„Wir sind natürlich sehr in Sorge um unsere ökumenischen Freiwilligen und um die Menschen in unseren Partnerkirchen“, sagt Direktor Dr. Christof Theilemann. Doch das Berliner Missionswerk sei in ständigem Kontakt mit allen 27 jungen Frauen und Männern, die im vergangenen Sommer entsandt wurden. Viele Eltern seien verständlicherweise besorgt, doch die Freiwilligen selbst „geben uns grünes Licht“
Dr. Theilemann: „Wir stehen im Kontakt mit dem Außenministerium, mit anderen Entsende-Organisationen und mit den Freiwilligen selbst – und haben nach langen Überlegungen entschieden, deren Wünschen vorerst nachzukommen.“ Dabei würden die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts natürlich berücksichtigt und stets aufs Neue geprüft.
In China werde laut Robert-Koch-Institut nur die Provinz Hubei als Risikogebiet eingeschätzt. Die Berliner Freiwillige in Lanzhou habe daher schon vor Wochen entschieden, vor Ort bleiben zu wollen. Die Freiwilligen in Beit Sahour und im Schulzentrum Talitha Kumi (Palästina) dürfen das Schulgelände zurzeit nicht verlassen, während es in Jerusalem noch größere Bewegungsfreiheit gibt. „Es schlägt etwas aufs Gemüt, kaum mehr rausgehen zu dürfen“, schreibt Noëmi aus dem sizilianischen Scicli, wo sie als Freiwillige in einer Einrichtung für Geflüchtete arbeitet. „Aber ich versuche, die Zeit gut zu nutzen. Wir haben uns als Freiwillige ja auch untereinander und treffen uns jeweils zu Hause.“
Direktor Dr. Theilemann betont, dass das Berliner Missionswerk sich als kirchliches Werk in der gesellschaftlichen Verantwortung sehe, mit dazu beizutragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und zu unterbrechen. Oder um mit Bischof Dr. Christian Stäblein zu reden: „In dieser Zeit ist es wichtig, füreinander da zu sein. Wir als Christinnen und Christen sollten achtsam sein und mit dem Herzen schauen, was die Menschen in dieser Situation brauchen.“