumenische Begegnungen. Pytel: „Auch wir in Polen brauchen Sie.“ Für das Oekumenische Europa Centrum (OEC) hatte der frühere Superintendent Christoph Bruckhoff den neuen Referenten in Frankfurt/Oder herzlich willkommen geheißen.
Eingeladen zur Veranstaltung in Frankfurt/Oder hatten das Berliner Missionswerk, das OEC und der Kirchenkreis Oderland-Spree, der durch seinen Superintendenten Frank Schürer-Behrmann vertreten war.
Erfahrungsschatz