Es war ein besonderer Gottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte, bei dem nicht nur der Verabschiedete selbst sehr bewegt war. Auch vielen der Gäste – und natürlich der Familie – war die Rührung deutlich anzusehen. „Entscheidend ist, was auf dem Platz passiert“: Bischof Dr. Markus Dröge war der erste an diesem Tag, der auf Herpichs Fußballbegeisterung anspielte. Der scheidende Direktor habe in seinen Jahren im Missionswerk eine super aufgestellte, kompetente Mannschaft geformt; eine Mannschaft „mit besonderen Qualitäten und tollem Teamgeist“. Und zudem habe er das traditionelle Missionswerk hin zum Ökumenischen Zentrum weiterentwickelt, das mit Arbeitsgebieten wie „Interreligiöser Dialog“ und „Migration und Integration“ auch wichtige Angebote für die Menschen in der hiesigen Region bereithalte. Im Namen der beiden Trägerkirchen – Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Ev. Landeskirche Anhalts – dankte der Bischof herzlich für alle Verbundenheit, bevor er Roland Herpich entpflichtete.
Beim anschließenden Empfang war Bischof Ibrahim Azar von der Ev.-Luth. Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land der erste, der ans Mikrofon trat. Er sprach im Namen der weltweiten Partner. „Es fällt mir nicht leicht, Abschiedsworte zu finden, denn Roland Herpich ist nicht nur Partner, sondern war mir immer Freund, Bruder und Ratgeber“, so der Bischof. Es sei dem Direktor ein besonderes Anliegen gewesen, ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen dem Werk und den Partnerkirchen zu pflegen. „Es ist ihm sehr wichtig, dass die Beziehungen zu den Partnern von Vertrauen geprägt sind.“
Im Namen der Trägerkirchen bedankte sich der anhaltische Kirchenpräsident Joachim Liebig in seinem Grußwort bei Herpich. Er habe das Berliner Missionswerk zum kompetenten „Außenamt“ der beiden Trägerkirchen gemacht. „Auch persönlich habe ich viel von Roland Herpich und von seiner stets gentleman-liken Haltung gelernt“, so Liebig. Im dritten Grußwort sprach Barbara Deml, designierte stellvertretende theologische Direktorin des Werkes, im Namen der Mitarbeitenden ihren Dank aus, bevor alle Mitarbeitenden gemeinsam nach vorn traten, um ihrem Direktor ein letztes „Ständchen“ zu bringen.
Roland Herpich selbst blickte in seinem Dank zurück: auf Kindheit und Jugend im thüringischen Saalfeld, auf schwierige Zeiten in der DDR, auf die Flucht mit seiner Frau in den Westen und dann das Theologiestudium, bevor Gemeindepfarramt und Superintendentur in Berlin-Wilmersdorf folgten. 2010 schließlich wurde er Direktor des Berliner Missionswerkes. „Ich gehe heute mit Wehmut und mit Freude“, so Roland Herpich, „denn ich weiß das Werk in guten Händen.“
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